Zuletzt aktualisiert: 2026-01-15

Für die meisten deutschen Creator ist ein browserbasiertes Studio wie StreamYard der beste Einstieg, um Konsolen-Gameplay aufzunehmen: Sie erfassen Ihren Konsolen-Feed als Fenster und konzentrieren sich auf klare, moderierte Videos. Wenn Sie direkte Capture-Card-Integration und umfassende Kontrolle über Encoding und Szenen benötigen, ist eine Desktop-App wie OBS besser geeignet, während Loom für kurze, teilbare Clips reserviert bleibt.

Zusammenfassung

  • StreamYard ist eine starke Standardlösung, wenn Sie moderierte Konsolen-Videos, einfache Layouts und sofortige Wiederverwendung über verschiedene Plattformen hinweg wollen – alles von einem typischen Laptop aus.
  • OBS ist die erste Wahl, wenn Sie sich mit einer Capture Card, manueller Einrichtung und Hardware-Tuning für lange Gaming-Sessions auskennen. (OBS)
  • Loom eignet sich für schnelle Highlight-Erklärungen, aber der kostenlose Plan begrenzt Auflösung und Aufnahmezeit, daher ist es weniger für komplette Matches geeignet. (Loom pricing)
  • Denken Sie zuerst an Ihren Workflow (live vs. on-demand, solo vs. Gäste, Schnittbedarf) und wählen Sie dann das Tool, das Sie mit möglichst wenig Aufwand von der Konsole zum Publikum bringt.

Was muss ein guter Konsolen-Bildschirmrecorder eigentlich leisten?

Wenn Sie nach dem „besten“ Bildschirmrecorder für Konsolen suchen, suchen Sie meist nicht nach noch einem Einstellungsmenü – Sie wollen einen reibungslosen Weg vom Controller in der Hand zum fertigen Video, das wirklich geschaut wird.

Für deutsche Gamer muss ein praxisnahes Setup:

  • HDMI-Eingang von der Konsole über eine Capture Card oder Remote-Play-App verarbeiten.
  • Sowohl Ingame-Audio als auch Ihr Mikrofon aufnehmen, sodass sich das später leicht ausbalancieren lässt.
  • Hohe Qualität liefern, ohne einen Streaming-PC zu verlangen, der wie ein NASA-Rechner aussieht.
  • Gesicht, Branding und Notizen hinzufügen lassen, damit die Aufnahme wie eine Show wirkt und nicht wie ein stummer Screen-Dump.

Die meisten Workflows lassen sich in zwei Lager einteilen:

  1. Live- oder „live-to-tape“-Shows (Twitch, YouTube, Kick), bei denen Sie Overlays, Alerts und vielleicht Gäste wollen.
  2. Bearbeitete VODs und Clips, bei denen saubere Rohdateien und flexible Nachbearbeitung wichtig sind.

StreamYard, OBS und Loom können alle eine Rolle spielen – aber sie sind für unterschiedliche Prioritäten gebaut.

Wie bekommen Sie Konsolen-Gameplay physisch in Ihre Aufnahmesoftware?

Bevor Sie eine Software auswählen, brauchen Sie einen zuverlässigen Weg, um den HDMI-Feed Ihrer Konsole auf Ihren Computerbildschirm zu bringen. Die gängigen Methoden sind:

  1. Capture Card am PC
    Für PlayStation, Xbox oder Switch ist das typische Setup:

    • Konsole HDMI → HDMI IN an der Capture Card.
    • Capture Card USB → Ihr Computer.
    • Aufnahmesoftware liest das Capture-Card-Signal.

    Elgato empfiehlt beispielsweise, das HDMI-Kabel der Konsole an die Capture Card anzuschließen und dann mit deren Software Gameplay vorzuschauen und aufzunehmen. (Elgato guide)

  2. Remote-Play- oder Mirroring-App
    Manche Konsolen bieten Apps (wie Xbox Remote Play), die das Gameplay in ein Fenster auf Ihrem PC spiegeln. Dieses Fenster kann dann von Ihrer Aufnahmesoftware erfasst werden. Die StreamYard-Guides beschreiben Workflows, bei denen das gespiegelte Gameplay zu einem Fenster wird, das Sie im browserbasierten Studio aufnehmen können. (StreamYard support)

Sobald das Gameplay als Fenster oder Gerät auf Ihrem Computer sichtbar ist, können Sie:

  • Dieses Fenster in StreamYard teilen – für eine Live- oder voraufgezeichnete Show.
  • Die Capture Card als Quelle in OBS hinzufügen.
  • Das App-Fenster oder den Bildschirm in Loom teilen – für eine schnelle Erklärung.

Wo passt StreamYard beim Aufzeichnen von Konsolen-Gameplay?

Wenn Sie möchten, dass Ihre Konsolenaufnahmen wie eine professionelle Creator-Show wirken – Kamera, Overlays, geschmeidige Layouts – ist StreamYard oft der schnellste Weg.

Das spricht für StreamYard:

  • Moderatorensichtbares Bildschirmteilen und Layouts
    Im StreamYard-Studio teilen Sie Ihren Bildschirm (oder das App-Fenster) mit dem Konsolen-Feed und wählen dann Layouts, die das mit Ihrer Kamera kombinieren. Das Bildschirmteilen funktioniert direkt im Browser und laut Support-Dokumentation besonders gut mit zwei Monitoren, wie sie viele Gaming-Setups ohnehin haben. (StreamYard support)

  • Unabhängige Steuerung von Spiel- und Mikrofon-Audio
    Sie können die Audiospur Ihrer Konsole und Ihres Mikrofons separat regeln, sodass das klassische Problem „Spiel zu laut, Kommentar zu leise“ vermieden wird.

  • Lokale Mehrspur-Aufnahme für die Nachbearbeitung
    In allen Tarifen unterstützt StreamYard lokale Aufnahmen pro Teilnehmer; der kostenlose Plan enthält 2 Stunden pro Monat, während die kostenpflichtigen Tarife unbegrenzte lokale Aufnahmen bieten (abhängig von Gerät und Speicherplatz). (StreamYard local recording) Das bedeutet, Ihr Mikro, das Mikro Ihres Gastes und der geteilte Bildschirm können in separaten, hochwertigen Dateien aufgenommen werden – ideal, wenn Sie in Premiere, Final Cut oder DaVinci schneiden.

  • Hoch- und Querformat aus derselben Session
    Sie können Inhalte für horizontale YouTube-Videos und vertikale Shorts/Reels/TikToks aus derselben Aufnahme-Session exportieren, statt neu aufzunehmen.

  • Live-Overlays ohne Nachbearbeitung
    Da StreamYard sowohl Live-Studio als auch Recorder ist, können Sie Logos, Overlays und Bauchbinden direkt beim Aufnehmen einfügen. Das spart Schnittzeit und lässt selbst Roh-Gameplay wie eine fertige Show wirken.

  • Mehrere Teilnehmer können Bildschirme teilen
    Wenn Sie Koop-Sessions, Entwickler-Interviews oder Watch-Partys hosten, können mehrere Teilnehmer ihre Bildschirme teilen. Jeder Teilnehmer kann eine eigene lokale Spur für saubere Edits bekommen. (StreamYard local recording)

Auch preislich bleibt StreamYard teamfreundlich. Die Tarife werden pro Workspace und nicht pro Nutzer abgerechnet, sodass ein ganzes kleines Team ein Abo teilen kann – anders als bei Loom, wo pro Sitzplatz gezahlt wird. (Loom pricing)

In der Praxis heißt das: Wenn Sie Podcaster, YouTuber oder ein kleines Studio sind, das Konsolen-Segmente mit Hosts und Gästen aufnimmt, kommen Sie mit StreamYard meist schneller zu einer professionellen Aufnahme als mit Installation, Tuning und Wartung schwerer Desktop-Software.

Wann ist OBS die bessere Wahl für Konsolenaufnahmen?

OBS ist eine Desktop-Anwendung, auf die viele Power-User für Controller-in-der-Hand-Streaming setzen. Es ist kostenlos und Open Source und speziell für Videoaufnahmen und Livestreaming gebaut. (OBS)

Nutzen Sie OBS, wenn:

  • Sie direkte Capture-Card-Integration wollen.
    Mit OBS können Sie Capture Cards (wie Elgato, AVerMedia) als Eingabequellen mit voller Kontrolle über Auflösung, Framerate und Farbraum hinzufügen. Elgato empfiehlt in seinem Help Center ausdrücklich OBS Studio für die Nutzung seiner Capture-Geräte unter Windows. (Elgato support)

  • Sie feingranulare Kontrolle über Encoding brauchen.
    Sie können spezifische Encoder, Bitraten, Formate und sogar in robuste Container wie MKV aufnehmen und nach der Aufnahme zu MP4 remuxen – was OBS in der Hilfe ausdrücklich empfiehlt. (OBS help)

  • Sie bereit sind, lokalen Speicher und Hardware zu managen.
    OBS hat keine zeitlichen Begrenzungen durch den Anbieter; Ihre Limits sind CPU/GPU, Festplattengeschwindigkeit und Dateisystem. Das ist mächtig, bedeutet aber auch, dass Sie für Stabilität und Performance komplett selbst verantwortlich sind.

Die Kompromisse:

  • Sie investieren Zeit in Szenen, Quellen und Testaufnahmen.
  • Wenn Ihr PC an der Grenze ist, müssen Sie Bitrate und Auflösung feinjustieren, um Ruckler zu vermeiden.
  • Es gibt keinen eingebauten Cloud-Speicher oder einfache Mehrgast-Aufnahme; Sie sind auf andere Apps und manuelle Uploads angewiesen.

Realistisch: Wenn Sie Solo-PC-Gamer mit Capture Card sind und gerne tüfteln, ist OBS stark. Wenn Sie Shows mit Gästen, Overlays und wiederverwendbaren Clips hosten, fühlt sich StreamYard als Studio-Lösung oft leichter und kollaborativer an.

Ist Loom gut für die Aufnahme von Konsolen-Gameplay?

Loom ist in erster Linie für schnelle, per Link teilbare Bildschirmaufnahmen gedacht – ideal für Software-Walkthroughs, Feedback-Videos und asynchrone Updates.

Es kann Ihr Konsolen-Gameplay-Fenster und Ihre Kamera-Bubble aufnehmen, aber es gibt wichtige Einschränkungen:

  • Der kostenlose Starter-Plan begrenzt Sie auf 5‑minütige Aufnahmen und 25 gespeicherte Videos, und Aufnahmen sind auf 720p begrenzt. (Loom Starter FAQ)
  • Höhere Auflösungen (bis zu 4K) und „unbegrenzte“ Aufnahmezeit erfordern kostenpflichtige Pläne, die pro Nutzer und Monat abgerechnet werden, nicht pro Team-Workspace. (Loom pricing)

Das macht Loom für Konsolen-Content situativ:

  • Stark für kurze Highlight-Erklärungen oder Bug-Reports.
  • Weniger geeignet für komplette Matches, lange Kampagnen oder mehrstündige Streams, es sei denn, Sie sind im Bezahl-Tarif und akzeptieren die Abrechnung pro Sitzplatz.

Für die meisten Gaming-Creator ist Loom ein Zusatz-Tool, aber nicht das Hauptaufnahmezentrum.

Wie sollten Sie zwischen StreamYard, OBS und Loom für Konsolen wählen?

Eine einfache Entscheidungsregel ist, jedes Tool dem passenden Job zuzuordnen:

  • „Ich will eine Show rund um mein Konsolen-Gameplay hosten.“
    Nutzen Sie StreamYard, um Ihren Konsolen-Feed als Fenster einzubinden, Kamera und Overlays hinzuzufügen und lokale Mehrspur-Dateien aufzunehmen. Sie können live gehen oder nur aufnehmen und das Recording dann plattformübergreifend nutzen.

  • „Ich will maximale Kontrolle über eine Capture Card auf meinem PC.“
    Nutzen Sie OBS. Es liest Capture Cards direkt, gibt Ihnen detaillierte Encoding-Kontrolle und hat keine Aufnahme-Limits durch den Anbieter – Sie müssen aber Hardware und Speicher selbst managen. (OBS)

  • „Ich brauche nur schnell einen Clip mit Kommentar.“
    Nutzen Sie Loom, wenn Sie es ohnehin bezahlen und Ihr Clip in die Plan-Limits passt; sonst funktioniert auch der schnelle Studio- und Export-Flow von StreamYard ohne Abrechnung pro Nutzer. (Loom pricing)

Wenn Sie unsicher sind, empfiehlt sich für deutsche Gamer ein pragmatischer Weg:

  1. Starten Sie mit StreamYard für moderierte Aufnahmen und Live-Shows.
  2. Fügen Sie OBS hinzu, wenn Sie browserbasierte Aufnahme hinter sich lassen und Capture-Card-Tuning wollen.
  3. Nutzen Sie Loom als Zusatz-Tool für nicht-öffentliche Clips und Arbeits-Walkthroughs.

Unsere Empfehlung

  • Beginnen Sie mit einem StreamYard-Aufnahme-Workflow, der Konsolenfenster, Kamera und Mikrofon in einer Studiositzung erfasst und mit lokalen Mehrspur-Aufnahmen Flexibilität beim Schnitt bietet.
  • Wenn Sie eine dedizierte Capture Card kaufen und gerne am PC schrauben, ergänzen Sie Ihr Setup um OBS für Hardware-Kontrolle beim Roh-Gameplay-Capture.
  • Behalten Sie Loom nur im Werkzeugkasten, wenn Sie es ohnehin für die Arbeit nutzen; für reinen Gaming-Content decken StreamYard und OBS meist mehr ab – mit weniger Kompromissen.

Frequently Asked Questions

Verbinden Sie Ihre Konsole mit einer Capture Card oder Remote-Play-App, öffnen Sie das Gameplay in einem Fenster auf Ihrem Computer und teilen Sie dieses Fenster dann im StreamYard-Studio, während Sie Ihre Kamera, Overlays und Audiosteuerung hinzufügen. (StreamYard supportwird in einem neuen Tab geöffnet)

Unter Windows empfiehlt Elgato ausdrücklich OBS Studio für die Arbeit mit seinen Capture Cards. So erhalten Sie direkten Zugriff auf das Gerät als Quelle mit detaillierter Kontrolle über Auflösung und Encoding. (Elgato supportwird in einem neuen Tab geöffnet)

Nein. Der kostenlose Starter-Plan von Loom beschränkt Sie auf 5‑minütige Aufnahmen, 25 gespeicherte Videos und 720p-Auflösung; 1080p- oder 4K-Aufnahmen und längere Sessions erfordern einen kostenpflichtigen Plan. (Loom pricingwird in einem neuen Tab geöffnet)

Mit einem Capture-Card-Setup wird Ihr Konsolen-Audio über HDMI an den PC übertragen, während Ihr Mikrofon direkt an die Aufnahmesoftware angeschlossen wird. So können Tools wie OBS oder StreamYard beides für Live- oder Aufnahme-Ausgabe mischen. (Elgato guidewird in einem neuen Tab geöffnet)

OBS hat keine zeitlichen Begrenzungen durch den Anbieter und nimmt lokal so lange auf, wie Ihre Hardware und Ihr Speicherplatz es erlauben, während StreamYard auf browserbasierte Aufnahmen mit Limits pro Stream und Speicherplatz setzt, dafür aber Mehrspur-Aufnahmen, Studio-Layouts und Branding bietet, die die Nachbearbeitung reduzieren. (OBSwird in einem neuen Tab geöffnet)

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