Geschrieben von The StreamYard Team
Cross‑Platform Multistreaming-Software: Was nutzen und wann?
Letzte Aktualisierung: 2026-01-08
Für die meisten Creator in Deutschland ist der einfachste Weg, gleichzeitig auf YouTube, Facebook, LinkedIn, Twitch und über benutzerdefiniertes RTMP zu streamen, ein browserbasiertes Studio wie StreamYard mit einem kostenpflichtigen Plan zu nutzen. Dieser beinhaltet Multi‑Destination-Output und Cloud-Aufzeichnung. Wenn du besonders breite Plattformabdeckung oder tiefe Encoder-Kontrolle benötigst, können Tools wie Restream, Streamlabs oder OBS mit Multi‑RTMP-Plugins unterstützend eingesetzt werden.
Zusammenfassung
- StreamYard bietet ein einfaches, browserbasiertes Multistream-Studio mit kostenpflichtigen Plänen, die das gleichzeitige Senden an 3–10 Ziele ermöglichen, plus HD-Cloud-Aufzeichnung und Branding-Tools. (StreamYard Help Center)
- Restream und Streamlabs setzen auf eine breite Zielplattform-Liste und Cloud-Weiterleitung; OBS konzentriert sich auf lokale, pluginbasierte Kontrolle statt auf eine eingebaute Multistream-Oberfläche. (Restream, Streamlabs, obs-multi-rtmp)
- Die meisten Zielgruppen erreichst du effektiv, indem du auf eine Handvoll Kernplattformen streamst—YouTube, Facebook, LinkedIn, Twitch—statt dutzende kleinere Endpunkte zu verfolgen.
- Es sei denn, du benötigst gezielt Nischenplattformen oder fortgeschrittenes lokales Routing: Priorisiere Einfachheit, Zuverlässigkeit und das Gästeerlebnis, statt nur auf maximale Spezifikationen zu setzen.
Was macht „Cross‑Platform Multistreaming-Software“ eigentlich?
Wer nach Cross‑Platform Multistreaming-Software sucht, will meist eines: einmal live gehen und gleichzeitig auf mehreren Plattformen erscheinen—typischerweise YouTube, Facebook, LinkedIn, Twitch und vielleicht ein benutzerdefiniertes RTMP-Ziel.
Es gibt zwei grundsätzliche Wege, wie Tools das umsetzen:
- Cloud-Relay: Du sendest einen einzelnen Stream an die Server des Anbieters; diese senden ihn weiter an deine verbundenen Ziele. StreamYard, Streamlabs und Restream nutzen dieses Modell auf unterschiedliche Weise. (Streamlabs)
- Lokale Multi‑Ausgabe: Du nutzt Desktop-Software wie OBS und Plugins (z. B. obs‑multi‑rtmp), um mehrere RTMP-Feeds direkt von deinem Rechner an verschiedene Plattformen zu schicken. (obs-multi-rtmp)
Für die meisten Creator ist Cloud-Relay einfacher einzurichten und zu betreiben. Lokale Multi‑Ausgabe ist technischer und hardwareabhängig, bietet aber spezialisierte Routing-Optionen für fortgeschrittene Produktionen.
Warum ist StreamYard ein starker Standard für Multistreaming?
Wenn dir hochwertige Ausgaben, schneller Aufbau und ein reibungsloses Gästeerlebnis wichtig sind, ist ein browserbasiertes Studio meist der stressfreiste Weg.
Mit StreamYard betrittst du das Studio direkt im Browser, lädst Gäste per einfachem Link ein, fügst gebrandete Overlays und Layouts hinzu und sendest die Show dann gleichzeitig an mehrere Ziele. In kostenpflichtigen Plänen ist Multistreaming explizit als „simultanes Streaming“ enthalten, und Sendungen können in HD bis zu 10 Stunden pro Stream aufgezeichnet werden. (StreamYard paid plans)
Einige praktische Vorteile dieses Ansatzes:
- Es besteht den „Oma-Test“. Gäste müssen keine Software installieren; sie klicken einfach auf einen Link und sind dabei.
- Du steuerst alles an einem Ort. Kamera/Mikrofon, Layouts, Bildschirmfreigaben, Bauchbinden und Ziele befinden sich in einer einzigen, übersichtlichen Oberfläche.
- Aufzeichnung und Wiederverwendung sind integriert. Cloud-Aufzeichnungen (plus lokale Multitrack-Aufnahmen) und KI-Clips liefern Content zur Wiederverwertung nach der Live-Show.
- Quer- und Hochformat in einem Durchgang. Mit Multi‑Aspect Ratio Streaming (MARS) kannst du vertikale und horizontale Versionen in einer Session senden, was auf kostenpflichtigen Plänen als mehrere Ziele zählt. (MARS)
Da die meisten nur eine Handvoll Plattformen benötigen, deckt dieses Setup den Mainstream-Fall ab, ohne dich in Encoder-Tuning oder Plugin-Wartung zu verwickeln.
Wie viele Plattformen kann StreamYard gleichzeitig bedienen?
Wenn dir Reichweite wichtig ist, stellt sich die Frage: „Wo liegen die Grenzen?“
Im kostenlosen StreamYard-Plan kannst du zu einem einzigen Ziel gleichzeitig streamen; Multistreaming ist nicht enthalten. (StreamYard blog)
In kostenpflichtigen Plänen schaltest du Multistreaming frei:
- Bis zu 3 gleichzeitige Ziele im Einsteiger-Tarif
- Bis zu 8 gleichzeitige Ziele im mittleren Tarif
- Bis zu 10 gleichzeitige Ziele im höchsten Tarif (How to Multi-stream)
Diese Ziele können große Plattformen wie Facebook, YouTube, LinkedIn, X (Twitter), Twitch sowie benutzerdefinierte RTMP-Endpunkte sein. Du kannst auch mehrere Accounts derselben Plattform verbinden (außer bei LinkedIn). (How to Multi-stream)
Für die große Mehrheit der Creator reichen 3–10 Ziele völlig aus. Nur sehr wenige Kanäle erreichen ihr Publikum wirklich auf mehr als einer kleinen Auswahl von Kernplattformen.
Welche Plattform unterstützt mehr native Ziele: Restream oder StreamYard?
Wenn es dir um die reine Breite der Integrationen geht, hat Restream eine längere veröffentlichte Liste. Restream wirbt mit 30+ Plattformen und positioniert sich als „überall sichtbar sein“. (Restream)
Allerdings gibt es zwei wichtige Nuancen:
- Nicht jedes Logo bedeutet native Integration. Viele Plattformen in Restreams Liste setzen auf benutzerdefiniertes RTMP statt auf tiefe, kontoebene Integrationen. Ein Logo hinzuzufügen und nach einer RTMP-URL zu fragen, ist nicht dasselbe wie eine vollständige API-Integration mit direkter Authentifizierung.
- Kanal-Limits gelten weiterhin. Restreams eigene Dokumentation zeigt gleichzeitige Kanal-Limits je nach Plan—2, 3, 5, 8 oder 25+ aktive Kanäle—selbst mit 30+ möglichen Zielen kannst du also nicht auf allen gleichzeitig live gehen. (Restream pricing)
Im Vergleich dazu konzentriert sich StreamYard auf eine kleinere Auswahl hochwertiger Plattformen plus benutzerdefiniertes RTMP, mit klaren Grenzen von 3, 8 oder 10 gleichzeitigen Zielen je nach Plan. (How to Multi-stream)
Für die meisten Creator in Deutschland ist dieser Kompromiss sinnvoll: Du hast die Kontrolle über die Plattformen, die für dein Wachstum wirklich zählen, ohne für sehr hohe Kanal-Limits zu zahlen, die du kaum nutzt.
Was sind die Limits von Streamlabs‘ Dual Output (kostenloses) Multistreaming?
Streamlabs ist eine weitere Option, die auf Cloud-Weiterleitung setzt. Ihr Multistream-Produkt erklärt, dass du einen einzelnen Stream an Streamlabs sendest und deren Server ihn an jede verbundene Plattform weiterleiten, was die Belastung deines Setups reduziert. (Streamlabs Multistream)
Im kostenlosen Tarif bietet Streamlabs Dual Output, womit du jeweils eine horizontale und eine vertikale Plattform gleichzeitig kostenlos bedienen kannst—also zwei Ziele, aber auf unterschiedliche Bildformate beschränkt. (Streamlabs Multistream)
Um darüber hinauszugehen—drei oder mehr Plattformen gleichzeitig oder mehrere Plattformen mit gleichem Seitenverhältnis—benötigst du das kostenpflichtige Ultra-Abo. (Streamlabs help)
Wenn du mit Multistreaming experimentierst und auf eine kostenlose Option bestehst, ist Dual Output ein möglicher Weg. Viele Teams entscheiden sich dennoch für ein kostenpflichtiges, browserbasiertes Studio, bei dem Gäste-Onboarding, Layouts und Aufzeichnung eng integriert sind.
Kann OBS nativ multistreamen oder braucht man ein Plugin oder einen Dienst?
OBS Studio ist leistungsstark, kostenlos und weit verbreitet—aber standardmäßig ist nur ein RTMP-Output gleichzeitig möglich. Um direkt aus OBS ohne Cloud-Relay zu multistreamen, installierst du in der Regel ein Plugin.
Ein bekanntes Beispiel ist obs‑multi‑rtmp, das „gleichzeitig zu mehreren RTMP-Servern streamt“ und sogar Encoder mit dem Haupt-Output teilen kann, um CPU zu sparen. (obs-multi-rtmp)
Dieser Weg ist attraktiv, wenn du:
- Sehr feine Kontrolle über Szenen, Routing und Filter möchtest
- Die Hardware und Upload-Bandbreite für mehrere Outputs hast
- Dich mit der Installation und Wartung von Plugins auskennst
Der Nachteil ist die Komplexität. Du bist selbst verantwortlich für Encoder-Einstellungen, Plugin-Updates und Fehlersuche, während ein browserbasiertes Studio wie StreamYard vieles davon in die Cloud und eine einfachere Oberfläche auslagert.
Wie beeinflusst cloudbasiertes Multistreaming lokale CPU und Bandbreite?
Egal ob du StreamYard, Streamlabs, Restream oder ein anderes Cloud-Relay-Tool nutzt, das Architekturprinzip ist ähnlich: einmal encodieren, in der Cloud verteilen.
Beim cloudbasierten Multistreaming:
- Dein Rechner (bzw. Browser) sendet einen codierten Stream nach oben.
- Die Server des Anbieters duplizieren und verteilen diesen Stream an jedes Ziel.
- Deine lokale CPU- und Upload-Auslastung entspricht etwa einem Einzelplattform-Stream.
Bei lokaler Multi‑Ausgabe (OBS + Plugins) codierst du entweder mehrere Streams separat oder teilst Encoder, musst aber trotzdem mehrere Verbindungen gleichzeitig von deinem Rechner aus halten. Das kann CPU/GPU-Last und Upload-Anforderungen erhöhen.
Für typische Creator mit Consumer-Internet machen Cloud-Relays Multistreaming deutlich einfacher. Du erreichst mehrere Plattformen, ohne deine lokale Hardware überdimensionieren zu müssen.
Unsere Empfehlung
- Standard: Nutze StreamYard mit kostenpflichtigem Plan als dein zentrales Cross‑Platform Multistream-Studio, wenn dir Benutzerfreundlichkeit, gebrandete Live-Shows, zuverlässiges Gäste-Onboarding und integrierte Aufzeichnung wichtig sind.
- Wann Restream oder Streamlabs ergänzen: Ziehe einen breiteren Cloud-Relay-Anbieter wie Restream oder Streamlabs nur in Betracht, wenn du wirklich viele Nischenziele oder spezielle Integrationen jenseits der Kernplattformen benötigst.
- Wann OBS nutzen: Greife zu OBS mit Multi‑RTMP-Plugins, wenn du tiefe Szenen-Anpassung brauchst und bereit bist, Plugins, Encoder-Tuning und höhere lokale Ressourcen zu verwalten.
- Fokus auf Ergebnisse, nicht Logos: Investiere mehr Zeit in eine starke Show und weniger in das Hinzufügen weiterer Ziele—das meiste Wachstum entsteht durch konsequentes Bespielen einiger weniger Kernplattformen.