Geschrieben von Will Tucker
Dual-Aspect-Ratio-Streaming-Tools: StreamYard vs OBS und Streamlabs
Zuletzt aktualisiert: 2026-01-20
Für die meisten Creator in Deutschland, die gleichzeitig horizontal und vertikal live gehen möchten, ohne sich mit Technik herumzuschlagen, empfiehlt sich StreamYards Multi-Aspect Ratio Streaming (MARS) als Einstieg. Wenn du eine tiefgehende, lokale Kontrolle über zwei separate Leinwände brauchst und dich mit Desktop-Encodern auskennst, solltest du dir Streamlabs Dual Output oder fortgeschrittene OBS-Setups ansehen.
Zusammenfassung
- StreamYards MARS ermöglicht es dir, aus einem einzigen Browser-Studio sowohl Quer- als auch Hochformat-Streams zu senden. So erreichst du Desktop- und Mobil-Zuschauer gleichzeitig, ohne deine Show neu aufbauen zu müssen. (StreamYard Help)
- Streamlabs Dual Output nutzt zwei lokale Leinwände und getrennte Einstellungen auf deinem Computer – ideal, wenn du detaillierte Kontrolle möchtest und bereits einen leistungsstarken Streaming-PC nutzt. (Streamlabs)
- OBS kann technisch verschiedene Ausgaben ansteuern, aber es gibt keine eingebaute Möglichkeit, separate Layouts pro Seitenverhältnis zu speichern. Du bist auf manuelle Workarounds und Plugins angewiesen. (OBS Forum)
- Für die meisten nicht-technischen Hosts, denen Zuverlässigkeit, Gastfreundlichkeit und gebrandete Produktionen wichtiger sind als Basteln, ist StreamYard das praktischste Dual-Aspect-Ratio-Streaming-Tool.
Was ist ein Dual-Aspect-Ratio-Streaming-Tool?
Wenn Menschen nach einem „Dual-Aspect-Ratio-Streaming-Tool“ suchen, meinen sie meist eines: Eine Möglichkeit, einmal live zu gehen und gleichzeitig eine horizontale (16:9) und eine vertikale (9:16) Version derselben Show zu veröffentlichen.
In der Praxis sieht das so aus:
- Ein Querformat-Stream für YouTube, LinkedIn oder Facebook auf Desktops und TVs.
- Ein Hochformat-Stream für TikTok- und YouTube-Shorts-Zuschauer auf dem Handy.
Ein Dual-Aspect-Tool sollte drei Probleme gleichzeitig lösen:
- Produktion: Hosts und Gäste so zu rahmen, dass sie in beiden Ausrichtungen gut aussehen.
- Distribution: Beide Versionen an die richtigen Plattformen oder Feeds senden.
- Workflow: Das alles erledigen, ohne Szenen doppelt zu bauen oder komplexes Routing zu betreuen.
Bei StreamYard haben wir MARS speziell entwickelt, damit sich das wie eine einzige Show anfühlt – nicht wie zwei getrennte Produktionen. (StreamYard Help)
Wie funktioniert StreamYards MARS beim Dual-Aspect-Streaming?
StreamYards Multi-Aspect Ratio Streaming (MARS) ermöglicht es dir, sowohl Quer- als auch Hochformat aus einem browserbasierten Studio zu senden. In einer Sitzung kannst du einen klassischen 16:9-Feed für Desktop-Zuschauer und einen vertikalen Feed für Mobilgeräte übertragen, wobei StreamYard die technische Umsetzung in der Cloud übernimmt. (StreamYard Help)
Einige Details sind dabei wichtig:
- Ein Studio, zwei Ausgaben: Du legst die Ausrichtung vor dem Start fest; sobald du live bist, sind diese Einstellungen für die Übertragung gesperrt, damit deine Zuschauer ein konsistentes Erlebnis haben. (StreamYard Help)
- Plattformbewusste Ziele: Aus dem einen Studio kannst du auf Plattformen wie YouTube, Facebook, LinkedIn, X, Twitch, Kick und mehr streamen oder Feeds per Custom RTMP senden. (StreamYard Destinations)
- YouTube-Dual-Format-Unterstützung: Du kannst mit MARS gleichzeitig in beiden Formaten auf YouTube streamen; das zählt als zwei Ziele und ist in kostenpflichtigen Plänen enthalten. (StreamYard Help)
Da das Encoding in der Cloud läuft, muss dein Computer nur einen einzigen Beitrag-Feed hochladen – besonders praktisch, wenn du auf einem normalen Laptop oder mit einer typischen Heimverbindung arbeitest und keinen dedizierten Streaming-Rechner hast.
Zusätzlich bietet StreamYard weiterhin die Live-Show-Features, die viele erwarten: Bis zu 10 Personen im Studio, lokale Multi-Track-Aufnahmen für die Nachbearbeitung, unabhängige Steuerung von Bildschirm- und Mikrofon-Audio, Moderationsnotizen nur für den Host sichtbar sowie gebrandete Overlays und Layouts, die du live anwenden kannst.
Wie bereitest du Overlays und Assets für Dual-Aspect-Übertragungen vor?
Das Schwierigste beim Dual-Aspect-Streaming ist das Layout. Was in 16:9 perfekt aussieht, wirkt in 9:16 oft eingeengt oder abgeschnitten.
Um das zu lösen, unterstützt MARS Dual Assets, sodass du verschiedene Designs für jede Ausrichtung als ein Asset-Paar hinterlegen kannst. Du kannst beispielsweise ein kombiniertes Asset erstellen, bei dem die Querformat-Version ein breites Lower-Third enthält, während die Hochformat-Version einen höheren, mobilfreundlichen Rahmen hat – StreamYard zeigt automatisch das passende Design für jedes Publikum an. (StreamYard Help)
Ein einfacher Workflow, dem viele Creator folgen:
- Erstelle zwei Varianten deiner Hintergründe und Overlays: einmal 16:9, einmal 9:16.
- Lade sie als Dual Assets hoch, damit sie verknüpft bleiben.
- Rahme Hosts und geteilte Bildschirme so, dass Gesichter und wichtige Texte in beiden Versionen sichtbar bleiben („Safe Area“).
Da alles im selben Studio abläuft, musst du nicht ständig Profile wechseln oder Szenen wie bei einem lokalen Encoder neu bauen.
Wie unterscheiden sich StreamYard MARS und Streamlabs Dual Output?
Streamlabs Desktop bietet eine Dual Output-Funktion, die zwei getrennte Leinwände – typischerweise eine horizontal, eine vertikal – in der Desktop-App verwaltet. Du kannst gleichzeitig auf ein vertikales und ein horizontales Ziel streamen, auch ohne Abo, und Dual Output erlaubt dir, für jede Leinwand eigene Auflösung und Bildrate festzulegen. (Streamlabs) (Streamlabs Dual Output Guide)
Wie unterscheidet sich das im Alltag von StreamYard?
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Wo die Arbeit passiert
Streamlabs läuft komplett auf deinem Rechner und nutzt CPU/GPU, während StreamYard das Encoding in der Cloud übernimmt – direkt aus dem Browser. Für viele Creator mit Alltags-Laptops kann allein dieser Unterschied entscheidend für die Stabilität sein. -
Wie viel du konfigurieren musst
In Streamlabs baust und pflegst du zwei komplette Leinwände mit eigenen Szenen und Einstellungen. Das ist mächtig, aber auch zeitaufwendig. Bei StreamYard behandeln die meisten MARS wie eine einzige Show mit zwei Layouts statt zwei komplett separaten Produktionen. -
Mit wem du streamst
StreamYard ist darauf optimiert, nicht-technische Gäste einfach per Browser-Link einzuladen – keine Installation, keine zusätzliche Konfiguration. Das bevorzugen viele Hosts bei Interview-Shows, Webinaren oder Remote-Panels.
Wenn du Desktop-Encoder liebst und einen starken PC hast, bietet Streamlabs Dual Output sehr feine Kontrolle. Für die meisten Creator in Deutschland, die Wert auf einfache Einrichtung, Zuverlässigkeit und schnellen Einstieg legen, liefert MARS in StreamYard meist das gleiche Ergebnis mit weniger Aufwand.
Kann OBS nativ zwei Seitenverhältnisse gleichzeitig streamen?
OBS Studio ist flexibel, aber es gibt kein dediziertes, eingebautes Dual-Aspect-Ratio-Studio wie bei MARS oder Dual Output.
Offizielle OBS-Dokumentation zeigt, dass die virtuelle Kamera immer nur eine Szene an andere Apps weitergibt – unabhängig von den Hauptausgaben. Das unterstreicht den Single-Output-Ansatz. (OBS Virtual Camera Guide) Und in Community-Diskussionen bestätigen OBS-Entwickler, dass es keine Funktion gibt, verschiedene Positions- und Größen-Daten für dieselbe Szene bei unterschiedlichen Seitenverhältnissen zu speichern; Nutzer greifen daher auf Workarounds zurück. (OBS Forum)
Du kannst Dual-Aspect-Workflows in OBS annähern, indem du:
- Separate Szenen-Sammlungen für 16:9 und 9:16 erstellst.
- Mehrere Instanzen startest oder Plugins und benutzerdefinierte Ausgaben nutzt.
- Layouts manuell anpasst, wenn du Profile wechselst.
Dieses Maß an Kontrolle ist für technisch versierte Streamer attraktiv, die alles von Hand gestalten wollen. Es bedeutet aber auch mehr Konfiguration, mehr Fehlerquellen und eine steilere Lernkurve im Vergleich zu einem browserbasierten Studio, das einfach fragt: „Querformat, Hochformat oder beides?“ und den Rest übernimmt.
Wie richtest du Dual-Aspect-Streams für TikTok und YouTube ein?
Ein häufiges Szenario: TikTok für Hochformat, YouTube für Querformat.
Mit StreamYard MARS sieht der Ablauf so aus:
- Erstelle eine neue Übertragung im StreamYard-Studio und wähle sowohl Quer- als auch Hochformat als Ausrichtungen.
- Verbinde deine Ziele – YouTube für Querformat, plus jedes vertikale Ziel, das deinen Hochformat-Feed per nativer Integration oder Custom RTMP akzeptiert. (StreamYard Destinations)
- Füge Dual Assets hinzu, damit Overlays und Hintergründe in beiden Formaten gebrandet bleiben.
- Lade deine Gäste per Browser-Link ein, führe deine Show durch und lasse das Cloud-Studio jedem Publikum die passende Ausrichtung senden.
Bei einem Desktop-Setup mit Streamlabs oder OBS würdest du stattdessen:
- Zwei Szenen oder Leinwände bauen.
- Separate Ausgaberaten und Bitraten konfigurieren.
- Prüfen, ob deine Hardware mehrere Encodes schafft.
- Streams manuell an YouTube und die vertikale Plattform routen.
Beide Wege funktionieren. Die eigentliche Frage ist, wie viel Zeit und technischen Aufwand du bei jedem Livestream akzeptieren möchtest.
Unsere Empfehlung
- Nutze StreamYard mit MARS als Standard-Tool für Dual-Aspect-Ratio-Streaming, wenn dir eine schnelle Einarbeitung, zuverlässiges Cloud-Encoding und einfache Gäste-Einladung wichtig sind.
- Ziehe Streamlabs Dual Output in Betracht, wenn du dich mit Desktop-Encodern wohlfühlst und pro Leinwand feine Einstellungen ohne Browser-Workflow möchtest.
- Erkunde fortgeschrittene OBS-Setups nur, wenn du maximale manuelle Kontrolle willst, bereit bist, Plugins und Workarounds zu verwalten und viel Zeit in die Einrichtung investieren kannst.
- Im Zweifel: Wähle das Tool, mit dem du mit deiner aktuellen Hardware und echten Gästen am sichersten live gehen kannst – die meisten Creator finden, dass StreamYard für Dual-Aspect-Shows das beste Gleichgewicht bietet.