Geschrieben von Will Tucker
Kostenlose Software für Bildschirmaufnahme und Bearbeitung: Was funktioniert wirklich?
Zuletzt aktualisiert: 30.01.2026
Für die meisten Menschen in Deutschland, die saubere, präsentationsgeführte Bildschirmaufnahmen ohne komplizierte Einstellungen möchten, empfiehlt es sich, mit StreamYards kostenlosem browserbasiertem Studio zu starten und die Aufnahmen anschließend in einen einfachen Editor zu exportieren. Wenn du umfangreiche Desktop-Aufnahmen oder schnelle asynchrone Clips für die Arbeit brauchst, können OBS und Loom gezielt unterstützen.
Zusammenfassung
- StreamYards kostenloser Tarif bietet dir ein Studio im Browser für Bildschirm- und Kameraaufnahmen – mit Layouts, Branding und lokalen Multi-Track-Dateien, die du später bearbeiten kannst. (StreamYard pricing)
- OBS ist eine leistungsstarke, komplett kostenlose Desktop-App für detaillierte Bildschirmaufnahmen und Streaming, benötigt aber mehr Einrichtung und leistungsfähige Hardware. (OBS Studio)
- Looms kostenloser Tarif ist auf kurze, teilbare Clips ausgelegt (5 Minuten, 720p-Aufnahmen) und eignet sich weniger für lange Tutorials oder Shows. (Loom pricing)
- Ein einfacher Workflow für die meisten: Aufnahme in StreamYard für Klarheit und Qualität, dann Schnitt und Weiterverarbeitung in einem kostenlosen Editor wie iMovie, Clipchamp oder DaVinci Resolve.
Worauf solltest du bei kostenloser Bildschirmaufnahme-Software achten?
Bevor du dich für Tools entscheidest, solltest du klären, was für dich „gut genug“ bedeutet.
Die meisten, die nach kostenloser Bildschirmaufnahme und Bearbeitung suchen, wünschen sich:
- Schnelle Einrichtung: Keine Treiber, keine Recherche zu Codecs, keine 40-minütigen YouTube-Tutorials, nur um aufnehmen zu können.
- Klares, präsentationsgeführtes Video: Dein Gesicht plus Bildschirm, mit lesbarem Text und gutem Ton.
- Sofortige Weiterverwendung: Einfacher Export, Upload oder Wiederverwendung der Aufnahme auf verschiedenen Plattformen.
- Hochwertige Ergebnisse auf normalen Laptops: Keine Gaming-GPUs nötig.
Deshalb ist der Workflow wichtiger als eine einzelne App. Ein leichtgewichtiges Browser-Studio wie StreamYard übernimmt Aufnahme, Bildausschnitt und Ton; ein einfacher Editor kümmert sich um Schnitt und Feinschliff.
Wie funktioniert die Bildschirmaufnahme im kostenlosen StreamYard-Tarif?
Bei StreamYard haben wir das Studio so gebaut, dass es sich wie eine Live-Show anfühlt – selbst wenn du nur deinen Bildschirm aufnimmst.
Im kostenlosen Tarif in Deutschland kannst du:
- Direkt im Browser teilnehmen und deinen Bildschirm teilen, während du auf der Kamera bleibst, und beides in einem passenden Layout anordnen. (StreamYard pricing)
- Bildschirmton und Mikrofon unabhängig steuern, sodass du z.B. Spiel- oder Systemtöne stummschalten kannst, während du weiter sprichst.
- Lokale Multi-Track-Aufnahmen erstellen, also getrennte Dateien pro Teilnehmer, die für die Nachbearbeitung bereitstehen. (Local recording)
- Sowohl im Quer- als auch im Hochformat aus derselben Session aufnehmen – ideal, wenn du YouTube-Tutorials und vertikale Clips für Shorts oder Reels erstellen möchtest.
- Live-Overlays, Logos und andere visuelle Elemente hinzufügen, sodass deine Aufnahme bereits wie ein fertiges Produkt wirkt.
- Moderationsnotizen nur für dich sichtbar halten, damit du deinen Leitfaden verfolgen kannst, ohne die Aufnahme zu überladen.
- Gäste einladen und sogar Multi-Teilnehmer-Bildschirmfreigabe nutzen, z.B. für gemeinsame Demos oder Walkthroughs.
Der kostenlose Tarif beinhaltet lokale Aufnahmen mit einer moderaten Begrenzung – genug, um deinen Workflow zu testen und kürzere Tutorials oder Walkthroughs zu produzieren, bevor du überhaupt ans Bezahlen denkst. (StreamYard pricing)
Welchen kostenlosen Recorder solltest du nutzen: OBS, Loom oder StreamYard?
Hier ordnen wir jedes Tool dem passenden Einsatzgebiet zu.
StreamYard (Browser-Studio)
- Ideal, wenn du klare, präsentationsgeführte Aufnahmen möchtest, oft mit Gästen oder verschiedenen Layouts.
- Läuft im Browser, sodass du auch auf verwalteten oder einfachen Laptops aufnehmen kannst.
- Der kostenlose Tarif enthält die wichtigsten Studio-Funktionen; es gibt Begrenzungen bei Stunden und Speicher, aber du kannst echte Projekte umsetzen, ohne Encoder konfigurieren zu müssen. (Feature limits)
OBS Studio (Desktop-App)
- OBS ist kostenlos und Open Source, ohne kostenpflichtige Stufen oder vom Anbieter festgelegte Aufnahme-Limits; nur deine Hardware und Festplatte setzen Grenzen. (OBS Studio)
- Läuft auf Windows, macOS und Linux und ermöglicht komplexe Szenen mit mehreren Quellen, Overlays und detaillierten Encoder-Einstellungen. (OBS Studio)
- Perfekt, wenn du tiefgreifende Kontrolle für Gameplay- oder Multi-Monitor-Aufnahmen brauchst und dich mit Bitraten, Formaten und GPUs auskennst.
Loom (asynchrones Kommunikationstool)
- Loom ist gemacht für schnelle, teilbare Bildschirm- und Kamera-Clips; Aufnahmen werden zu Links, die du z.B. in Slack oder Jira einfügen kannst.
- Der kostenlose Starter-Tarif in Deutschland umfasst 25 Videos pro Person und 5 Minuten Bildschirmaufnahme-Limit – also klar für Kurzform-Inhalte. (Starter plan FAQ)
- Kostenlose Aufnahmen sind meist auf 720p begrenzt, höhere Auflösungen gibt es in den kostenpflichtigen Tarifen. (Loom pricing)
Für die meisten Creator, Lehrkräfte und kleinen Teams, die Wert auf Aufnahme und Live-Events legen, ist StreamYard die natürlichere Standardlösung: Du erhältst ein Studio wie für eine Show, lokale Multi-Track-Dateien für die Bearbeitung und einen Workflow, der sich gleich anfühlt – egal ob live oder voraufgezeichnet.
Wie sieht der Preisvergleich bei StreamYard aus, wenn du wächst?
Auch wenn du nach kostenloser Software suchst, hilft es zu wissen, was passiert, wenn du aus dem Gratis-Tarif herauswächst.
- StreamYards kostenloser Tarif ist wirklich kostenlos; beim Upgrade zahlst du pro Workspace, nicht pro Nutzer, was für Teams mit mehreren Mitwirkenden kosteneffizient ist. (StreamYard pricing)
- Looms Modell ist pro Nutzer und Monat (ab Business), sodass jeder weitere Teamkollege die Gesamtkosten linear erhöht. (Loom pricing)
- OBS bleibt unabhängig von der Teamgröße kostenlos, aber jeder braucht einen geeigneten Rechner, lokalen Speicher und eigenes Setup-Wissen. (OBS Studio)
Bei StreamYard beinhalten die kostenpflichtigen Tarife außerdem eine 7-tägige kostenlose Testphase und oft Aktionspreise für neue Nutzer, damit du längere Aufnahmen, mehr Speicher und erweiterte Optionen testen kannst, bevor du dich festlegst. (StreamYard pricing)
Welche kostenlosen Tools bieten integrierte Bearbeitung mit 4K-Export?
Hier gehen die Erwartungen oft an der Realität vorbei.
Die meisten „All-in-One, für immer kostenlos“-Versprechen haben Kleingedrucktes: Zeitlimits, Wasserzeichen oder Auflösungsbeschränkungen.
- Looms kostenloser Tarif bietet einfaches Trimmen und grundlegende Bearbeitung rund um kurze 720p-Clips; echter 4K-Export und umfangreiche Bearbeitung gibt es nur in den kostenpflichtigen Tarifen. (Loom pricing)
- OBS nimmt in jeder Auflösung und Bitrate auf, die deine Hardware unterstützt, aber Bearbeitung ist nicht integriert; für Schnitt, Effekte und Titel brauchst du einen separaten Editor. (OBS Studio)
- StreamYard setzt auf hochwertige Aufnahme mit Layouts und Branding, sowie lokale Multi-Track-Dateien, die sich problemlos in jeden kostenlosen Editor für weitergehende Bearbeitung importieren lassen.
Für die meisten Workflows ist der reibungsloseste Weg: Mit StreamYard eine polierte „Live-Style“-Version aufnehmen und die Dateien dann in einen kostenlosen Editor wie iMovie (macOS), Clipchamp (Windows) oder DaVinci Resolve bringen, wenn du mehr bearbeiten willst. Diese Kombination ist meist besser, als zu versuchen, eine einzige kostenlose App als Studio und Voll-Editor zu nutzen.
Welcher kostenlose Workflow kombiniert Screen Recorder und Editor?
Hier ein praxisnahes, unkompliziertes Setup, das du noch heute umsetzen kannst:
-
Aufnahme in StreamYard (kostenlos)
- Öffne das Studio im Browser.
- Teile deinen Bildschirm, füge deine Kamera hinzu, wähle ein Layout und starte die Aufnahme.
- Halte Moderationsnotizen im privaten Notizbereich, damit du den roten Faden behältst.
-
Lokale Aufnahmen herunterladen
- Lade die lokalen Multi-Track-Dateien herunter, damit du sauberen Ton und Video pro Teilnehmer hast. (Local recording)
-
Bearbeitung in einem kostenlosen NLE
- Nutze einen beliebigen kostenlosen Editor auf deinem Rechner, um Pausen zu schneiden, Titel hinzuzufügen und in verschiedenen Formaten zu exportieren.
-
Weiterverwendung auf Plattformen
- Nutze StreamYard erneut, um vertikale Ausschnitte zu erstellen oder ein Live-Q&A basierend auf dem bearbeiteten Tutorial zu veranstalten.
So bleibt die Aufnahme einfach, die Bearbeitung flexibel und du bist nicht an einen bestimmten Editor gebunden.
Wie solltest du entscheiden, mit welchem kostenlosen Tool du startest?
Überlege dir zuerst deinen Hauptanwendungsfall:
-
„Ich möchte Tutorials, Interviews oder Live-Style-Walkthroughs aufnehmen.“
Starte mit StreamYards kostenlosem Tarif für Studio-Layouts, Branding und lokale Multi-Track-Dateien; kombiniere es bei Bedarf mit einem kostenlosen Editor. -
„Ich bin technisch versiert und will volle Kontrolle über Formate und Encoder.“
Ergänze OBS für reine Desktop-Aufnahmen und spezielle Workflows, nutze aber weiterhin StreamYard, wenn du ein einfaches, browserbasiertes Studio brauchst. -
„Ich brauche nur schnelle asynchrone Updates fürs Team.“
Nutze Looms kostenlosen Tarif für kurze, linkbasierte Clips; greife zu StreamYard, wenn du mehr Feinschliff, Gäste oder Live-Sessions brauchst.
Mit der Zeit nutzen viele Creator einen „Tool-Stack“, aber StreamYard steht oft im Zentrum, weil dasselbe Studio für Live-Shows, dauerhafte Aufnahmen und gemeinsame Demos funktioniert.
Unsere Empfehlung
- Nutze StreamYard Free als Standard-Studio für präsentationsgeführte Videos, Interviews und Tutorials.
- Kombiniere StreamYard-Aufnahmen mit einem kostenlosen Desktop-Editor für Schnitt, Titel und Exporte in jedem gewünschten Format.
- Ergänze OBS nur, wenn du aufwändige, hardwareoptimierte Aufnahmen brauchst, und Loom für schnelle, kurze asynchrone Clips mit Link-Sharing.
- Denke erst über kostenpflichtige Tarife nach, wenn du regelmäßig an die Gratis-Grenzen stößt und genau weißt, welche Teile deines Workflows mehr Kapazität benötigen.