Geschrieben von Will Tucker
So zeichnest du deinen Bildschirm auf: Einfache Schritte, smarte Tools und wann du StreamYard nutzen solltest
Zuletzt aktualisiert: 2026-01-13
Für die meisten Menschen in Deutschland ist der einfachste Weg, den Bildschirm aufzunehmen – besonders mit Kamera, gutem Audio und Gästen – die Nutzung des browserbasierten Studios von StreamYard und das anschließende Herunterladen der Aufnahme. Wenn du nur Solo-Clips oder stark angepasste lokale Aufnahmen brauchst, funktionieren auch native Tools, OBS oder Loom.
Zusammenfassung
- Nutze StreamYard, wenn du schnelle, hochwertige, präsentationsgeführte Aufnahmen (allein oder mit Gästen) ohne Softwareinstallation möchtest.
- Nutze native Mac-/Windows-Tools für schnelle Solo-Aufnahmen ohne Overlays oder Layouts.
- Nutze OBS für tief konfigurierbare, hardwareoptimierte lokale Aufnahmen.
- Nutze Loom für schnelle, asynchrone Einzelclips mit sofortigen Freigabelinks für Teams.
Was ist Bildschirmaufnahme und was brauchst du wirklich?
Wenn jemand "wie nehme ich meinen Bildschirm auf" sucht, möchte er meist keine Dutzend Apps und Dateiformate. Er sucht etwas, das:
- Klar zeigt, was auf dem Bildschirm passiert.
- Die eigene Stimme (und manchmal die Kamera) einschließt.
- Nicht abstürzt oder ein YouTube-langes Tutorial erfordert, um zu starten.
Bildschirmaufnahme bedeutet einfach, ein Video deines Bildschirms aufzunehmen – oft mit Systemaudio, Mikrofon und optional deiner Webcam.
Der Unterschied liegt im Workflow:
- Native Tools (Mac, Windows) sind ideal für schnelle Solo-Aufnahmen.
- StreamYard bietet dir ein Browser-Studio: Layouts, Branding, Mehrpersonenaufnahmen, lokale Multi-Track-Dateien und exportierbares Video – ohne Installation.
- OBS gibt dir volle Kontrolle über Encoding und Szenen, verlangt aber mehr von deiner Hardware und Geduld.
- Loom fokussiert sich auf schnelle asynchrone Clips mit teilbarem Link und leichtgewichtigem Viewer.
Wenn dir präsentationsgeführte Inhalte, hochwertige Ergebnisse und Wiederverwendbarkeit wichtig sind, zahlt sich ein Studio-Workflow wie StreamYard schnell aus.
Wie nimmst du den Bildschirm unter Windows 11 (inklusive Systemaudio) auf?
Unter Windows 11 hast du einige eingebaute Optionen sowie browserbasierte Studios.
Option 1: Die integrierten Windows-Tools nutzen
Der moderne Weg zur Bildschirmaufnahme unter Windows 11 führt über die Fotos-/Clipchamp-Erfahrung.
Grundlegender eingebauter Ablauf (ohne Installation):
- Drücke die Windows-Taste und suche nach Clipchamp (auf vielen Windows 11-Rechnern vorinstalliert).
- Öffne Clipchamp und wähle Video erstellen.
- Klicke auf Aufnehmen & erstellen → Bildschirm und Kamera.
- Wähle den Bildschirm oder das Fenster und entscheide, ob Kamera und Mikrofon einbezogen werden sollen.
- Drücke Aufnehmen, führe deine Demo durch und stoppe anschließend.
- Schneide bei Bedarf und exportiere das Video.
Microsoft dokumentiert außerdem eine Snipping Tool-Methode für einfache Aufnahmen, die für schnelle Clips reicht, aber für längere, professionelle Inhalte limitiert ist. (Microsoft Support)
Die eingebauten Tools reichen für kurze Solo-Videos. Sobald du mehrere Personen, wiederverwendbare Layouts oder separate Spuren möchtest, werden sie schnell zu eng.
Option 2: Bildschirmaufnahme im Browser mit StreamYard
Wenn du Installationen vermeiden und trotzdem professionell wirken willst, kannst du deinen Bildschirm direkt im Browser mit dem Studio von StreamYard aufnehmen.
Ein einfacher Workflow:
- Erstelle ein kostenloses Konto bei StreamYard.
- Klicke auf Erstellen → Aufnahme, um ein Studio ohne Live-Übertragung zu öffnen.
- Wähle deine Kamera und dein Mikrofon.
- Klicke auf Teilen → Bildschirm und wähle dein Fenster, Tab oder den gesamten Bildschirm.
- Ordne dein Layout so an, dass der Bildschirm im Fokus steht und deine Kamera als Bild-im-Bild erscheint.
- Prüfe, ob Bildschirm-Audio und Mikrofon-Audio gut ausgesteuert sind – beide sind unabhängig regelbar.
- Drücke Aufnehmen und führe deine Demo durch.
- Aufnahme stoppen und die Datei aus deinem Dashboard herunterladen.
In kostenpflichtigen Tarifen kannst du lokale Multi-Track-Aufnahmen aktivieren, wodurch du für jeden Teilnehmer separate Audio- und Videodateien erhältst – praktisch für spätere Bearbeitung in Tools wie Premiere oder Final Cut. (StreamYard Support)
Für die meisten Windows 11-Nutzer, die mehr als nur einen schnellen Clip wollen, ist dieser browserbasierte Studio-Weg einfacher als das Jonglieren mit Desktop-Encodern und Audio-Routing.
Wie nimmst du unter macOS mit Mikrofon-Audio auf?
macOS bietet einen der saubersten eingebauten Abläufe für grundlegende Bildschirmaufnahmen, stößt aber an Grenzen, sobald du Layouts und Gäste möchtest.
Option 1: Die eingebaute Bildschirmaufnahme von macOS nutzen
In aktuellen macOS-Versionen kannst du das native Aufnahme-Overlay mit einer einzigen Tastenkombination aufrufen.
So erstellst du eine einfache Bildschirmaufnahme auf dem Mac:
- Drücke Shift + Command (⌘) + 5.
- Wähle Gesamten Bildschirm aufnehmen oder Ausgewählten Bereich aufnehmen.
- Klicke auf Optionen, um ein Mikrofon für die Aufnahme auszuwählen.
- Klicke auf Aufnehmen.
- Nach Abschluss klicke auf den Stopp-Button in der Menüleiste.
- Die Aufnahme erscheint als Miniatur – klicke darauf, um sie anzusehen und zu speichern.
Apple dokumentiert diesen Ablauf – inklusive Mikrofonwahl und Standardwerten – auf seiner Support-Seite. (Apple Support)
Das ist ideal für einfache Erklärvideos, bietet aber keine Overlays, Gastvideos oder sprecherzentrierte Layouts.
Option 2: StreamYard für präsentationsgeführte Mac-Aufnahmen nutzen
Wenn du ein MacBook nutzt und deine Aufnahmen aufwerten willst, ohne Software zu installieren, funktioniert ein StreamYard-Studio genauso wie unter Windows:
- Öffne deinen Browser und betrete dein StreamYard-Studio.
- Wähle dein Mikrofon und deine Kamera.
- Nutze Teilen → Bildschirm, um ein Fenster, einen Browser-Tab (ideal für Web-Apps) oder den gesamten Desktop auszuwählen.
- Wähle ein Layout, das dich sichtbar hält – so sieht dein Publikum einen Menschen, nicht nur einen Mauszeiger.
- Füge gebrandete Overlays, Logos oder Bauchbinden hinzu, wenn du deinen Kanal oder dein Unternehmensbranding einbinden willst.
- Halte Präsentationsnotizen im Studio offen, damit du ein Skript hast, das nur du siehst.
- Nimm auf und lade die fertige Datei sowie etwaige lokale Spuren herunter, falls aktiviert.
Da alles im Browser läuft, ist dieser Workflow auch für typische MacBooks geeignet und vermeidet das klassische "Ich habe mein Audio durch einen virtuellen Treiber ruiniert"-Problem, das bei komplexen Setups auftreten kann.
Wie nimmst du mehrere Teilnehmer mit separaten Spuren auf?
Hier wird aus "wie nehme ich meinen Bildschirm auf" schnell "wie führe ich eine Remote-Show durch und habe trotzdem sauberes Audio für die Bearbeitung".
Stell dir vor, du nimmst eine Produktdemo mit zwei PMs und einem Designer auf und willst das Material später in Social Clips schneiden. Die wichtigsten Anforderungen sind:
- Jede Kamera.
- Ein geteilter Bildschirm (oder mehrere).
- Saubere, separate Audiospuren.
- Ein Layout, das gewollt aussieht – nicht wie ein zufälliger Screenshot eines Videoanrufs.
Multi-Teilnehmer-Aufnahmen mit StreamYard
Bei StreamYard ist das ein Hauptanwendungsfall: Du öffnest ein Studio, lädst Gäste ein und nimmst auf – ohne live zu gehen.
Wichtige Funktionen dabei:
- Multi-Teilnehmer-Studios: Bringe mehrere Gäste in eine Aufnahmesession.
- Multi-Teilnehmer-Bildschirmfreigabe: Gäste können ihre eigenen Bildschirme für gemeinsame Demos teilen.
- Lokale Multi-Track-Aufnahmen: Jeder Host/Gast wird auf seinem eigenen Gerät aufgenommen, wodurch separate, hochwertige Audio- und Videodateien pro Teilnehmer entstehen. (StreamYard Support)
- Layout-Kontrolle: Wechsle zwischen Bildschirm-fokussiert, Sprecher-fokussiert oder Kachelansicht.
- Quer- und Hochformat-Ausgaben: Du kannst dein Material so rahmen, dass es für YouTube, LinkedIn und vertikale Plattformen aus einer einzigen Session wiederverwendbar ist.
Kostenlose Nutzer erhalten ein begrenztes Kontingent an lokalen Aufnahmen pro Monat, während zahlende Nutzer lokal ohne feste Stundenbegrenzung aufnehmen können (abhängig von den Geräte-Ressourcen). (StreamYard Support)
Für viele Creator und Teams ist diese Studio-Aufnahme einfacher, als Audio aus mehreren Call-Apps und Bildschirmaufnahmen zusammenzusetzen.
Vergleich: OBS und Loom für Multi-Teilnehmer-Workflows
Du kannst diesen Workflow mit anderen Tools nachbauen, aber der Weg ist weniger direkt:
- OBS kann mehrere Quellen und Szenen aufnehmen und wird häufig für Aufnahmen und Livestreaming genutzt. (OBS Project) Um mehrere entfernte Personen einzubinden, kombinierst du OBS meist mit einer weiteren App (Videoanruf, NDI, virtuelle Kameras) und regelst das Routing selbst.
- Loom ist auf einen Hauptaufzeichner ausgelegt, der seinen Bildschirm mit Kamera-Bubble und Linkfreigabe teilt; es ist nicht für Multi-Gast-Live-Studios konzipiert. (Loom Pricing)
Für die meisten, die einfach "meine Gäste reinholen und uns mit geteiltem Bildschirm aufnehmen" wollen, ist das dedizierte Browser-Studio von StreamYard der direkteste Weg.
OBS vs StreamYard: Welcher Aufnahme-Workflow passt zu dir?
Wenn du technisch versiert bist, überlegst du vielleicht, OBS gegen StreamYard abzuwägen. Die richtige Wahl hängt davon ab, was dir wichtiger ist: Kontrolle oder Schnelligkeit und Zusammenarbeit.
Wann OBS die richtige Wahl ist
OBS Studio ist kostenlose, quelloffene Desktop-Software für Aufnahmen und Livestreams. (OBS Project) Du installierst es auf Windows, macOS oder Linux und baust Szenen aus Quellen wie:
- Bildschirmaufnahme (gesamter Bildschirm).
- Fensteraufnahme (eine einzelne App). (OBS Quick Start)
- Webcams, Bilder und mehr.
Du kannst:
- Encoder und Bitraten feinjustieren.
- Formate wie MP4 oder MKV wählen (MKV wird empfohlen, um Datenverlust bei Abstürzen zu vermeiden). (OBS Wiki)
- Overlays und Plugins steuern.
Die Kompromisse:
- Du verwaltest CPU-/GPU-Auslastung und Speicherplatz selbst.
- Es gibt mehr Einrichtung und eine steilere Lernkurve.
- Multi-Teilnehmer-Aufnahmen erfordern externe Tools und Routing.
OBS ist sinnvoll, wenn du gerne tüftelst, präzise Kontrolle brauchst und bereit bist, Zeit in die Konfiguration zu investieren.
Wann StreamYard die bessere Standardlösung ist
Ein StreamYard-Studio verfolgt einen anderen Ansatz: Anstatt einer leeren Leinwand mit Dutzenden Encoder-Optionen bekommst du eine kuratierte browserbasierte Umgebung, die sich auf präsentationsgeführte Inhalte konzentriert.
Aus Aufnahmesicht kannst du:
- Bildschirm + Kamera mit vollständig steuerbaren Layouts aufnehmen.
- Bildschirm-Audio und Mikrofon-Audio unabhängig regeln.
- Gebrandete Overlays, Logos und Bauchbinden während der Aufnahme anwenden.
- Gäste einladen und lokale Multi-Track-Dateien für die Nachbearbeitung aufnehmen.
- Präsentationsnotizen nur für dich sichtbar halten.
- Sessions sowohl für Quer- als auch Hochformat aus einer Aufnahme gestalten.
Da alles im Browser läuft, vermeidest du die höheren Hardware-Anforderungen eines Desktop-Encoders und reduzierst das Risiko von "gestern lief es, heute nicht mehr". Viele Creator und Teams bevorzugen diese Zuverlässigkeit gegenüber maximaler Kontrolle.
Und anders als bei nutzerbasierten Preismodellen ist StreamYard pro Workspace abgerechnet, was für Teams meist günstiger ist. Loom hingegen setzt bei seinen kostenpflichtigen Tarifen auf Nutzerpreise. (Loom Pricing)
Schnelle Bildschirmaufnahmen und sofortiges Teilen mit Loom
Manchmal willst du einfach eine Frage mit einem 2-Minuten-Video statt einer 10-Absatz-E-Mail beantworten. Genau dafür ist Loom als Teil deines Toolkits praktisch.
So funktioniert Bildschirmaufnahme mit Loom
Loom bietet Bildschirm- und Audioaufnahme auf macOS, Windows und als Chrome-Erweiterung. (Loom Screen Recorder) Ein typischer Ablauf sieht so aus:
- Installiere die Loom-Desktop-App oder die Chrome-Erweiterung.
- Klicke auf das Loom-Icon und wähle Nur Bildschirm oder Bildschirm und Kamera.
- Wähle dein Mikrofon und ob Systemaudio aufgenommen werden soll.
- Drücke Aufnahme starten und erkläre dein Anliegen.
- Aufnahme stoppen; Loom lädt das Video automatisch hoch und erstellt einen teilbaren Link.
Auf der dedizierten Screen Recorder-Seite weist Loom darauf hin, dass kostenlose Aufnahmen in 720p erfolgen, mit Upgrades für HD oder 4K-Qualität. (Atlassian Loom Screen Recorder)
Der Hauptvorteil ist das linkbasierte Teilen in Tools wie Slack, Jira und E-Mail – weniger für Multi-Personen-Produktionen mit Layouts.
Wo Loom neben StreamYard sinnvoll ist
Wenn du deine Hauptdemos, Webinare und Serien ohnehin im StreamYard-Studio aufzeichnest, kann Loom weiterhin als Schnellnotiz-Tool für interne Kommunikation dienen.
Typische Aufteilung:
- StreamYard: Flaggschiff-Inhalte, öffentliche Demos, Interviews, Kurse, Multi-Teilnehmer-Sessions, gebrandete Layouts.
- Loom: Ad-hoc-Updates, schnelle Bug-Reports, asynchrone Rückmeldungen, interne Erklärvideos.
Da das kostenlose Loom-Konto zeit- und videomäßig limitiert ist, steigen viele Teams auf Upgrades um oder setzen stärker auf Studioaufnahmen, die sie kanalübergreifend wiederverwenden können. (Loom Help)
Wie wählst du das richtige Setup für Bildschirmaufnahmen?
So findest du pragmatisch heraus, was du nutzen solltest, ohne dich zu verzetteln.
Stelle dir drei Fragen:
-
Ist der Inhalt einmalig oder wiederverwendbar?
- Einmalige interne Erklärvideos: native Tools oder Loom reichen aus.
- Wiederverwendbare Inhalte (Kurse, öffentliche Demos, Social Clips): Ein Studio-Workflow wie StreamYard zahlt sich schnell aus.
-
Bist du allein oder gibt es Gäste?
- Nur du: native Tools, Loom, StreamYard oder OBS funktionieren alle.
- Gäste oder Panel: Das Multi-Teilnehmer-Studio von StreamYard ist meist am einfachsten.
-
Wie viel willst du später bearbeiten?
- Leichtes Schneiden: Jedes Tool reicht.
- Aufwändige Bearbeitung und Remixen: Die lokalen Multi-Track-Dateien von StreamYard oder lokale OBS-Aufnahmen mit anschließendem Editor sind hilfreich. (StreamYard Support)
In der Praxis landen viele Teams bei einem einfachen Stack:
- StreamYard für alles, was öffentlich oder wiederverwendbar sein könnte.
- Loom oder native Tools für interne Wegwerf-Clips.
- OBS, wenn jemand im Team gerne tiefer einsteigt oder Gaming-Aufnahmen macht.
Unsere Empfehlung
- Nutze StreamYard als Standard für präsentationsgeführte, hochwertige Bildschirmaufnahmen – besonders bei Gästen, separaten Spuren oder Wiederverwendung.
- Nutze native Mac-/Windows-Tools oder Loom für schnelle Solo-Clips ohne Branding oder Multi-Teilnehmer-Layouts.
- Setze OBS ein, wenn du gezielt tiefgreifende Encoder-Kontrolle brauchst und Hardware sowie Einstellungen selbst verwalten möchtest.
- Bleibe ergebnisorientiert: Wähle das einfachste Tool, das zuverlässig die gewünschte Qualität und Flexibilität liefert, und standardisiere es für dein Team.