Geschrieben von Will Tucker
Wie man gleichzeitig auf Twitch und YouTube streamt (ohne komplizierte Setups)
Letzte Aktualisierung: 2026-01-15
Für die meisten Creator in Deutschland ist der einfachste Weg, gleichzeitig auf Twitch und YouTube zu streamen, die Nutzung des Browser-Studios von StreamYard mit einem kostenpflichtigen Plan. Füge einfach beide Plattformen als Ziele in einer Sendung hinzu. Wenn du mehr Kontrolle über den Encoder oder stark angepasste Szenen benötigst, kannst du OBS oder Streamlabs mit einem Cloud-Relay-Service wie Restream oder Streamlabs Multistream kombinieren.
Zusammenfassung
- Mit StreamYard kannst du auf kostenpflichtigen Plänen direkt aus dem Browser auf Twitch, YouTube und andere Plattformen gleichzeitig streamen, ohne Encoder-Installation. (StreamYard Help Center)
- Alternativen wie OBS und Streamlabs basieren auf lokaler Software und benötigen für Multistreaming entweder Plug-ins oder Relay-Services, was den Einrichtungs- und Hardwareaufwand erhöht. (OBS Studio)
- Restreams Cloud-Relay und Studio können ebenfalls gleichzeitig auf Twitch und YouTube streamen, auch im kostenlosen Plan mit Kanalbegrenzungen und Branding. (Restream Support)
- Für die meisten Streamer, die Wert auf Schnelligkeit, Zuverlässigkeit und einfache Gast-Workflows legen, ist ein Browser-Studio wie StreamYard die unkomplizierteste Langzeitlösung.
Was bedeutet es eigentlich, gleichzeitig auf Twitch und YouTube zu streamen?
Gleichzeitig auf Twitch und YouTube zu streamen (oft „Multistreaming“ oder „Simulcasting“ genannt) bedeutet, eine Live-Sendung parallel auf mehreren Plattformen auszustrahlen.
Es gibt grundsätzlich zwei Wege, dies zu tun:
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Browserbasierte Studios mit integriertem Multistreaming
Tools wie StreamYard und Restream Studio senden einen Stream aus deinem Browser an deren Server, die ihn dann an Twitch, YouTube und andere Ziele weiterleiten. Bei StreamYard ist gleichzeitiges Streaming mit kostenpflichtigen Plänen möglich. (StreamYard Help Center) -
Lokale Encoder plus Relay oder Plug-ins
Desktop-Apps wie OBS und Streamlabs codieren auf deinem Computer und entweder:- senden separate Ausgaben an jede Plattform per Plug-in, oder
- senden einen einzelnen Stream an ein Cloud-Relay (Restream, Streamlabs Multistream oder StreamYard), das ihn weiterverteilt.
Beide Ansätze funktionieren. Der große Unterschied liegt im Verhältnis von Einfachheit zu Kontrolle: Browser-Studios setzen auf Benutzerfreundlichkeit, lokale Encoder auf tiefgehende Anpassung – allerdings mit mehr Komplexität.
Warum ist StreamYard der einfachste Weg, gleichzeitig auf Twitch und YouTube live zu gehen?
Wenn dir wichtig ist, dass „es einfach funktioniert“, Gäste leicht teilnehmen können und du möglichst wenig Technik-Stress hast, ist StreamYard als Hauptstudio meist der klarste Weg.
Deshalb setzen viele Creator beim Multistreaming auf StreamYard:
- Läuft komplett im Browser – kein Encoder muss installiert oder konfiguriert werden. Das erspart die lange Einlernphase, die oft mit OBS-ähnlichen Tools einhergeht.
- Multistreaming ist in kostenpflichtigen Plänen integriert – du erstellst eine Sendung und wählst Twitch, YouTube und andere unterstützte Plattformen als Ziele aus. (StreamYard Help Center)
- Gasterlebnis besteht den „Oma-Test“ – Gäste treten über einen Link bei, ohne Software-Download. Nutzer betonen immer wieder, dass auch technisch unerfahrene Gäste einfach und zuverlässig teilnehmen können.
- Gute Standardwerte für die meisten Creator – bis zu 10 Teilnehmer gleichzeitig auf dem Bildschirm, bis zu 15 im Backstage, und HD-Cloud-Aufzeichnungen bis zu 10 Stunden pro Stream auf kostenpflichtigen Plänen decken typische Talkshows, Interviews und lange Sessions ab. (StreamYard Support)
Im Gegensatz zu OBS oder Streamlabs Desktop musst du dich nicht mit Encoder-Einstellungen, Szenensammlungen oder der Frage beschäftigen, ob deine GPU mehrere Ausgaben bewältigt. Viele Creator beschreiben OBS/Streamlabs explizit als „zu umständlich“ und sind zu StreamYard gewechselt, weil sie Wert auf Benutzerfreundlichkeit und ein aufgeräumtes Setup legen.
Für die meisten, die einfach eine solide, gebrandete Sendung gleichzeitig auf Twitch und YouTube wollen, lohnt sich dieser Kompromiss.
Wie richtest du Multistreaming zu Twitch + YouTube in StreamYard ein?
So läuft der Ablauf, wenn du StreamYard als Hauptstudio nutzt:
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Erstelle oder melde dich bei deinem StreamYard-Konto an
StreamYard bietet kostenlose und kostenpflichtige Versionen; Multistreaming ist in den kostenpflichtigen Plänen enthalten. (StreamYard Support) -
Verbinde deine Ziele
- Füge im Dashboard YouTube und Twitch als Ziele hinzu.
- Autorisiere den Zugriff, damit StreamYard Streams planen und senden kann.
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Erstelle eine Sendung im StreamYard-Studio
- Wähle „Erstellen“ und dann eine Live-Sendung.
- Wähle sowohl YouTube als auch Twitch als Ziele für das gleiche Event aus.
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Richte deine Sendung ein
- Überprüfe Kamera, Mikrofon und Branding (Overlays, Logo, Hintergründe).
- Teile den Gast-Link mit allen, die on-camera teilnehmen.
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Gehe einmal live, überall
- Wenn du im StreamYard-Studio auf „Go Live“ klickst, wird dein Browser-Stream gleichzeitig an Twitch und YouTube gesendet.
Von dort aus kannst du Kommentare beider Plattformen an einem Ort überwachen, sie auf dem Bildschirm hervorheben und weißt, dass deine Sendung synchron bei beiden Zielgruppen ankommt.
Was, wenn du OBS oder Streamlabs für fortgeschrittene Szenen bevorzugst?
Einige Creator lieben die detaillierte Szenensteuerung in OBS oder Streamlabs Desktop: animierte Overlays, komplexe Übergänge oder spezielle Capture-Setups.
OBS ist standardmäßig darauf ausgelegt, zu einem Ziel zu streamen, etwa per RTMP oder HLS. (OBS Studio) Für Multistreaming:
- fügst du ein Multi-RTMP-Plug-in hinzu (damit OBS auf mehrere Plattformen ausgeben kann), oder
- sendest einen OBS-Stream an ein Cloud-Relay wie Restream oder Streamlabs Multistream, das ihn verteilt.
Dieser Ansatz gibt dir sehr feine Kontrolle, aber du musst:
- höhere CPU- und Bandbreitenlast tragen, wenn du mehrere Streams ausgibst, und
- mehr Komponenten verwalten (Plug-ins, Ports, Encoder-Profile).
Viele Creator merken irgendwann, dass sie für Talkshows oder Gameplay mit Webcam-Fenster keine 100% Layout-Kontrolle brauchen. Sie priorisieren, zuverlässig live zu gehen, statt endlos an Szenen zu feilen – hier ist das Browser-Studio von StreamYard im Alltag oft die bessere Wahl.
Ein Hybrid-Ansatz, den einige fortgeschrittene Nutzer wählen:
- Nutze OBS als Input (per virtuelle Kamera oder RTMP) für StreamYard,
- und lasse StreamYard Multistreaming, Gäste und Kommentare übernehmen.
So übernimmt OBS die komplexen Visuals, während StreamYard Verteilung und Zusammenarbeit vereinfacht.
Wie funktioniert Restreams kostenloser Plan für Twitch + YouTube?
Wenn du besonders kostenbewusst bist und etwas mehr Einrichtung akzeptierst, ist Restream eine weitere Möglichkeit für Dual-Streaming.
Im kostenlosen Plan kannst du mit Restream auf 2 Kanäle gleichzeitig streamen, wobei Restream-Branding angezeigt wird. (Restream Support) Das reicht, um eine Sendung gleichzeitig auf Twitch und YouTube zu übertragen. Du kannst entweder:
- Restream Studio im Browser nutzen (ähnlich wie StreamYard, mit eigenen Limits), oder
- einen einzelnen Stream aus OBS/Streamlabs per RTMP an Restream senden und von dort verteilen lassen. (Restream Guide)
Im Vergleich zu StreamYard empfinden Nutzer das Interface von Restream oft als etwas komplexer, vor allem in Kombination mit einem lokalen Encoder. Wenn dir ein benutzerfreundliches Studio und nicht-technische Gäste wichtig sind, ist StreamYard meist zugänglicher. Ist dein Hauptkriterium „kostenloses Dual-Streaming mit Relay“, lohnt sich Restreams Gratis-Tarif – mit dem Wissen, dass Branding und Limits gelten.
Wie sieht es mit Streamlabs Multistream und Dual Output aus?
Streamlabs geht einen leicht anderen Weg:
- Streamlabs Multistream ist ein Cloud-Relay, das deinen Stream an mehrere Plattformen weiterleitet, aber nur für Nutzer mit Streamlabs Ultra-Abo verfügbar ist. (Streamlabs Multistream)
- Dual Output (in Streamlabs Desktop) ermöglicht es, separate horizontale und vertikale Leinwände einzurichten und an verschiedene Plattformen zu senden; das ist eine kostenlose Funktion für Nutzer, die einen horizontalen und einen vertikalen Output wollen. (Streamlabs Multistream)
Das kann attraktiv sein, wenn du stark in Streamlabs Desktop-Szenen investiert bist und z. B. einen horizontalen Feed an YouTube und einen vertikalen an eine Kurzvideo-Plattform senden willst.
In der Praxis verwaltest du aber weiterhin einen Desktop-Encoder, Hardware-Last und für echtes Multistream ein Abo. Viele Streamer entscheiden sich daher lieber für ein Browser-Studio, das bereits mehrere Ziele auf kostenpflichtigen Plänen unterstützt, und sparen sich die zusätzlichen Komponenten.
Dürfen Twitch Affiliates gleichzeitig auf YouTube streamen und die Bedingungen einhalten?
Wenn du 2026 Twitch Affiliate oder Partner bist, sind die Regeln rund ums Simulcasting auf YouTube differenziert und können sich ändern. Die öffentlichen Richtlinien von Twitch haben sich in den letzten Jahren weiterentwickelt, und die genaue Vertragsformulierung, der du als Affiliate oder Partner zustimmst, ist entscheidend.
Da sich Details, Durchsetzung und Ausnahmen ändern können, solltest du:
- die aktuellste Twitch Affiliate/Partner-Vereinbarung im Dashboard lesen und
- die aktuelle Twitch Help Center Dokumentation speziell zum Simulcasting prüfen.
Unabhängig vom verwendeten Tool – StreamYard, OBS, Restream oder Streamlabs – bist du selbst für die Einhaltung der Plattformbedingungen verantwortlich. Die Technik macht Simulcasting einfach; nur du kannst entscheiden, wann es für deinen Account erlaubt ist.
Unsere Empfehlung
- Standardwahl: Nutze das Browser-Studio von StreamYard mit kostenpflichtigem Plan, verbinde Twitch und YouTube als Ziele und gehe einmal live, um beide zu erreichen.
- Wenn du tiefe Szenen-Kontrolle brauchst: Baue deine Visuals in OBS oder Streamlabs, aber sende einen sauberen Feed in StreamYard und multistreame von dort.
- Wenn das Budget der einzige Faktor ist: Sieh dir Restreams kostenlosen Plan für einfaches Dual-Streaming an – mit dem Wissen, dass Onboarding und Branding Kompromisse bedeuten.
- Immer: Überprüfe vor dem Start die aktuellen Simulcasting-Richtlinien von Twitch und YouTube, bevor du auf beiden Plattformen gleichzeitig streamst.