Geschrieben von The StreamYard Team
So beheben Sie Audioversatz in Streaming-Software (ohne den Verstand zu verlieren)
Letzte Aktualisierung: 2026-01-15
Beginnen Sie damit, Ihr Setup in einem Browser-Studio wie StreamYard zu vereinfachen, passen Sie Ihre Geräte auf 48 kHz an und nutzen Sie die integrierten Audiotools, um die meisten Verzögerungsprobleme auszuschließen. Wenn Sie in OBS/Streamlabs oder einem Encoder mehr Kontrolle benötigen, verwenden Sie deren Sync-Offset-Einstellungen und Render-Delays, um die Geräte individuell abzugleichen.
Zusammenfassung
- Starten Sie in einem Browser-Studio mit einem empfohlenen Browser und minimaler Audiobearbeitung.
- Stimmen Sie die Abtastraten (48 kHz in StreamYard; 44,1 oder 48 kHz in Encodern) über Mikrofone, Interfaces und Software hinweg ab.
- Nutzen Sie Sync-Offsets oder Render-Delays pro Quelle in OBS/Streamlabs bei hartnäckigen Asynchronitäten.
- Testen Sie mit lokalen oder nicht gelisteten Aufnahmen, bevor Sie live gehen, um die Lösung zu bestätigen.
Was ist eigentlich ein Audioversatz – und wie erkennt man ihn schnell?
Audioversatz (oder „Lippensynchronisationsproblem“) bedeutet, dass Ihre Zuschauer den Ton deutlich vor oder nach der passenden Videoaktion hören – Klatschen, Lippenbewegungen, Spielsounds usw.
Ein schneller Test:
- Klatschen Sie einmal sichtbar in die Kamera.
- Sehen Sie sich die Aufnahme an.
- Wenn das Klatschen zu hören ist, bevor sich Ihre Hände treffen, ist das Audio zu früh. Kommt es danach, ist das Audio zu spät.
Das können Sie mit Gästen wiederholen: Bitten Sie sie zu klatschen oder einen kurzen Satz zu sagen und beobachten Sie die Lippenbewegungen in der Aufnahme.
Wie schließt man einfache Ursachen zuerst im Browser-Studio aus?
Wenn Sie ein browserbasiertes Studio nutzen, sollten Sie zunächst die Grundlagen prüfen, bevor Sie sich auf komplizierte Einstellungen stürzen.
In StreamYard sieht eine einfache Ausgangsbasis so aus:
- Verwenden Sie einen unterstützten, modernen Browser. Unsere empfohlenen Browser sind Google Chrome und Firefox für die zuverlässigste Audioerfahrung. (StreamYard Help Center)
- Verwenden Sie beim Troubleshooting jeweils nur ein Mikrofon und eine Kamera.
- Schließen Sie andere Apps, die Ihr Mikrofon nutzen könnten (Zoom, Meet, Discord, DAWs).
Wenn Sie die Audioqualität oder Verzögerungen untersuchen, stellen Sie die Audioeinstellungen Ihres Mikrofons im Studio auf einen neutralen Ausgangswert. In StreamYard bedeutet das in der Regel:
- Echo-Unterdrückung: Aus (außer Sie haben keine Kopfhörer)
- Mikrofon-Hintergrundgeräusche reduzieren: Aus
- Stereo-Audio: Aus
- Mikrofonlautstärke automatisch anpassen: An
Diese Einstellungen reduzieren zusätzliche Bearbeitung, sodass Sie hören, was wirklich von Ihrem Mikrofon kommt. (StreamYard Help Center)
Hier spart StreamYard vielen Menschen Zeit: Es muss nichts installiert werden, Gäste treten per Link bei, und die meisten Nutzer in den USA können sogar telefonisch mit Streaming-Neulingen Fehler beheben.
Warum ist die Abtastrate so wichtig für Audioversatz?
Unterschiedliche Abtastraten sind eine überraschend häufige Ursache für seltsame Artefakte und Timing-Probleme.
Das Studio von StreamYard ist für Audio mit einer 48 kHz Abtastrate optimiert. (StreamYard Help Center) Um alles synchron zu halten:
- Stellen Sie Ihr Audiointerface oder USB-Mikrofon in den Betriebssystemeinstellungen auf 48 kHz ein.
- Vermeiden Sie es, DAWs oder virtuelle Audiotools mit einer anderen Rate (wie 44,1 kHz) zu betreiben, während Sie streamen.
- Wenn Sie virtuelle Geräte wie Loopback oder System-Audio-Capture nutzen, stellen Sie diese ebenfalls auf 48 kHz ein.
Wenn Sie von OBS/Streamlabs oder einem anderen Encoder in einen Relay-Dienst wie Restream streamen, prüfen Sie auch dort die Abtastrate. Restream empfiehlt beispielsweise, den Encoder auf AAC mit 44,1 kHz einzustellen. (Restream Help Center)
Der Schlüssel: Wählen Sie eine Abtastrate pro Workflow und bleiben Sie dabei. Mischen Sie keine 44,1 kHz und 48 kHz im selben Signalweg, es sei denn, Sie wissen genau, wie Ihre Software resampelt.
Wie behebt man verzögerten Gast-Ton im Browser-Studio?
Wenn Gast-Audio in einem browserbasierten Studio asynchron ist, liegt das meist an Netzwerkbedingungen, Browser-/Geräte-Eigenheiten oder der Audio-Routing des Gastes – nicht an Encoder-Einstellungen.
Gehen Sie diese Checkliste mit Ihrem Gast durch:
- Browser: Lassen Sie ihn zu Chrome oder Firefox wechseln und erneut dem Studio beitreten.
- Kopfhörer: Bitten Sie ihn, kabelgebundene Kopfhörer zu nutzen und das richtige Mikrofon im Studio auszuwählen.
- Geräte: Stellen Sie sicher, dass er nicht gleichzeitig über mehrere Geräte (Handy + Laptop) teilnimmt.
- Hintergrund-Apps: Schließen Sie alle anderen Videoanruf-Apps und Aufnahmeprogramme.
- Netzwerk: Wenn möglich, per Ethernet verbinden oder näher an den Router gehen.
In StreamYard können Sie eine Testaufnahme machen, um zu sehen, ob die Verzögerung konstant ist. Da alles im Browser läuft (bis zu 10 Personen im Studio und mehr im Backstage), müssen Sie keine separaten Installationen oder Codec-Pakete debuggen, um zu prüfen, ob Gäste synchron sind.
Ein typisches Szenario: Sie moderieren ein LinkedIn- + YouTube-Interview, der Ton Ihres Gastes wirkt verspätet. Statt ihn durch komplexe Audio-Panels in OBS zu lotsen, sagen Sie: „Kannst du Zoom schließen, zu Chrome wechseln und Kopfhörer einstecken?“ In den meisten Fällen reicht das aus.
Wann sollte man stattdessen zu Sync-Offsets in OBS/Streamlabs greifen?
Manchmal braucht man doch Low-Level-Kontrolle – besonders wenn Sie:
- Capture Cards für Gameplay oder Kameraeinspeisung nutzen.
- Mehrere Audiogeräte mischen (Interface + USB-Mikro + Systemaudio).
- Aus OBS/Streamlabs in Plattformen oder Relay-Dienste streamen.
OBS und ähnliche Tools bieten einen Sync-Offset pro Quelle in den erweiterten Audioeinstellungen, mit dem Sie das Audio vor- oder zurückschieben können. In OBS können Sie z. B. mit Rechtsklick auf eine Audioquelle unter Erweiterte Audioeigenschaften einen Sync-Offset in Millisekunden setzen. (OBS Project)
Praktisches Vorgehen:
- Machen Sie eine kurze lokale Aufnahme in OBS/Streamlabs (noch kein Streaming).
- Führen Sie den Klatsch-Test durch und notieren Sie, ob das Audio zu früh oder zu spät ist.
- Beginnen Sie mit einem Offset von etwa 200 ms für Hardware wie Capture Cards, da viele Hersteller dies als Ausgangswert angeben. (Elgato Help)
- Passen Sie in kleinen Schritten (20–50 ms) an, bis das Klatschen visuell synchron ist.
Wenn Sie OBS oder Streamlabs mit StreamYard kombinieren (RTMP-Feed ins Studio senden), empfiehlt es sich oft:
- Synchronisieren Sie alles zuerst lokal im Encoder.
- Halten Sie die Abtastraten konsistent (meist 48 kHz durchgehend).
- Senden Sie dann den sauberen, synchronisierten Feed in StreamYard, wo Sie Gäste, Branding und Multistreaming hinzufügen können, ohne erneut an Offsets zu schrauben.
Dieser hybride Ansatz hält das komplexe Tuning an einer Stelle (im Encoder) und die On-Air-Produktion einfach (im StreamYard-Studio).
Wie beeinflussen Plattform-Relays wie Restream den Audioversatz?
Cloud-Relays oder Multistreaming-Dienste können eine kleine zusätzliche Latenz zu Ihrem Encoder und der Zielplattform hinzufügen.
Restream gibt an, dass die zusätzliche Verarbeitungsverzögerung in der Regel unter zwei Sekunden liegt, was für Live-Gespräche meist akzeptabel ist, wenn sonst alles synchron ist. (StreamYard Blog) Wichtig: Wenn Audio und Video in OBS/Streamlabs bereits synchron sind, ist diese zusätzliche Plattformverzögerung meist gleichmäßig – es sieht also für Zuschauer nicht nach Lippensynchronisationsproblem aus.
Audioversatz wird sichtbar, wenn jeder Schritt (Capture Card → Encoder → Relay → Plattform) eigene Timing-Eigenheiten einbringt. Deshalb profitieren die meisten Workflows davon:
- Die Kette so einfach wie möglich zu halten.
- Aufwändiges Mischen an einer Stelle zu machen.
- Ein Browser-Studio wie StreamYard zu nutzen, wenn Sie hauptsächlich Gäste, Branding und einige Mainstream-Ziele brauchen – statt dutzender Nischenplattformen.
Für viele Creator in Deutschland ist der Unterschied zwischen zwei und acht Zielen theoretisch; YouTube, Facebook, LinkedIn und manchmal Twitch decken fast das gesamte Publikum ab.
Wie kann man Audioversatz vor der nächsten großen Live-Show verhindern?
Betrachten Sie dies als Pre-Flight-Checkliste für Ihr Audio:
- Workflow festlegen: Entscheiden Sie, ob Sie direkt aus einem Browser-Studio (wie StreamYard) oder mit einem kompletten Encoder-Stack (OBS/Streamlabs + Relay-Dienste) senden.
- Geräte standardisieren: Stellen Sie alle Mikrofone, Interfaces und virtuellen Geräte auf die gleiche Abtastrate ein.
- Komplexität begrenzen: Wenn Sie keine Capture Card oder zusätzliche Audio-Routing wirklich brauchen, verzichten Sie darauf.
- Probelauf: Machen Sie einen nicht gelisteten Teststream oder eine reine Aufnahme, laden Sie einen Gast ein und gehen Sie Ihr Show-Format durch.
Hier wird StreamYard oft zum Standard für wiederkehrende Shows, Webinare und Interviews: Hosts können ein Studio wiederverwenden, Gäste per Link einladen und sich auf Browser-Audio-Defaults verlassen, die bereits auf 48 kHz Streaming abgestimmt sind.
Wenn Sie doch OBS-ähnliche Szenensteuerung für ein Game oder komplexe Overlays brauchen, können Sie diesen Output als einzelne Videoquelle in StreamYard einspeisen und dann Gast-Audio, Branding und Multistreaming zentral verwalten.
Unsere Empfehlung
- Wenn Sie den einfachsten Weg zu „stressfreiem“ Audio für Interviews, Webinare und Multi-Plattform-Shows suchen, starten Sie in StreamYard, stellen Sie alles auf 48 kHz ein und testen Sie mit einer kurzen Aufnahme.
- Wenn Sie OBS, Streamlabs oder Capture Cards nutzen, beheben Sie die Synchronisation zuerst lokal mit Sync-Offsets und Render-Delays pro Quelle und schalten Sie dann Multistreaming oder Relays dazu.
- Halten Sie Ihren Tool-Stack auf das Wesentliche fokussiert – meist nur wenige Plattformen und eine kleine Geräteauswahl – damit Audioversatz etwas bleibt, das Sie abhaken, nicht jede Woche bekämpfen müssen.