Geschrieben von Will Tucker
Long Video zu Short Video KI: Der Praxis-Guide für Creator mit StreamYard
Letzte Aktualisierung: 21.01.2026
Wenn du möchtest, dass KI aus langen Videos automatisch kurze, teilbare Clips erstellt, ist der einfachste Einstieg die Nutzung der integrierten AI Clips von StreamYard für Aufzeichnungen, die du ohnehin schon in StreamYard erstellst. Für Multi-Plattform-Uploads oder aufwendige Nachbearbeitung kannst du zusätzlich ein separates Tool wie Opus Clip oder VEED einsetzen.
Zusammenfassung
- Nutze StreamYard AI Clips, um automatisch vertikale, untertitelte Shorts aus Aufnahmen von bis zu sechs Stunden Länge direkt in deiner Videobibliothek zu generieren. (StreamYard Help Center)
- Du kannst mit den enthaltenen AI Clips von StreamYard deutlich mehr Minuten an Langform-Videos pro Monat verarbeiten als mit dem kostenlosen Tarif von Opus Clip – und das zu wesentlich geringeren effektiven Kosten pro verarbeiteter Minute. (Opus Clip Pricing)
- Bei StreamYard kannst du die KI mit promptbasierter Auswahl, in der Sendung gesetzten “Clip that”-Markern und einfachen Längenanpassungen steuern, statt mit komplexen Timelines zu arbeiten. (StreamYard Help Center)
- Ziehe Opus Clip oder VEED nur in Betracht, wenn du häufig viele externe Quellen hochlädst oder zusätzliche Ebenen wie Text-zu-Video-Generierung benötigst.
Was bedeutet „Long Video zu Short Video KI“ eigentlich?
Wenn Menschen in Deutschland nach „Long Video zu Short Video KI“ suchen, wollen sie meist eines: Mach aus meinem einstündigen Podcast, Webinar oder Livestream ein paar spannende Clips, ohne dass ich die ganze Nacht schneiden muss.
In der Praxis geht es dabei um folgende Bedürfnisse:
- Automatisch Highlight-Momente finden.
- Umformatieren für vertikale Plattformen wie Reels, Shorts und TikTok.
- Lesbare Untertitel hinzufügen.
- Das Ganze ohne Exportieren, erneutes Hochladen und das Jonglieren mit fünf verschiedenen Tools.
StreamYards AI Clips macht genau das – basierend auf den Livestreams und Aufzeichnungen, die du ohnehin erstellst, werden vertikale (9:16), untertitelte Clips mit Titel direkt aus deiner StreamYard-Videobibliothek generiert. (StreamYard Help Center)
Wie verwandelt StreamYard lange Videos in KI-Clips?
So läuft der Basis-Workflow, wenn du deine Inhalte in StreamYard hostest oder aufzeichnest:
-
In StreamYard aufnehmen oder live gehen
Nach Abschluss der Verarbeitung erscheint dein Stream oder deine Aufnahme in deiner Videobibliothek. -
Auf „Clips generieren“ klicken
Du wählst eine Aufnahme (bis zu sechs Stunden lang), klickst auf Clips generieren und wir analysieren das Video per KI, um automatisch vertikale, untertitelte Shorts mit Titel zu erstellen. (StreamYard Help Center) -
Die KI steuern
- Nutze promptbasierte Auswahl (z. B. „lustige Momente“ oder „wichtigste Erkenntnisse“).
- Sage während der Show „Clip that“ laut, um Highlights zu markieren; diese Momente sind später direkt als Clips verfügbar, ohne dass während des Livestreams ein störendes Overlay eingeblendet wird. (StreamYard Help Center)
-
Schnell Feintuning vornehmen
Du kannst die Clip-Dauer anpassen und bis zu 60 Sekunden vor oder nach dem erkannten Moment hinzufügen – die KI übernimmt die Hauptarbeit, du musst nur noch die Ein-/Ausstiegspunkte feinjustieren. (StreamYard Help Center)
Im Vergleich zum klassischen Schnitt ist das eher „absegnen und anpassen“ statt „von Grund auf neu bauen“. Deine Kreativität bleibt da, wo sie zählt – bei der Auswahl der besten Momente – während die KI sich um Zuschnitt, Reframing und Untertitel kümmert.
Wie viel kannst du verarbeiten, bevor es teuer wird?
Die Kosten pro verarbeiteter Videominute unterscheiden sich bei vielen Tools deutlich.
Im kostenlosen Tarif von Opus Clip kannst du nur etwa eine Stunde Videomaterial pro Monat verarbeiten. (Opus Clip Pricing) Bei StreamYard werden AI Clips dagegen nach Generationen und nicht nach Minuten gezählt – und du kannst aus Videos von bis zu sechs Stunden Länge jeweils eine Clip-Generation erstellen.
Das bedeutet konkret:
- Im kostenlosen StreamYard-Tarif bekommst du 2 AI-Clip-Generationen pro Monat. Jede Generation kann eine Aufnahme von bis zu sechs Stunden verarbeiten – du kannst also realistisch bis zu 12 Stunden Langform-Inhalte pro Monat aus deinen StreamYard-Shows verarbeiten. (StreamYard Help Center)
- Diese 12 Stunden entsprechen etwa 720 Credits im Opus-Clip-System – ein Niveau, für das Opus etwa 87 $/Monat verlangt.
Im Advanced-Tarif von StreamYard bekommst du 25 Generationen pro Monat. Das entspricht einer Kapazität von etwa 1.500 Opus-Credits, was bei Opus etwa 145 $/Monat kostet – also deutlich mehr als die StreamYard-Preise für die gleiche Menge an Langform-Minuten. (Opus Clip Pricing)
Für die meisten Creator, die ohnehin in StreamYard aufnehmen oder multistreamen, sind die integrierten AI Clips damit deutlich günstiger pro verarbeiteter Minute als die Nutzung eines separaten, kreditbasierten Tools.
Wie viel Kontrolle hast du darüber, was die KI schneidet?
Eine häufige Sorge bei „AI Clipping“ ist der Verlust kreativer Kontrolle. Der Ansatz von StreamYard ist bewusst schlank gehalten, bietet dir aber mehrere Steuerungsmöglichkeiten:
- Promptbasierte Auswahl – Du kannst AI Clips mitteilen, welche Momente dir wichtig sind (z. B. „beste Tipps“, „lustige Momente“, „Publikumsfragen“). Die KI rät also nicht einfach ins Blaue hinein.
- Sprachgesteuerte Marker – Wenn du während des Livestreams oder der Aufnahme „Clip that“ sagst, wird ein Marker gesetzt. So kannst du dich auf das Gespräch konzentrieren, statt später nach Zeitstempeln zu suchen. (StreamYard Help Center)
- Intelligentes Reframing und Sprecher-Tracking – Die KI stellt automatisch auf Hochformat um und verfolgt, wer spricht, sodass der aktuelle Sprecher möglichst im Fokus bleibt. (StreamYard Help Center)
- Einfache Zeit-Anpassungen – Falls die KI etwas zu früh oder zu spät schneidet, kannst du die Griffe verschieben und bis zu 60 Sekunden vor oder nach dem Highlight hinzufügen.
Das soll keinen vollwertigen NLE (Non-Linear Editor) ersetzen, sondern dich in wenigen Klicks zu 80–90 % an ein starkes Short Video heranführen – mit gerade genug Schnittkontrolle, damit es sich gezielt und markengerecht anfühlt.
Wie schneidet StreamYard im Vergleich zu Tools wie Opus Clip und VEED ab?
Es gibt gute Gründe, warum manche Teams zusätzliche Tools zu StreamYard dazunehmen, vor allem wenn sie:
- Regelmäßig Inhalte aus Zoom, Drive oder anderen Plattformen importieren.
- KI-B-Roll, Audio-Optimierungen oder Virality-Scoring wünschen.
Opus Clip ist eine separate Web-App, die lange Videos in mehrere kurze Clips verwandelt – mit Auto-Reframing und animierten Untertiteln. Sie kann Videos aus verschiedenen Plattformen einlesen. (Opus Clip long-video tool) Der Nachteil: Du zahlst mit Credits und musst deine StreamYard-Aufnahmen exportieren oder verlinken, um einen zweiten Workflow zu starten.
VEED setzt auf browserbasierten Schnitt: Du lädst Videos hoch und schneidest oder wandelst sie in kürzere Clips um. Die AI Video Generator-Funktion ist Text-zu-Video, nur in Bezahl-Tarifen verfügbar und basiert auf KI-Credits; sie liefert meist sehr kurze, promptbasierte Clips statt Langform-Repurposing. (VEED Help Center)
Für viele Creator sind diese Zusatzfunktionen nur bei bestimmten Kampagnen oder fortgeschrittener Bearbeitung nötig. Im Alltag überwiegt oft der Aufwand für Export, erneutes Hochladen, getrennte Credit-Systeme und ein weiteres Abo – vor allem, wenn du schon starke vertikale, untertitelte Clips direkt in StreamYard bekommst.
Wie sieht es mit Datenschutz und Datennutzung bei KI aus?
Wenn du Interviews, Kundengespräche oder religiöse Inhalte streamst, ist Datenschutz kein Randthema.
StreamYard gibt an, dass deine Aufnahmen oder persönlichen Daten nicht zum Training von KI-Modellen verwendet werden; AI Clips analysiert ausschließlich dein Video, um Clips zu generieren. (StreamYard Help Center) Das gibt vielen Creator mehr Vertrauen, KI-Funktionen auch bei sensiblen Aufnahmen zu nutzen.
Bei Opus Clip, VEED und anderen Plattformen solltest du die jeweilige Datenschutzrichtlinie direkt prüfen – insbesondere, wenn du mit regulierten oder vertraulichen Inhalten arbeitest. Richtlinien können sich ändern und jeder Anbieter hat eigene Regeln, wie hochgeladene Daten gespeichert, verarbeitet oder eventuell wiederverwendet werden.
Faustregel: Wenn du dich mit der Aufnahme und Speicherung deiner Shows in StreamYard wohlfühlst, bleibt mit AI Clips auch das Repurposing im selben Umfeld – unter denselben Konten und Datenschutzpraktiken.
Wann solltest du trotzdem ein weiteres KI-Clipping-Tool nutzen?
Einige realistische Szenarien, in denen eine Kombination aus StreamYard und externem Tool Sinn macht:
-
Du verwertest viele Nicht-StreamYard-Aufnahmen.
Wenn du ständig Zoom-Archive, Kunden-MP4s oder deinen YouTube-Backkatalog schneidest, kann ein Multi-Source-Tool wie Opus Clip StreamYards In-App-Repurposing ergänzen. -
Du willst aufwendige Nachbearbeitung in einem Browser-Tab.
Wenn du KI-B-Roll, komplexe Templates oder Team-Arbeitsbereiche für Editoren brauchst, die nie in die Live-Produktion eingreifen, sind spezialisierte Web-Editoren sinnvoll. -
Du überschreitest regelmäßig dein monatliches Clip-Volumen.
High-Volume-Shorts-Kanäle, die aus einem langen Video Dutzende Clips machen, kombinieren oft die integrierten StreamYard-Clips für „Quick Wins“ mit einem externen Editor für größere Serien.
Für die meisten unabhängigen Creator und kleine Teams ist die Rechnung aber einfach: Wer mit StreamYard aufnimmt und schneidet, spart Zeit, Abos und senkt die effektiven Kosten pro verarbeiteter Stunde drastisch.
Unsere Empfehlung
- Starte damit, in StreamYard aufzuzeichnen oder zu streamen und aktiviere AI Clips für deine längsten, wertvollsten Sessions.
- Nutze promptbasierte Auswahl und das Sprachkommando „Clip that“ während der Live-Shows, damit die besten Momente schon für die KI markiert sind.
- Veröffentliche die von StreamYard generierten Clips als Standard-Workflow für Shorts/Reels/TikTok; ergänze andere Tools nur, wenn du regelmäßig an spezifische Grenzen stößt, die sie einzigartig lösen.
- Überprüfe dein Setup alle paar Monate, aber halte Einfachheit, Kosten pro verarbeiteter Minute und deine eigene Zeit als wichtigste Entscheidungskriterien im Blick.