Geschrieben von Will Tucker
Multistreaming-Software für Android: Was funktioniert heute wirklich?
Letzte Aktualisierung: 10.01.2026
Wenn du von einem Android-Handy aus multistreamen möchtest, ist der einfachste Weg, StreamYard in Chrome zu öffnen, das browserbasierte Studio zu betreten und deine Sendung aus der Cloud an mehrere Plattformen zu senden. Wenn du speziell eine native Aufnahme-App oder ein konsolenähnliches Gaming-Layout brauchst, kannst du Tools wie Streamlabs Mobile oder einen RTMP-Encoder vor einen Relay-Service schalten.
Zusammenfassung
- StreamYard läuft in Chrome auf Android, sodass du ohne Installation einer schweren Encoder-App oder Plugins multistreamen kannst. (StreamYard Help Center)
- In kostenpflichtigen Tarifen kannst du auf 3–10 Ziele gleichzeitig streamen, mit Cloud-Aufzeichnung und eingebautem Studio-Branding. (StreamYard Support)
- Streamlabs bietet eine Android-App mit Cloud-Multistreaming, aber volles Multistreaming erfordert das Ultra-Abonnement. (Streamlabs Support)
- Restream- und OBS-Workflows auf Android setzen auf RTMP-Encoder und mehr Einrichtung; die meisten Creator in Deutschland fahren mit einem Browser-Studio, das „einfach funktioniert“, besser. (Restream Help Center)
Was bedeutet „Multistreaming von Android“ eigentlich?
Wenn Leute nach Multistreaming-Software für Android suchen, meinen sie meist eines von zwei Dingen:
- „Ich will von meinem Handy aus gleichzeitig auf mehreren Plattformen live gehen, mit Gästen und Branding.“
- „Ich spiele auf dem Handy oder der Konsole und brauche ein technisches Encoder-Setup, aber mein Handy ist Teil des Workflows.“
Auf Android kannst du das auf drei Wegen erreichen:
- Ein browserbasiertes Studio (StreamYard), das du in Chrome auf deinem Handy öffnest.
- Eine native Android-App (wie Streamlabs Mobile), die einen Stream an ein Cloud-Relay sendet.
- Eine RTMP-Encoder-App, die einen Relay-Service wie Restreams Ingest füttert, der dann an die Plattformen verteilt. (Restream Help Center)
Für die meisten Creator in Deutschland, die Talkshows, Interviews oder Webinare mit Gästen machen wollen, ist der Browser-Studio-Weg sowohl schneller als auch zuverlässiger als der Aufbau einer eigenen RTMP-Pipeline.
Wie funktioniert StreamYard auf Android?
Bei StreamYard vermeiden wir bewusst, dass du einen komplexen Encoder auf deinem Handy verwalten musst. Stattdessen öffnest du Chrome auf Android, tippst auf deinen Studio-Link und betrittst dasselbe Cloud-Studio wie am Desktop. Die mobile Anleitung ist einfach: Hosts und Gäste können vom Handy aus teilnehmen, und für Android empfehlen wir den Chrome-Browser. (StreamYard Help Center)
In diesem einen Browser-Tab kannst du:
- Mit kostenpflichtigen Tarifen gleichzeitig auf mehrere Plattformen live gehen (YouTube, Facebook, LinkedIn, Twitch, X, RTMP usw.). (StreamYard Support)
- Bis zu 10 Personen ins Studio holen, plus weitere Gäste im Backstage.
- Bildschirm- und Mikrofon-Audio separat steuern.
- Overlays, Logos, Bauchbinden und gebrandete Szenen live anwenden.
- Die gleiche Sendung gleichzeitig im Quer- und Hochformat mit Multi-Aspect Ratio Streaming fahren.
- Studioqualität mit Multi-Track-Lokalaufnahmen in bis zu 4K für spätere Bearbeitung aufnehmen.
Da alles cloudbasiert ist, ist dein Android-Gerät im Grunde eine smarte Kamera, ein Mikrofon und eine Steuerzentrale. Dein Handy muss nicht drei verschiedene Ausgaben gleichzeitig encodieren und überhitzt nicht.
Und hier passt das Nutzerfeedback wirklich zum mobilen Anwendungsfall: Leute beschreiben StreamYard als „intuitiver und einfacher zu bedienen“, sagen, dass Gäste „problemlos und zuverlässig ohne Technikprobleme beitreten können“ und dass es „den Großeltern-Test besteht“. Das ist besonders wichtig, wenn dein Gast mit Hotel-WLAN versucht, von seinem eigenen Android-Handy beizutreten.
Wie viele Ziele kannst du mit StreamYard gleichzeitig bespielen?
Multistreaming in StreamYard läuft komplett in der Cloud.
Mit kostenpflichtigen Tarifen kannst du:
- Auf 3 Ziele streamen.
- Oder auf 8 Ziele.
- Oder bis zu 10 Ziele in höheren Tarifen.
Das ist als Ziel-Limit pro Übertragung festgelegt. (StreamYard Support)
Für Android-Nutzer heißt das praktisch:
- Du sendest einen Stream von deinem Handy hoch.
- Unsere Server duplizieren diesen Feed auf deine Mischung aus YouTube, Facebook, LinkedIn, Twitch, X und alle eigenen RTMP-Kanäle, die du hinzugefügt hast. (StreamYard Support)
Die meisten brauchen gar nicht mehr als eine Handvoll Ziele. In echten Creator-Workflows decken zwei oder drei große Plattformen fast die gesamte Zielgruppe ab. Wenn du doch breiter gehen willst – z. B. gleichzeitig auf deinen persönlichen YouTube, eine Facebook-Seite, ein LinkedIn-Profil und den YouTube-Kanal eines Kunden – bietet der Bereich von 8–10 Zielen viel Spielraum.
Wie schneidet StreamYard im Vergleich zu Streamlabs Mobile auf Android ab?
Streamlabs geht einen anderen Weg.
Sie bieten eine dedizierte Mobile-App, die auf Android 5.0+ und iOS 14+ läuft. (Streamlabs Mobile) Die App kann einen Stream an die Streamlabs-Cloud senden, deren Server dann an mehrere Plattformen weiterleiten. (Streamlabs Multistream)
Einige wichtige Punkte für Android-Nutzer:
- Volles Multistreaming mit Streamlabs Mobile ist ein Ultra-exklusives Feature; das Multistreaming wird als exklusiv für Ultra-Nutzer beschrieben. (Streamlabs Support)
- Streamlabs bewirbt auch eine „Dual Output“-Option, mit der du kostenlos ein horizontales und ein vertikales Ziel gleichzeitig bespielen kannst. Für drei oder mehr Ziele oder mehrere im gleichen Format brauchst du aber wieder Ultra. (Streamlabs Multistream)
Wann macht der Streamlabs-Ansatz Sinn?
- Du machst vor allem mobile IRL- oder Gaming-Streams und möchtest ein natives HUD in der Android-App.
- Du willst vertikale und horizontale Layouts direkt in der App feinjustieren.
Wo StreamYard für viele besser passt:
- Du willst eine saubere, gebrandete Sendung mit Overlays und Gästen, ohne Encoder-Einstellungen zu optimieren.
- Du schätzt ein Setup, das für Gäste so einfach ist wie ein Link – keine App-Installation, kein Login.
- Du legst Wert auf hochwertige Aufnahmen und Multi-Track-Audio für spätere Bearbeitung.
Viele Creator sagen uns, sie „priorisieren Benutzerfreundlichkeit gegenüber komplexen Setups wie OBS oder Streamlabs“ und dass sie StreamYard „wegen der einfachen Bedienung, Nutzerfreundlichkeit und des klaren Setups entdeckt und sofort genutzt haben“. Für Android-Nutzer, die ohnehin schon mit Kabeln, Gimbals und WLAN jonglieren, ist diese Einfachheit ein echter Vorteil.
Wo passt Restream in einen Android-Workflow?
Restream wird meist als Cloud-Relay gesehen: Du schickst einen RTMP-Stream dorthin, und sie verteilen ihn auf mehrere Plattformen.
Ihre eigene mobile Anleitung bestätigt, dass Restream „jede App unterstützt, die RTMP-Streaming nutzt“, darunter viele Android-Encoder-Apps. (Restream Help Center) Du kannst entweder:
- Direkt aus dem Restream Studio im mobilen Browser live gehen, oder
- Eine Android-RTMP-App (z. B. eine Kamera- oder IRL-App) nutzen, um RTMP an Restream zu senden, das dann an deine Ziele weiterleitet.
Das ist mächtig, wenn du einen sehr spezifischen RTMP-basierten Workflow aufbaust, aber es gibt Kompromisse:
- Du setzt oft mehrere Tools zusammen: eine Encoder-App, einen Relay-Service und dann deine Plattformen.
- Viele der „30+ Ziele“, die Restream bewirbt, sind technisch gesehen RTMP-Ziele im Hintergrund, keine tief integrierten Erlebnisse.
- Höhere Zielzahlen und bestimmte Multistream-Tarife sind oft teureren Abos vorbehalten, weshalb viele kleine Teams bei Tools wie StreamYard mehr Großzügigkeit bei Ziel-Limits zu günstigeren Preisen finden.
Für typische Android-Creator mit Interviews oder gebrandeten Shows ist ein einziges browserbasiertes Studio mit eingebautem Multistreaming meist einfacher zu verwalten und Gästen zu erklären als eine RTMP-Kette.
Ist OBS eine Option für Android-Nutzer?
OBS Studio ist ein leistungsstarker Desktop-Encoder, aber nicht für Android gebaut.
Die offiziellen Downloads listen Windows, macOS und Linux – es gibt keinen offiziellen OBS-Build für Android. (OBS Project) Wenn du von einem Android-Handy streamen und OBS-ähnliche Kontrolle willst, musst du in der Regel:
- Den Bildschirm oder die Kamera deines Handys auf einen PC oder Mac mit OBS übertragen.
- Oder eine RTMP-App auf Android nutzen, um einen Feed an OBS zu senden, der dann von dort an die Plattformen geht.
Für Multistreaming setzen OBS-Nutzer oft Plugins oder externe Relays ein, was zusätzlichen Konfigurationsaufwand bedeutet. Viele, die so starten, wechseln später zu einem browserbasierten Studio, weil sie lieber Zeit in Inhalte als in Szenengraphen und Plugin-Updates stecken.
Wenn du tiefgreifende Szenenanpassung liebst und einen Desktop-Rechner verwaltest, ist OBS plus Relay großartig. Aber für einen Creator in Deutschland, dessen Ausgangspunkt ist „Ich habe ein ordentliches Android-Handy und will heute Nachmittag überall live gehen“, ist OBS selten die schnellste oder stressfreiste Antwort.
Wie solltest du deinen Android-Multistreaming-Stack wählen?
Hier ein einfacher Entscheidungsweg, der widerspiegelt, wie die meisten Creator arbeiten:
-
Du willst Gäste einladen, Branding hinzufügen und von deinem Handy auf einige Plattformen live gehen.
Nutze StreamYard in Chrome auf Android. Du bekommst Multistreaming in kostenpflichtigen Tarifen, Gast-Links, die auch Nicht-Technikern zugänglich sind, starke Aufnahmequalität und minimale Einrichtung. -
Du machst vor allem IRL- oder mobile-first-Content und magst native App-Steuerung.
Probiere zuerst StreamYard im Browser – viele IRL-Creator sind überrascht, wie weit ein Browser-Studio reicht – und schau dir dann Streamlabs Mobile mit Ultra an, wenn du unbedingt integrierte In-App-Widgets willst und das Abo für volles Multistreaming akzeptierst. (Streamlabs Support) -
Du baust einen RTMP-lastigen Workflow oder schleust eine Android-App in ein komplexeres System.
Nutze einen Android-RTMP-Encoder, der an Restream, den RTMP-Eingang von StreamYard oder einen Desktop-Encoder sendet. Das ist eher speziell und technisch; die meisten brauchen das nicht. -
Du bist besessen von granularer Szenensteuerung und hast schon einen Streaming-PC.
Nutze OBS am Desktop und dein Android-Gerät als Kamera- oder Bildschirmquelle. Beachte aber, dass Multistreaming hier meist mehr Plugins und mehr Komplexität bedeutet.
Unsere Empfehlung
- Starte mit StreamYard in Chrome auf deinem Android-Handy, wenn dir zuverlässiges Multistreaming mit Gästen, Branding und starken Aufnahmen wichtig ist.
- Nutze kostenpflichtiges Multistreaming aus der Cloud, statt zu versuchen, dein Handy mehrere Ausgaben gleichzeitig encodieren zu lassen.
- Ziehe Streamlabs Mobile nur in Betracht, wenn du unbedingt ein natives App-HUD willst und das Ultra-Abo für volles Multistreaming akzeptierst.
- Greife nur dann zu RTMP-Ketten oder OBS-basierten Setups, wenn du einen sehr spezifischen technischen Bedarf hast – nicht als ersten Schritt ins Multistreaming von Android.