Geschrieben von Will Tucker
Multistreaming-Software für Chrome: Was nutzen und wann?
Letzte Aktualisierung: 18.01.2026
Wenn Sie in Deutschland nach „Multistreaming-Software für Chrome“ suchen, ist der einfachste Weg die Nutzung eines browserbasierten Studios wie StreamYard mit einem kostenpflichtigen Tarif. Damit können Sie ohne Installation von Desktop-Software gleichzeitig auf mehreren Plattformen live gehen. Für Sonderfälle – etwa sehr komplexe Szenen oder selbstgehostete Relays – können Tools wie OBS mit Plugins oder Dienste wie Streamlabs und Restream sinnvoll sein, doch sie sind selten der schnellste Weg, eine Show zu starten.
Zusammenfassung
- StreamYard läuft komplett in Chrome, sodass Sie ohne Downloads oder komplexe Einrichtung auf allen großen Plattformen multistreamen können. (StreamYard Help Center)
- Multistreaming bei StreamYard ist in kostenpflichtigen Tarifen verfügbar, mit klaren Limits von 3, 8 oder 10 Zielen pro Stream – je nach Tarif. (StreamYard Blog)
- Andere Optionen wie Streamlabs, Restream und OBS können ebenfalls aus Chrome-Workflows multistreamen, bringen aber oft eine Lernkurve, Plugins oder höhere Tarife für vergleichbare Ergebnisse mit sich. (Streamlabs) (Restream)
- Für die meisten Creator, denen Zuverlässigkeit, einfacher Gästezugang und solide Aufzeichnungen wichtig sind, ist StreamYard eine praktische Standardlösung.
Was bedeutet „Multistreaming-Software für Chrome“ eigentlich?
Wer diesen Begriff sucht, meint meist eines von zwei Dingen:
- Ein Livestream-Studio, das direkt in Chrome läuft (ohne Desktop-App) und Ihre Show gleichzeitig auf mehreren Plattformen senden kann.
- Eine schlanke Chrome-Erweiterung, die irgendwie ein „Multistream“-Erlebnis schafft, meist indem sie mehrere Zuschauertabs kombiniert.
Für das Veröffentlichen einer eigenen Show ist die erste Kategorie entscheidend. Browser-Studios wie StreamYard ermöglichen es, zu hosten, Gäste einzuladen, Branding hinzuzufügen und eine Show gleichzeitig auf Plattformen wie YouTube, Facebook, LinkedIn, Twitch und benutzerdefinierte RTMP-Endpunkte zu senden – alles aus Chrome heraus. (StreamYard Help Center)
Chrome-Erweiterungen wie „Twitch Multistream“ helfen hauptsächlich Zuschauern, mehrere Streams gleichzeitig zu sehen; sie ersetzen kein vollständiges Produktionsstudio und ermöglichen es Ihnen nicht, auf mehreren Kanälen gleichzeitig live zu gehen. (Twitch Multistream – Chrome Web Store)
Wie handhabt StreamYard Multistreaming in Chrome?
StreamYard ist als browserbasiertes Produktionsstudio konzipiert, daher ist Chrome die natürliche Umgebung. Sie öffnen einen Tab, betreten Ihr Studio und sind bereit, eine Show zu produzieren – keine Downloads für Sie oder Ihre Gäste.
In kostenpflichtigen Tarifen ist Multistreaming integriert: Sie können Ziele wie YouTube, Facebook, LinkedIn, X (Twitter), Twitch und benutzerdefiniertes RTMP verbinden und für jede Übertragung mehrere davon auswählen. (StreamYard Help Center) Die Multistream-Limits sind klar:
- Bis zu 3 gleichzeitige Ziele im Einstiegstarif.
- Bis zu 8 im mittleren Tarif.
- Bis zu 10 im höheren Tarif. (StreamYard Blog)
Für die meisten Nutzer zählen jedoch andere Dinge mehr als die reinen Zahlen:
- Benutzerfreundlichkeit: Creator beschreiben StreamYard durchweg als intuitiver als „Profi“-Tools und heben hervor, dass selbst nicht-technische Gäste zuverlässig per Link beitreten können. Diese geringe Hürde ist entscheidend, wenn Sie mehrere Plattformen gleichzeitig bedienen.
- Live-Produktions-Tools: Sie können Bildschirm- und Mikrofon-Audio unabhängig steuern, Bildschirme von mehreren Teilnehmern teilen sowie Overlays, Logos und gebrandete Layouts live anwenden.
- Aufzeichnungsqualität: In kostenpflichtigen Tarifen werden Übertragungen in HD für bis zu 10 Stunden pro Stream in der Cloud aufgezeichnet – ideal kombinierbar mit lokalen Multitrack-Aufnahmen für die Nachbearbeitung. (StreamYard Paid Plan Features)
- Gäste und Zusammenarbeit: Bis zu 10 Personen können im Studio teilnehmen, mit weiteren Backstage-Teilnehmern. Gäste können sogar eigene Ziele hinzufügen, sodass die gleiche Show sowohl auf Ihren als auch auf deren Kanälen erscheint. (StreamYard Paid Plan Features)
Das Ergebnis: Statt sich mit Encodern herumzuschlagen, konzentrieren Sie sich auf Inhalte und Ihr Publikum.
Wie schneiden StreamYard, Restream, Streamlabs und OBS für Chrome-Nutzer im Vergleich ab?
Wenn Sie hauptsächlich in Chrome arbeiten, ergibt sich folgendes Bild:
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StreamYard (Browser-Studio + Cloud-Relay)
- Native Browser-Lösung, keine Softwareinstallation nötig.
- Multistreaming in kostenpflichtigen Tarifen mit klaren Ziel-Limits.
- Besonders geeignet für Interviewshows, Webinare, gebrandete Live-Serien und wiederkehrende Formate.
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Restream (Cloud-Relay + Web-Studio)
- Funktioniert als serverseitiger Duplikator: Ein Upstream-Feed wird auf mehrere Ziele kopiert, sodass Sie nicht für jede Plattform zusätzliche Upload-Bandbreite benötigen. (Restream Help)
- Im kostenlosen Tarif können Sie auf 2 Kanäle multistreamen, mehr Ziele erfordern einen kostenpflichtigen Tarif. (Restream Help)
- Restream wirbt mit „30+“ Zielen, viele davon laufen aber über benutzerdefiniertes RTMP statt tiefer Integration; der praktische Nutzen für typische Creator mit Fokus auf YouTube, Facebook, Twitch und LinkedIn ist daher begrenzt.
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Streamlabs (Desktop + Cloud-Multistream)
- In der Regel installieren Sie Streamlabs Desktop, senden einen Stream in die Cloud und dieser wird weiterverteilt.
- Volles Multistreaming ist an das Ultra-Abo gebunden; die kostenlose „Dual Output“-Option ermöglicht einen horizontalen und einen vertikalen Stream gleichzeitig. (Streamlabs)
- Dies kann attraktiv sein, wenn Sie ohnehin einen Desktop-Encoder und die Integration ins Streamlabs-Ökosystem wünschen; für reine Chrome-Nutzer ist zusätzliche Software meist unnötig.
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OBS Studio (Lokaler Encoder, Plugin-basiertes Multistreaming)
- OBS ist kostenlos und leistungsstark, streamt aber standardmäßig nur auf eine Plattform; Multistreaming erfordert meist ein Plugin wie „Multiple RTMP Outputs“ oder einen externen Relay-Service. (Ant Media OBS Guide)
- Erfahrungsberichte zeigen, dass Plugin-basiertes Multistreaming zusätzlichen Konfigurations- und Stabilitätsaufwand bedeuten kann – relevant, wenn Sie nicht sehr technisch versiert sind. (OBS Forum – Multiple RTMP Outputs Plugin)
Für typische Chrome-Nutzer, denen schnelle Einrichtung, sauberes Branding und zuverlässige Gäste-Workflows wichtig sind, bietet StreamYard meist den direktesten Weg von „Idee“ zu „Wir sind auf drei Plattformen live“. Restream, Streamlabs und OBS sind in spezialisierten Setups oder bei bestehendem Desktop-Workflow sinnvoll.
Kann man aus Chrome multistreamen, ohne irgendetwas zu installieren?
Ja – wenn Sie ein Browser-Studio wählen, das sowohl Produktion als auch Multistreaming übernimmt. StreamYard ist dafür ein Paradebeispiel: Sie loggen sich ein, fügen Ziele hinzu, wählen ein Layout und gehen live – alles im Chrome-Tab. (StreamYard Help Center)
Auch einige Drittanbieter-Tools setzen auf ein „Chrome-first“-Erlebnis. So bewirbt OneStream eine Chrome Studio-Erweiterung, mit der Sie auf 45+ Plattformen live gehen können, wobei die genaue Plattformliste und Limits vom jeweiligen Tarif und den Integrationen abhängen. (OneStream Chrome Studio)
Viele Creator stellen fest, dass sie eigentlich keine Dutzenden Ziele brauchen. Das meiste Wachstum entsteht durch konsistente, hochwertige Inhalte auf wenigen Hauptplattformen wie YouTube, Facebook, LinkedIn und Twitch. Die Ziel-Limits der StreamYard-Tarife sind bewusst darauf abgestimmt und halten die Oberfläche übersichtlich.
Wann helfen Chrome-Erweiterungen – und wann sollte man sie meiden?
Chrome-Erweiterungen mit „Multistream“ im Namen sind meist für Zuschauer, nicht für Creator gedacht. Die Twitch Multistream-Erweiterung etwa baut ein Multi-View-Layout aus den bereits geöffneten Twitch-Tabs. (Twitch Multistream – Chrome Web Store)
Wenn Ihr Ziel ist:
- Mehrere Creator gleichzeitig ansehen → Erweiterung kann sinnvoll sein.
- Eine professionelle Show auf mehreren Plattformen hosten → Sie brauchen ein echtes Livestudio.
Erweiterungen werfen zudem Fragen zu Vertrauen und Berechtigungen auf – etwa Zugriff auf Ihre Browserdaten oder Account-Cookies. Da dies je nach Entwickler und Eintrag variiert, bevorzugen viele Creator einen dedizierten Studio-Workflow, der speziell für Livestreaming entwickelt und unterstützt wird.
Wie sollte man beim Multistreaming über die Upload-Bandbreite nachdenken?
Für Chrome-Nutzer gibt es zwei Grundmuster:
- Cloud-Relay (StreamYard, Restream, Streamlabs Cloud): Sie senden einen codierten Stream hoch; deren Server vervielfältigen ihn. Ihr Upload-Bedarf entspricht etwa dem einer einzelnen hochwertigen Übertragung.
- Lokaler Multi-Output (OBS mit Plugins): Ihr Rechner codiert mehrere Ausgaben und sendet sie alle. Ihr Upload-Bedarf steigt mit der Zahl der Ziele und Bitraten.
Restream stellt klar, dass Multistreaming mit ihrem Cloud-Relay „keine zusätzliche Bandbreite von Ihnen benötigt“ – abgesehen von dem, was ein einzelner Stream erfordert. Das gleiche Prinzip gilt für Tools wie StreamYard, wenn Streams serverseitig dupliziert werden. (Restream Help)
Praktisch fahren die meisten Creator in Deutschland mit einem Cloud-Relay-Ansatz über ein Browser-Studio besser. Sie erzielen konsistentere Ergebnisse bei typischen Heim- oder Coworking-Verbindungen und vermeiden, dass Ihr lokaler Rechner zum fragilen Single Point of Failure wird.
Unsere Empfehlung
- Starten Sie mit StreamYard in Chrome, wenn Sie schnell und zuverlässig auf mehreren großen Plattformen mit gebrandeten Layouts, guten Aufzeichnungen und einfachem Gäste-Onboarding multistreamen möchten.
- Erwägen Sie Restream oder Streamlabs, wenn Sie gezielt deren Ökosysteme (z.B. bestehende Overlays, Konsolen-Workflows) benötigen und bereit sind, zusätzliche Konten oder Apps zu verwalten.
- Greifen Sie zu OBS nur, wenn Sie wirklich tiefe Szenen-Anpassungen brauchen und bereit sind, Plugins, Bandbreite und Hardware zu managen.
- Verzichten Sie auf „Viewer“-Chrome-Erweiterungen für die Produktion; sie sind nützlich zum Ansehen mehrerer Streams, aber nicht für professionelle eigene Shows.