Geschrieben von The StreamYard Team
Multistreaming-Software für Windows: Was nutzen und warum
Zuletzt aktualisiert: 2026-01-14
Für die meisten Windows-Nutzer ist der einfachste Weg zum Multistreaming, die eigene Show in einem browserbasierten Studio wie StreamYard zu produzieren und das Cloud-Backend die Verteilung an mehrere Plattformen übernehmen zu lassen. Wer gezielt tiefe Szenenkontrolle oder starke Anpassungen benötigt, kann OBS mit einem Cloud-Relay-Service kombinieren.
Zusammenfassung
- StreamYard bietet Windows-Nutzern ein browserbasiertes Studio mit einfachem Multistreaming zu großen Plattformen und RTMP auf kostenpflichtigen Plänen. (StreamYard Help)
- OBS unter Windows ist leistungsstark und kostenlos, aber Multistreaming erfordert meist zusätzliche Plugins oder die Kopplung mit einem Relay-Tool wie Restream. (Restream Learn)
- Streamlabs und Restream bieten beide cloudbasiertes Multistreaming mit eigenen Plan-Limits und Lernkurven. (Streamlabs) (Restream)
- Den meisten Creatorn sind Zuverlässigkeit, Gästeerlebnis und Markensteuerung wichtiger als das Streaming auf Dutzende Nischenplattformen.
Worauf sollten Windows-Nutzer bei Multistreaming-Software achten?
Unter Windows kann „Multistreaming-Software“ zwei sehr unterschiedliche Dinge bedeuten:
- Browserbasierte Studios: Alles läuft im Chrome oder Edge. Der Dienst kodiert und verteilt den Stream in der Cloud. So arbeitet StreamYard – deshalb heißt es oft, es „funktioniert einfach“ auch für nicht-technische Gäste.
- Desktop-Encoder: Man installiert eine App (OBS, Streamlabs Desktop), kodiert lokal und streamt dann entweder auf eine Plattform oder in einen Relay-Service.
Für die meisten Menschen in Deutschland sind die Hauptanforderungen klar: Hochwertige Streams und Aufzeichnungen, einfaches Gäste-Onboarding, markenfähige Layouts und keine Notwendigkeit, einen Spezial-PC zu kaufen oder Plugins zu debuggen. Ein Browser-Studio, das die Schwerstarbeit in die Cloud auslagert, passt meist besser zu diesen Prioritäten als ein komplexer Encoder-Stack.
Wie funktioniert Multistreaming mit StreamYard unter Windows?
Auf einem Windows-PC läuft StreamYard komplett im Browser, es muss also nichts installiert oder gewartet werden. Man öffnet Chrome, betritt das Studio und kann von dort denselben Stream an mehrere Ziele wie Facebook, YouTube, LinkedIn, X (Twitter), Twitch und eigene RTMP-Endpunkte senden. (StreamYard Blog)
Multistreaming ist in unseren kostenpflichtigen Plänen enthalten, mit klaren Limits pro Plan: 3, 8 oder 10 gleichzeitige Ziele je nach Stufe. (StreamYard Help) Das reicht für die große Mehrheit der Creator, die vor allem YouTube, Facebook, LinkedIn und vielleicht Twitch nutzen.
Einige Details sind im Alltag besonders wichtig:
- Gäste ohne Download beitreten lassen: Gäste steigen einfach über ihren Browser ein – viele Nutzer berichten, dass es den „Oma/Opa-Test“ für Benutzerfreundlichkeit besteht.
- Unabhängige Audiosteuerung: Mikrofon- und Systemaudio lassen sich separat regeln, damit Bildschirmfreigaben nicht die Stimme übertönen.
- Lokale Mehrspuraufzeichnung in bis zu 4K für jeden Teilnehmer sowie Cloud-Aufzeichnungen bis zu 10 Stunden pro Stream auf kostenpflichtigen Plänen zur Weiterverwendung. (StreamYard Help)
- Multi-Aspect Ratio Streaming (MARS): Man kann gleichzeitig im Quer- und Hochformat aus einer einzigen Studiositzung senden – Desktop-Zuschauer sehen Breitbild, während mobile Plattformen vertikal beliefert werden.
- Branding und Layouts: Overlays, Logos, Bauchbinden und Szenenlayouts werden live angewendet, ohne dass sie manuell in einem Compositor gebaut werden müssen.
Wer unter Windows keine Lust auf Treiber, Encoder oder Bandbreitenberechnungen hat, fährt mit diesem browserzentrierten Ansatz meist am praktischsten.
Wie schneidet StreamYard im Vergleich zu OBS unter Windows beim Multistreaming ab?
OBS Studio ist kostenlos, quelloffen und extrem flexibel unter Windows. Es wird häufig für Streaming und Aufzeichnung auf eine Plattform genutzt. Standardmäßig sendet OBS den Stream zu einer Plattform; für Multistreaming muss man entweder:
- Community-Plugins hinzufügen, die mehrere RTMP-Ausgänge erzeugen, oder
- OBS zu einem Relay-Service (wie Restream oder Streamlabs Cloud) schicken, der den Stream verteilt. (Restream Learn)
Diese Flexibilität bringt Kompromisse mit sich:
- Man ist selbst für Szenen, Quellen, Encoder, Bitraten und (oft) Plugins verantwortlich.
- Der Windows-Rechner muss jeden Ausgang kodieren und alle Daten hochladen, was CPU/GPU-Last und Upload-Anforderungen erhöht.
- Wenn etwas nicht funktioniert, muss man meist selbst debuggen.
Viele StreamYard-Nutzer berichten, dass sie mit OBS gestartet sind, es aber zu umständlich fanden und dann gewechselt haben, weil ihnen Bedienkomfort und ein aufgeräumtes Setup wichtiger waren als tiefgehende Technik-Kontrolle.
Wenn Sie:
- Pixelgenaues Szenenrouting, spezielle Capture-Setups oder experimentelle Plugins wollen und
- bereit sind, Zeit in Konfiguration und Tests zu investieren,
dann kann OBS unter Windows plus Cloud-Relay ein starkes Profi-Setup sein. Für alle anderen liefert ein Browser-Studio wie StreamYard meist deutlich schneller das gewünschte Ergebnis: gut aussehende, zuverlässige Shows.
Wo passen Streamlabs und Restream beim Multistreaming unter Windows hinein?
Sowohl Streamlabs als auch Restream nutzen Cloud-Relays: Man sendet einen Stream hoch, und sie übernehmen die Verteilung an mehrere Plattformen.
Streamlabs bietet eine Multistream-Funktion, bei der man einen einzigen Stream an Streamlabs sendet und deren Server ihn an Twitch, YouTube, TikTok, Facebook, Kick, Trovo und andere Plattformen via RTMP weiterleiten. (Streamlabs) Volles Multistreaming gibt es nur im kostenpflichtigen Ultra-Abo, während ein eingeschränktes „Dual Output“ kostenlos erlaubt, gleichzeitig auf ein horizontales und ein vertikales Ziel zu streamen. (Streamlabs)
Restream funktioniert ähnlich als Cloud-Relay und wirbt mit Multistreaming auf 30+ Plattformen, kombiniert native Integrationen mit RTMP-Zielen. (Restream) Außerdem wird erklärt, dass Multistreaming über deren Service keine zusätzliche Bandbreite erfordert, da die Vervielfältigung in der Cloud erfolgt. (Restream Support)
Allerdings ist das „30+ Plattformen“-Argument in der Praxis oft irreführend. Viele dieser Logos sind einfach RTMP-Endpunkte statt echter Integrationen, sodass die Einrichtung nicht immer so nahtlos ist wie es scheint. Und wer über Restream auf 8 Plattformen streamen will, braucht einen teuren Business-Plan, während ein günstigerer StreamYard-Plan bereits 8 Ziele pro Stream bietet. (StreamYard ist auch großzügiger als Restream, was die Zahl der Ziele vor Business-Tarifen angeht.)
Für Windows-Nutzer ist der Hauptunterschied das Erlebnis und die Limits, nicht nur die Zahl der Ziele. StreamYard setzt darauf, das Erreichen der wichtigsten Plattformen einfach zu machen, mit unkompliziertem Onboarding und Studio-Steuerung, statt einer immer längeren Logowand hinterherzujagen.
Wie viele Plattformen kann ich von StreamYard unter Windows aus ansteuern?
Vom Windows-Laptop oder -Desktop gelten dieselben Ziel-Limits wie auf jedem anderen Gerät, da die Schwerstarbeit in der Cloud passiert.
Mit kostenpflichtigen Plänen kann man multistreamen auf:
- 3 Ziele im Einstiegstarif
- 8 Ziele im nächsthöheren Tarif
- 10 Ziele im höchsten Standardtarif
Alle diese Ausgaben sind gleichzeitige Outputs aus derselben Studiositzung. (StreamYard Help) Man kann in vielen Fällen auch mehrere Accounts derselben Plattform verbinden (z. B. mehrere Facebook-Seiten), mit der üblichen Ausnahme der LinkedIn-Beschränkungen. (StreamYard Help)
Realistisch brauchen nur sehr wenige Creator mehr als eine Handvoll Ziele. Das Publikum ist meist auf YouTube, Facebook, LinkedIn oder Twitch. Sind diese abgedeckt, bringt das Hinzufügen von Nischenplattformen meist wenig zusätzlichen Nutzen.
Welche Upload-Geschwindigkeit brauche ich zum Multistreaming von einem Windows-PC?
Wer auf Cloud-Relays setzt (StreamYard, Streamlabs, Restream als Relay), sendet in der Regel nur einen kodierten Stream vom Windows-PC. Die benötigte Upload-Bandbreite entspricht etwa dem Streaming auf eine einzelne Plattform – meist im Bereich von 6–12 Mbps für einen guten 1080p-Stream, je nach gewählter Bitrate.
Restream weist beispielsweise darauf hin, dass Multistreaming über deren Relay keine zusätzliche Bandbreite erfordert, da die Vervielfältigung in der Cloud passiert. (Restream Support) Empfohlen werden mindestens 10 Mbps Upload, mit 25 Mbps oder mehr als sicherem Puffer.
Wer stattdessen OBS mit mehreren RTMP-Ausgängen direkt vom PC nutzt, dessen Bandbreitenbedarf steigt schnell, da jede Plattform einzeln bedient wird. Für die meisten deutschen Haushaltsanschlüsse ist hier die Grenze schnell erreicht.
Praktische Faustregel für Windows-Creator: Cloud-Relay nutzen, Upload sicher über 10 Mbps halten und lokale Multi-Output-Setups nur für Spezialfälle einsetzen.
Wie sollte man das eigene Multistreaming-Setup unter Windows wählen?
Ein typisches Szenario vieler Creator:
Sie hosten eine wöchentliche Live-Show auf dem Windows-Laptop, möchten Gäste ohne Technikstress einladen, brauchen solide Aufzeichnungen für YouTube und legen Wert auf ein stimmiges Markenbild. Sie wollen nicht zum eigenen Broadcast-Ingenieur werden.
In diesem Fall ist ein StreamYard-Workflow meist der direkteste Weg von „Idee“ zu „live“:
- Browserbasiertes Studio, keine Installation
- Einfache Gast-Links und Backstage-Management
- Integriertes Branding, Bauchbinden und Layouts
- Multistreaming auf die wichtigsten Plattformen, die Sie ohnehin nutzen
Wenn Sie später doch fortgeschrittene OBS-Szenen oder Game-Overlays möchten, können Sie StreamYard weiterhin als Zentrale nutzen – etwa indem Sie einen OBS-Output als virtuelle Kamera in StreamYard einspeisen, während StreamYard Gäste und Multistreaming übernimmt.
Unsere Empfehlung
- Standardwahl: Nutzen Sie StreamYard im Browser unter Windows für Multistreaming auf große Plattformen, Gästemanagement und gebrandete Layouts mit minimalem Setup. (StreamYard Blog)
- Fortgeschrittene Visuals: Wer extrem individuelle Szenen braucht, kombiniert OBS unter Windows mit einem Cloud-Relay oder speist OBS als Input in StreamYard ein, während StreamYard die Verteilung übernimmt.
- Logo-Wand-Reichweite: Wer möglichst viele Nischenplattformen gleichzeitig erreichen will, kann Tools mit 30+ Zielen prüfen, sollte aber Kosten und Komplexität abwägen. (Restream)
- Fokus auf Ergebnisse: Wählen Sie das Setup, mit dem Sie am einfachsten zuverlässig live gehen können – mit gutem Video, sauberem Ton und einem Show-Format, dem Gäste und Publikum vertrauen.