Geschrieben von Will Tucker
Screen-Recording-Apps für schnelle Social-Media-Videos: StreamYard, Loom und OBS im Vergleich
Zuletzt aktualisiert: 2026-01-12
Für die meisten, die in Deutschland schnelle Social-Videos erstellen möchten, empfiehlt sich der browserbasierte Studio-Ansatz von StreamYard: Bildschirm, Kamera und Gäste aufnehmen und daraus kurze, vertikale Clips schneiden. Wer besonders technische, lokal gespeicherte Aufnahmen benötigt oder extrem einfache asynchrone Updates machen will, kann Tools wie OBS oder Loom ergänzend nutzen.
Zusammenfassung
- StreamYard bietet ein browserbasiertes Aufnahmestudio mit Bildschirmfreigabe, Layouts, Branding und lokalen Multitrack-Dateien – ideal, um daraus kurze Social-Clips zu erstellen. (StreamYard)
- Loom konzentriert sich auf schnelle, linkbasierte Bildschirm- und Webcam-Aufnahmen, begrenzt im kostenlosen Starter-Tarif jedoch auf 5 Minuten und 25 Videos. (Loom)
- OBS ist eine leistungsstarke, kostenlose Desktop-App mit umfangreichen Konfigurationsmöglichkeiten, besser geeignet für technisch versierte Nutzer, die volle Kontrolle über lokale Bildschirmaufnahmen wünschen. (OBS Studio)
- Für die meisten, die häufig Social-Clips erstellen, bieten StreamYards Layouts, lokale Multitrack-Aufnahmen und KI-gestütztes Clipping den reibungslosesten Weg von der Idee zum Posting. (StreamYard AI Clips)
Worauf kommt es bei schnellen Social-Media-Screen-Recordings an?
Wer nach „Screen Recording Apps für schnelle Social-Media-Videos“ sucht, will meist kein Videoingenieur werden. Es geht um:
- Ein Tool, das man in wenigen Minuten versteht und nutzen kann
- Klare, präsentationsgeführte Bildschirmaufnahmen (Gesicht + Bildschirm)
- Guter Ton ohne Codec-Gefummel
- Schnelle Möglichkeiten, Clips für Reels, Shorts oder TikTok zu schneiden und wiederzuverwenden
- Eine Lösung, die zuverlässig auf einem normalen Laptop läuft – kein Gaming-PC nötig
Deshalb ist ein browserbasiertes Studio wie StreamYard eine so starke Standardwahl: Bildschirmfreigabe, Layouts und gebrandete Overlays ohne Installation schwerer Software, und das Session-Output kann sowohl für horizontale als auch vertikale Formate wiederverwendet werden. (StreamYard)
Wie funktioniert Screen Recording für Social Videos mit StreamYard?
Bei StreamYard wurde das Studio so entwickelt, wie Menschen tatsächlich vor der Kamera präsentieren – nicht nur, wie Pixel vom Bildschirm aufgenommen werden.
Wichtige Funktionen für schnelle Social-Content-Produktion:
- Bildschirmfreigabe für Präsentierende. Du kannst deinen Bildschirm teilen und siehst sofort, wie es im Layout aussieht, während du durch ein Tutorial führst. Hosts und Gäste können während der Aufnahme Bildschirme teilen. (StreamYard Screen Sharing)
- Vollständig steuerbare Layouts. Wechsel zwischen Vollbildschirm, Bild-in-Bild mit Kamera oder Grid-Ansichten bei mehreren Präsentierenden – so lässt sich eine „Master“-Session aufnehmen und später in mehrere Clips schneiden.
- Unabhängige Audiosteuerung. Bildschirm- und Mikrofonton lassen sich getrennt regeln, damit laute App-Sounds deine Stimme nicht übertönen.
- Lokale Multitrack-Aufnahmen. In allen Tarifen können pro Teilnehmer separate Audio- und Videodateien lokal gespeichert werden – ideal, um Übersprechen zu korrigieren oder einzelne Clips im Editor zu isolieren. (StreamYard Local Recording)
- Sowohl Quer- als auch Hochformat-Outputs. Aus einer einzigen Aufnahmesession kannst du einen Querformat-Clip für YouTube und vertikale Cutdowns für Shorts, Reels und TikTok erstellen – ohne Neuaufnahme.
- Live-Branding während der Aufnahme. Overlays, Logos und On-Screen-Text lassen sich live hinzufügen, was den späteren Schnittaufwand reduziert.
- Nur für dich sichtbare Präsentationsnotizen. Du kannst Stichpunkte auf dem Bildschirm behalten, ohne dass sie in der Aufnahme erscheinen – ideal für kurze, prägnante Erklärvideos.
- Screen Sharing mit mehreren Teilnehmern. Mehrere Teammitglieder können im selben Studio Bildschirme teilen – perfekt für kollaborative Produktdemos, die später zu einer Social-Clip-Serie werden.
Da StreamYard im Browser läuft, entfallen die meisten Hardware- und Konfigurationsprobleme schwerer Desktop-Recorder – trotzdem sind Full-HD- oder sogar 4K-Lokalaufnahmen in den kostenpflichtigen Tarifen möglich. (StreamYard)
Welcher Screen Recorder eignet sich am besten für vertikale (9:16) Reels und TikToks?
Vertikale Videos sind heute Pflicht für Social Media, aber alles direkt in 9:16 aufzunehmen, wirkt oft beengt, wenn du einen Desktop-Bildschirm teilst.
Ein bewährter Workflow vieler Creator mit StreamYard:
- Aufnahme in sauberem 16:9-Layout: Kamera plus Bildschirm, wichtige Inhalte mittig platzieren.
- Aufnahme herunterladen und im Editor – oder mit KI-Tools – auf 9:16 zuschneiden.
- Durch das Umrahmen kannst du Gesicht, UI-Elemente oder beides je nach Plattform im Fokus behalten.
StreamYards AI Clips beschleunigt das noch: Die Funktion analysiert deine Aufnahmen und erstellt automatisch untertitelte Shorts und Reels, die direkt für vertikale Feeds bereit sind. (StreamYard AI Clips) Clip-Limits je nach Tarif ermöglichen es Gelegenheitsnutzern zu experimentieren, während Vielnutzer mehr Clips pro Aufnahme generieren können.
Loom und OBS können ebenfalls für vertikale Workflows genutzt werden, aber auf unterschiedliche Weise:
- Loom ist darauf ausgelegt, vollständige Aufnahmen per Link zu teilen, statt viele Social-Native-Clips aus einer langen Session zu schneiden. (Loom)
- OBS kann direkt in vertikalen Auflösungen aufnehmen, wenn du es entsprechend konfigurierst – bist aber komplett selbst für Szenendesign und Nachbearbeitung verantwortlich.
Für die meisten ist es schneller, einmal in StreamYard aufzunehmen und daraus mehrere vertikale Clips zu schneiden, als für jede Plattform einzeln aufzuzeichnen.
Wie kann ich 15–60 Sekunden lange Clips aus einer längeren Bildschirmaufnahme erstellen?
Drei Schritte führen zum Ziel: clever aufnehmen, Momente markieren und schnell clippen.
1. Clever aufnehmen mit einem Studio-Tool
In StreamYard kannst du deine Session in Kapitel gliedern: Intro, Demo-Abschnitt A, Demo-Abschnitt B, Outro. Durch Layout- und Overlay-Wechsel entstehen natürliche „Schnittpunkte“, die im Schnitt leicht zu finden sind.
2. Momente während der Aufnahme markieren
Halte Präsentationsnotizen mit Zeitstempeln oder kurzen Überschriften („Hook-Idee“, „Feature A Wow-Moment“) fest. Diese Notizen bleiben privat und helfen dir, starke Clips in Echtzeit zu erkennen.
3. Schnell clippen mit Automatisierung und leichtem Schnitt
StreamYards AI Clips erkennt automatisch Highlight-Momente und wandelt sie in kurze, untertitelte Clips für Kurzvideo-Plattformen um. (StreamYard AI Clips) Anschließend kannst du die Clips im Editor deiner Wahl verfeinern, Bildausschnitt und Länge anpassen und so das 15–60-Sekunden-Ziel erreichen.
Ein einfaches Beispiel: Du nimmst ein 20-minütiges Bildschirm-Tutorial mit Q&A in StreamYard auf. Danach generierst du einige AI Clips, wählst die besten 4–5 aus, schneidest sie auf Hochformat – und hast eine Woche Social-Posts, ohne weitere Aufnahmesessions.
Wie kann ich Systemaudio bei der Bildschirmaufnahme erfassen?
Systemaudio (also der Ton deines Computers) ist wichtig für Software-Demos, Musik-Apps oder alles, wo Ton Teil der Story ist.
- In StreamYard kannst du einen Browser-Tab oder ein Anwendungsfenster mit Ton teilen und diesen unabhängig vom Mikrofon abmischen, sodass Zuschauer beides klar hören.
- Looms Bildschirm- und Kameraaufnahmen enthalten Systemaudio für App-Demos, Auflösung und Länge hängen vom Tarif ab. (Loom)
- OBS bietet volle Kontrolle über Audioquellen, du musst aber die Audio-Ein- und Ausgänge manuell konfigurieren.
Für viele ist die einfache Steuerung von „Mikrofon“ und „Systemsound“ im Browserstudio deutlich unkomplizierter als das Feintuning mehrerer Audiogeräte in einem Desktop-Encoder.
Wann sollte ich StreamYard, Loom oder OBS für kurze Social-Videos nutzen?
Jedes Tool passt zu einem anderen Arbeitsstil. So findest du die richtige Wahl:
Nutze StreamYard, wenn…
- Du ein Studio-Gefühl willst – Layouts, Branding, mehrere Teilnehmer – ohne die Komplexität klassischer Produktionssoftware.
- Dir hochwertige Aufnahmen mit separaten lokalen Spuren wichtig sind, die du plattformübergreifend wiederverwenden kannst. (StreamYard Local Recording)
- Du planst, aus einer Aufnahme viele kurze Clips zu machen.
Nutze Loom, wenn…
- Du hauptsächlich schnelle, asynchrone Updates oder Feedbacks im Team verschickst.
- Dir die 5-Minuten- und 25-Video-Grenze im Starter-Tarif reicht oder du einen bezahlten Tarif mit unbegrenzter Aufnahmezeit und Speicher nutzt. (Loom Plans)
- Dein Ziel ein teilbarer Link ist, nicht eine aufwendig geschnittene Social-Kampagne.
Nutze OBS, wenn…
- Du dich mit Encodern, Szenen, Dateiformaten und lokalem Speicher auskennst.
- Du volle Kontrolle über Aufnahmeformat, Bitrate oder Multi-Source-Kompositionen auf deiner eigenen Hardware brauchst. (OBS Studio)
- Du bereit bist, die gesamte Nachbearbeitung und Wiederverwendung selbst zu übernehmen.
Viele Creator kombinieren tatsächlich Tools: Sie nehmen Studio-Content in StreamYard auf (einfach & hochwertig), nutzen Loom für interne Notizen und OBS für spezielle, fortgeschrittene Aufgaben.
Wie funktioniert die Preisgestaltung, wenn ein Team aufnimmt?
Für Einzelpersonen sind alle Tools erschwinglich. Im Team zählt, wie die Preise skalieren.
- Loom berechnet pro Nutzer, mit einem kostenlosen Starter-Tarif (0 $) und Business ab einem monatlichen Nutzerpreis – je mehr Teammitglieder aufnehmen, desto höher die Kosten. (Loom Pricing)
- OBS ist kostenlos, aber jeder Nutzer muss es lokal installieren und verwalten. (OBS Studio)
- Bei StreamYard wird pro Workspace abgerechnet, nicht pro Nutzer – das ist oft deutlich günstiger, wenn mehrere gemeinsam aufnehmen und produzieren. (StreamYard)
StreamYard bietet außerdem einen kostenlosen Tarif, kostenpflichtige Pläne mit 7-tägiger Gratis-Testphase und regelmäßige Sonderangebote für neue Nutzer – so kannst du den kompletten Workflow risikolos testen. (StreamYard)
Unsere Empfehlung
- Starte mit StreamYard als Haupt-Screen-Recording-Studio für Social, besonders wenn du eine Session in viele Clips verwandeln möchtest.
- Ergänze Loom, wenn dein Team oft schnelle asynchrone Updates braucht, bei denen ein teilbarer Link das Endprodukt ist.
- Nutze OBS nur, wenn du spezielle, fortgeschrittene lokale Aufnahmebedürfnisse hast und Zeit für ein technisches Setup investieren willst.
- Egal welche Kombination du wählst: Gestalte deinen Workflow so, dass eine hochwertige Aufnahmesession Wochen voller Social-Content liefert – nicht nur einen einzelnen Post.