Geschrieben von Will Tucker
Screen-Recording-Apps für Mitschriften im Unterricht: Was funktioniert wirklich?
Zuletzt aktualisiert: 2026-01-08
Für die meisten Studierenden in Deutschland ist der einfachste Weg, Vorlesungen aufzuzeichnen und daraus wiederverwendbare Lernnotizen zu machen, die Nutzung des Browser-Studios von StreamYard für klare Screen- und Kameraaufnahmen sowie automatisch organisierte Dateien. Wenn du nur einfache Einzel-Clips oder tiefgreifende Desktop-Kontrolle benötigst, können Tools wie Loom und OBS diesen Workflow für sehr spezielle Fälle ergänzen.
Zusammenfassung
- StreamYard ist ein schneller Weg, Vorlesungen direkt im Browser aufzuzeichnen – mit übersichtlichen Layouts und hochwertigen lokalen Spuren, die sich später leicht zum Lernen eignen. (StreamYard)
- Looms kostenloser Tarif eignet sich für kurze Bildschirmaufnahmen, aber das 5-Minuten-Limit und die Begrenzung auf 25 Videos machen es schwierig, längere Veranstaltungen ohne Upgrade zu erfassen. (Loom)
- OBS ist leistungsstark und kostenlos für Windows, macOS und Linux, setzt aber voraus, dass du dich mit Desktop-Software auskennst und große lokale Dateien verwalten kannst. (OBS)
- Ein einfaches System ist am besten: Wähle einen Hauptrecorder (StreamYard deckt die meisten Anforderungen ab) und ergänze ihn durch Notiz- und Datei-Organisationsgewohnheiten, die du das ganze Semester durchhalten kannst.
Worauf solltest du bei einem Screen Recorder für Mitschriften achten?
Wenn du im echten Klassenzimmer oder bei einer Zoom-Vorlesung auf Aufnahme drückst, zählen weniger die technischen Daten als vielmehr: „Funktioniert das einfach jedes Mal?“
Für die meisten Studierenden sind die wichtigsten Kriterien:
- Schneller Start: Kein IT-Ticket, keine Admin-Rechte, minimale Einrichtung.
- Klarer Ton und Bildschirm: Die Folien des Dozenten, dein Browser und dein eigenes Mikrofon sollten alle gut verständlich sein.
- Stabil auf einem normalen Laptop: Es muss auf alltäglichen Windows- oder macOS-Geräten laufen, nicht nur auf Gaming-PCs.
- Wiederverwendbare Dateien: Die Aufnahmen sollten leicht erneut angesehen, durchgespult und in Lernnotizen geschnitten werden können.
- Einfache Freigabe: Eine Datei an Kommilitonen oder Lerngruppen zu senden, sollte unkompliziert sein und kein weiteres Projekt.
StreamYard erfüllt diese Punkte, da es direkt im Browser läuft und dir ermöglicht, ein professionell wirkendes Studio ohne Downloads zu starten. (StreamYard) Loom und OBS können ebenfalls für den Unterricht funktionieren, sind aber für unterschiedliche Hauptaufgaben optimiert.
Warum ist StreamYard eine gute Standardlösung für die Aufzeichnung von Vorlesungen?
Bei StreamYard gestalten wir das Studio rund um ein präsentationsorientiertes Erlebnis – was sehr gut mit dem Ablauf einer Vorlesung übereinstimmt: ein Hauptbildschirm, eine erklärende Person und manchmal ein paar Teilnehmende.
Das ist für Mitschriften aus folgenden Gründen relevant:
- Browserbasiert, keine Installation: Du kannst StreamYard in Chrome öffnen, ein Studio betreten und deinen Bildschirm plus Kamera aufnehmen, ohne etwas herunterladen zu müssen. (StreamYard) Das ist praktisch auf schulverwalteten Laptops, auf denen du OBS nicht installieren kannst.
- Für Präsentierende sichtbares Screen-Sharing und Layouts: Du kannst deine Folien, einen Browser-Tab oder das Vorlesungsfenster als Hauptansicht behalten und deine Webcam für Kontext in die Ecke setzen. Die Layouts sind steuerbar, sodass das, was du siehst, auch in deiner Datei landet.
- Unabhängige Audiosteuerung: Du kannst Systemaudio (Vorlesungston) und dein Mikrofon separat regeln, damit geflüsterte Nebenbemerkungen die Vorlesung nicht übertönen.
- Lokale Mehrspuraufnahmen: Jede teilnehmende Person kann lokal als separate Audio- und Videospur aufgezeichnet werden – ideal, wenn du Lerngruppen-Sessions später bearbeiten möchtest. (StreamYard)
- Branding und Overlays: Du kannst einfache Overlays, Bauchbinden oder Themenlabels während der Aufnahme hinzufügen – praktisch, um Abschnitte wie „Klausur 2 Wiederholung“ zu markieren, ohne später viel schneiden zu müssen. (StreamYard)
- Quer- und Hochformat aus derselben Session: Wenn du vertikale Clips für TikTok oder Reels erstellen willst, kannst du eine Aufnahme planen, die in beiden Formaten funktioniert.
- Nur für dich sichtbare Präsentationsnotizen: Behalte eine private Liste mit Fragen oder Zeitmarken, die nur du siehst – perfekt, um später gezielt nachzuschauen.
In den kostenpflichtigen Tarifen unterstützt StreamYard Full HD (1080p) und sogar 4K lokale Aufnahmen – mehr als genug für Folien und Code-Demos. (StreamYard)
Wie schneidet StreamYard im Vergleich zu Loom und OBS für Unterrichtsaufnahmen ab?
Wenn du nach Screen-Recording-Apps für den Unterricht suchst, tauchen meist drei Namen auf: StreamYard, Loom und OBS. Sie nehmen alle deinen Bildschirm auf, passen aber zu sehr unterschiedlichen Arbeitsweisen.
StreamYard: Browser-Studio für Vorlesungen und Lerngruppen
- Läuft im Browser; keine Installation nötig. (StreamYard)
- Ermöglicht mehrere Teilnehmende und separate Spuren – ideal für Gruppenprojekte und Probepräsentationen. (StreamYard)
- Die Preisgestaltung erfolgt pro Workspace, nicht pro Nutzer, sodass ein Projektteam oder eine Studierendeninitiative gemeinsam günstiger alle Funktionen nutzen kann als bei nutzerbasierten Tools.
Loom: Schnelle asynchrone Clips und Mini-Erklärungen
- Looms Starter-Plan ist kostenlos, aber auf 5-Minuten-Bildschirmaufnahmen und etwa 25 Videos pro Person begrenzt, was eine kontinuierliche Vorlesungsaufzeichnung erschwert. (Loom)
- Kostenpflichtige Loom-Tarife heben diese Limits auf und bieten höhere Auflösungen sowie KI-gestützte Zusammenfassungen, aber die Preise gelten pro Nutzer und Monat – das summiert sich bei größeren Gruppen. (Loom)
- Loom eignet sich gut für 2- bis 3-minütige Erklärungen, ist aber weniger geeignet für lange, mehrteilige Unterrichtseinheiten.
OBS: Desktop-Recorder mit voller Kontrolle für Technikfans
- OBS ist kostenlose Open-Source-Software für Livestreaming und Bildschirmaufnahmen unter Windows, macOS und Linux. (OBS)
- Du kannst komplexe Szenen mit mehreren Fenstern, Overlays und fortgeschrittenen Encoder-Einstellungen bauen – mächtig, aber überfordernd, wenn du einfach nur eine Präsentation sichern willst.
- OBS speichert alles lokal: gut, wenn du deinen Speicherplatz im Griff hast, aber du bist selbst für Backups und das Teilen der Dateien verantwortlich.
Für die meisten Studierenden ist StreamYard der ideale Mittelweg: weniger eingeschränkt als Kurzform-Tools wie Loom Starter und deutlich einfacher zu bedienen als ein komplettes OBS-Setup.
Wie nutzt du StreamYard praktisch für Mitschriften im Unterricht?
Hier ein einfaches Beispiel:
Du bist in einer Zoom-basierten Statistikvorlesung auf deinem Laptop. Du möchtest eine Aufnahme, die du vor Prüfungen erneut ansehen kannst, plus ein paar schnelle Clips für ein gemeinsames Lerndokument.
Ein praktischer Workflow mit StreamYard sieht so aus:
- Tritt einem StreamYard-Studio im Browser bei. Öffne StreamYard, erstelle eine neue Aufnahmesession und wähle Mikrofon und Kamera aus.
- Teile das Vorlesungsfenster. Nutze die Bildschirmfreigabe, um das Zoom-Fenster oder das Foliendeck als Hauptquelle aufzunehmen. (Auf Laptops ist das unkompliziert; beachte, dass StreamYards Bildschirmfreigabe auf mobilen Browsern nicht unterstützt wird.) (StreamYard)
- Starte die Aufnahme (ohne live zu gehen). Du kannst aufnehmen, ohne irgendwo zu streamen – das ist nur für dein Archiv.
- Nutze Präsentationsnotizen für Zeitmarken. Wenn dein Dozent ein wichtiges Thema anspricht, notiere eine kurze Notiz im privaten Notizfeld mit einer ungefähren Zeitmarke wie „00:23 – Regressionseinführung“.
- Beende und lasse die Datei verarbeiten. Nach Abschluss hast du eine Cloud-Aufnahme plus lokale Spuren (bei kostenpflichtigen Tarifen), die du herunterladen und später in kürzere Clips schneiden kannst. (StreamYard)
Bei der Nachbereitung kannst du:
- Direkt zu den Themen springen, die du in deinen Notizen markiert hast.
- Kürzere Segmente (z.B. nur „Klausur 2 Formeln“) exportieren und mit Kommilitonen teilen.
- Die gleichen StreamYard-Layouts für Aufzeichnungen von Sprechstunden, Projektdurchläufen oder Gruppenpräsentationen wiederverwenden.
Welche Tools eignen sich für sehr lange Vorlesungen oder ganztägige Veranstaltungen?
Viele Hochschulkurse in Deutschland dauern 75–90 Minuten, einige Laborblöcke oder Workshops noch länger. So schlagen sich die Tools bei längeren Sessions:
- StreamYard in kostenpflichtigen Tarifen unterstützt lange Cloud-Aufnahmen mit per-Stream-Limits (meist bis zu 10 Stunden) und speicherbasierten Begrenzungen, plus unbegrenzte lokale Aufnahmen in den höheren Tarifen. (StreamYard)
- Loom Starter begrenzt jede Bildschirmaufnahme auf 5 Minuten und dein Workspace auf 25 Videos, sodass du bei langen Veranstaltungen ständig stoppen, starten und löschen müsstest. (Loom)
- OBS setzt keine Zeitlimits durch den Anbieter; die Länge deiner Aufnahme hängt hauptsächlich von der Leistung und dem Speicherplatz deines Laptops ab. (OBS)
Wenn du jede Woche viele lange Vorlesungen aufzeichnest, bietet dir ein StreamYard-basierter Workflow vorhersehbares Verhalten und Cloud-Backups, während OBS als optionaler, rein lokaler Recorder im Hintergrund laufen kann, wenn du ein leistungsstarkes Gerät und besondere Anforderungen hast.
Wie werden aus Aufnahmen bessere Notizen – und nicht nur mehr Dateien?
Das Aufzeichnen des Unterrichts ist nur die halbe Miete. Die andere Hälfte besteht darin, stundenlanges Videomaterial in etwas zu verwandeln, das du schnell wiederholen kannst.
Ein einfaches, praxistaugliches System:
- Lege deine „Homebase“ fest. Wähle einen Ordner oder Cloud-Speicher pro Kurs:
BIO201 > Recordings. Exportiere StreamYard- oder OBS-Dateien immer dorthin. - Dateien nach Datum und Thema benennen. Nutze ein einheitliches Muster wie
2026-02-05 – BIO201 – Photosynthese Wiederholung.mp4. - Leichte Strukturierung live hinzufügen. Markiere in StreamYard mit Overlays oder einfachem On-Screen-Text Abschnitte wie „Kapitel 3“ oder „Übungsaufgaben“, damit du später schneller durchscrollen kannst.
- Clips statt Marathon-Sessions. Statt komplette 90-Minuten-Vorlesungen erneut zu schauen, schneide 3–10-minütige Segmente für jedes Kernthema. Selbst einfache Schnittwerkzeuge reichen aus.
- Mit schriftlichen Notizen kombinieren. Halte zu jeder Vorlesung ein einseitiges Dokument mit Zeitmarken und 3–5 wichtigsten Stichpunkten fest. Dein zukünftiges Ich wird es dir danken.
Wenn dein Aufnahmetool einfach und vorhersehbar ist – wie ein Browser-Studio, das du von jedem Campus-Computer starten kannst – wirst du dieses System eher das ganze Semester durchhalten.
Unsere Empfehlung
- Nutze StreamYard als primären Screen Recorder für Vorlesungen und Lerngruppen, wenn du saubere Layouts, browserbasierten Zugriff und wiederverwendbare lokale Spuren möchtest.
- Ergänze Loom nur, wenn du sehr kurze, teilbare Clips für schnelles asynchrones Feedback oder Projekt-Updates brauchst.
- Verwende OBS auf einem gut ausgestatteten eigenen Rechner, wenn du gezielt tiefe Kontrolle über Encoding und Szenen willst und die Verwaltung lokaler Dateien kein Problem ist.
- Egal welches Tool du wählst: Baue einen wiederholbaren Workflow für Organisation, Schnitt und Annotation der Aufnahmen auf, damit sie zu echten Lernressourcen werden – und nicht nur zu digitalem Ballast.