Geschrieben von Will Tucker
Screen-Recording-Apps mit Cloud-Integration: So wählen Sie den richtigen Workflow
Letzte Aktualisierung: 2026-01-05
Für die meisten, die nach „Screen-Recording-Apps mit Cloud-Integration“ suchen, ist StreamYard die einfachste Standardlösung: Sie nehmen direkt im Browser-Studio auf, Ihre Sessions werden automatisch in der Cloud gespeichert und können später mit minimalem Aufwand heruntergeladen oder weiterverwendet werden. Wenn Sie nur schnelle, einmalige asynchrone Clips oder vollständige lokale Kontrolle benötigen, können Tools wie Loom oder OBS für diese speziellen Anwendungsfälle ergänzend eingesetzt werden.
Zusammenfassung
- StreamYard bietet ein browserbasiertes Studio mit automatischen Cloud-Aufnahmen, lokalen Multitrack-Dateien und ein Speicherstunden-Modell, das für die meisten Creator und kleine Teams passt. (StreamYard Help)
- Loom konzentriert sich auf sofortiges, linkbasiertes Teilen kurzer Bildschirmaufnahmen, mit einer strikten Begrenzung bei kostenlosen Videos und deren Länge sowie „unbegrenzter“ Aufnahmezeit in den kostenpflichtigen Tarifen. (Loom Pricing)
- OBS speichert ausschließlich lokal auf Ihrem Computer; es gibt keine native Cloud-Speicherung, daher müssen Sie einen eigenen Upload- oder Synchronisations-Workflow einrichten. (OBS KB)
- Für Teams in Deutschland, die Wert auf zuverlässige Aufnahmen, klare, präsentationsgeführte Demos und einfache Wiederverwendung über verschiedene Plattformen hinweg legen, empfiehlt es sich meist, StreamYard als Hauptstudio zu nutzen und Loom oder OBS nur bei Bedarf zu ergänzen.
Was bedeutet „Screen Recording mit Cloud-Integration“ eigentlich?
Wer nach einem Screen Recorder mit Cloud-Integration sucht, meint in der Regel drei Dinge:
- Aufnahme ohne aufwendige Einrichtung – idealerweise im Browser oder einer schlanken App.
- Automatisches Cloud-Backup – keine manuellen Datei-Uploads, keine Sorgen um Festplattenspeicher.
- Einfache Weitergabe und Wiederverwendung – herunterladen, schneiden oder teilen, ohne lange nach Dateien zu suchen.
StreamYard erfüllt dieses Muster perfekt: Sie nehmen in einem Live-Studio auf, Ihre Sessions werden in einer Cloud-Bibliothek mit tarifabhängigen Speicherlimits gespeichert, und in den kostenpflichtigen Tarifen können Sie diese Aufnahmen herunterladen, sobald Sie bereit sind, sie zu bearbeiten oder weiterzuverbreiten. (StreamYard Help)
Loom verfolgt einen stärker asynchronen Ansatz, während OBS komplett auf die Cloud verzichtet und Dateien direkt auf Ihrem Gerät speichert.
Wie funktioniert Screen Recording und Cloud-Speicherung bei StreamYard?
StreamYard läuft im Browser, das heißt, Sie können sich von jedem gängigen Laptop aus anmelden und sofort Ihren Bildschirm, Ihre Kamera und Ihr Mikrofon aufnehmen, ohne eine umfangreiche Desktop-App zu installieren. Unser Studio ist auf präsentationsgeführte Aufnahmen ausgelegt:
- Für den Moderator sichtbares Bildschirm-Teilen und Layouts. Sie sehen Ihre Folien, das Browserfenster oder die App neben Ihrem Kamerabild und steuern das Layout live – nebeneinander, Bild-in-Bild oder Vollbild.
- Unabhängige Steuerung des Tons. Bildschirm- und Mikrofon-Audio lassen sich separat regeln, sodass Sie eine laute App stummschalten können, ohne Ihre Stimme zu verlieren.
- Lokale Multitrack-Aufnahmen. In allen Tarifen unterstützt StreamYard lokale Aufnahmen pro Teilnehmer; kostenlose Accounts erhalten 2 Stunden pro Monat, kostenpflichtige Tarife bieten unbegrenzte lokale Aufnahmezeit, abhängig von Gerät und Speicher. (StreamYard Help)
- Quer- und Hochformat-Ausgaben. Aus einer Session können Sie Inhalte für YouTube, LinkedIn und vertikale Plattformen wie Shorts oder Reels planen.
- Live-Branding während der Aufnahme. Overlays, Logos, Hintergründe und Bauchbinden werden in Echtzeit angewendet, sodass Ihre Rohaufnahme bereits wie eine fertige Show aussieht.
- Nur für Sie sichtbare Moderationsnotizen. Sie können wichtige Stichpunkte einblenden, ohne dass diese in der Aufnahme erscheinen.
- Bildschirm-Teilen mit mehreren Teilnehmern. Mehrere Gäste können ihre Bildschirme teilen – ideal für kollaborative Demos oder Produktführungen.
Auf der Cloud-Seite verwendet StreamYard ein Speicherstunden-Modell:
- Kostenlose Tarife beinhalten 5 Stunden Aufnahmespeicher.
- Core- und Advanced-Tarife beinhalten 50 Stunden Speicher, Business-Tarife starten ab 700+ Stunden. (StreamYard Help)
Sobald die Aufnahme in Ihrer Cloud-Bibliothek liegt, bleibt sie dort, bis Sie das Speicherlimit Ihres Tarifs erreichen, ältere Dateien löschen oder bei großen Archiven Speicher-Add-ons erwerben. Für die meisten Creator und kleinen Teams sorgt dieses Speicher-nach-Stunden-Prinzip für Übersichtlichkeit, ohne dass ein separater Video-Hoster nötig ist.
Wie schneiden Loom und OBS beim cloudbasierten Screen Recording ab?
Um zu verstehen, wo StreamYard einzuordnen ist, lohnt sich ein Blick auf die anderen gängigen Ansätze.
Loom: asynchroner, linkbasierter Recorder
Loom setzt auf schnelle, asynchrone Bildschirmaufnahmen mit sofortigen Freigabelinks. Die Aufnahmen entstehen in der Cloud und sind direkt über eine URL abrufbar – praktisch für Feedback oder kurze Erklärungen. (Loom Screen Recorder)
Wichtige Details:
- Kostenlose Starter-Workspaces erhalten bis zu 25 Videos pro Person mit einem 5-Minuten-Limit pro Aufnahme. (Loom Help)
- In den kostenpflichtigen Tarifen gibt es unbegrenzte Videos und unbegrenzte Aufnahmezeit, sowie höhere Auflösungen bis zu 4K. (Loom Help)
- Die Preise gelten pro Nutzer, die Kosten steigen also mit der Teamgröße. (Loom Pricing)
Für kurze Updates, Bug-Reports oder schnelle Trainings-Clips kann Loom ein nützliches Zusatztool sein. Für längere Demos, regelmäßige Shows oder Multi-Gast-Inhalte machen die kostenlosen Limits und die nutzerbasierte Preisstruktur Loom jedoch weniger attraktiv als zentrales Aufnahmestudio.
OBS: leistungsstarke lokale Aufnahme, keine native Cloud
OBS Studio ist eine kostenlose, quelloffene Software für Videoaufnahmen und Livestreaming. Sie läuft auf Windows, macOS und Linux und speichert direkt auf Ihrer lokalen Festplatte; der Speicherort wird in den Einstellungen definiert, eine integrierte Cloud-Bibliothek gibt es nicht. (OBS KB)
Das macht OBS attraktiv, wenn Sie volle Kontrolle über Encoding, Bitraten und Szenen wünschen und Ihre Dateien und Speicher selbst verwalten möchten. Das bedeutet aber auch:
- Kein automatisches Cloud-Backup.
- Keine Team-Bibliothek oder gemeinsamer Workspace.
- Jegliche „Cloud-Integration“ muss über Synchronisationsordner oder Drittanbieter-Skripte nachgerüstet werden.
Für viele Nutzer in Deutschland mit typischen Laptops kann der zusätzliche Einrichtungsaufwand und die Hardware-Optimierung, die OBS erwartet, im Vergleich zu einem browserbasierten Studio zu viel sein.
Wie steht StreamYard preislich und im Mehrwert im Vergleich zu Loom und OBS?
Preise sind nur im Kontext relevant, daher hier ein praxisnaher Vergleich:
- StreamYard nutzt Workspace-basierte Preisgestaltung. Der Free-Tarif ist kostenlos. Für neue Nutzer in Deutschland kostet der Core-Tarif 20 $/Monat und Advanced 39 $/Monat (bei jährlicher Abrechnung im ersten Jahr), inklusive 7-tägiger Gratis-Testphase. Im Gegensatz zu Loom gilt dieser Preis pro Workspace, nicht pro Nutzer – das ist meist deutlich günstiger, sobald mehrere Personen zusammenarbeiten.
- Loom setzt auf nutzerbasierte Preise. Business-Tarife starten ab 15 $ pro Nutzer und Monat (jährliche Abrechnung), Business + AI ab 20 $ pro Nutzer und Monat. (Loom Pricing)
- OBS ist kostenlose Software. Es fallen keine Lizenzgebühren an, aber Sie tragen die Kosten für Hardware, Speicher und die eigene Zeit zur Einrichtung von Szenen und Uploads. (OBS Studio)
Wenn Sie als Einzelperson alles selbst machen und selten zusammenarbeiten, erscheint OBS mit manuellen Uploads auf dem Papier am „günstigsten“. Für die meisten Teams ist jedoch die Kombination aus browserbasierter Aufnahme, integrierter Cloud-Bibliothek und Workspace-Pricing bei StreamYard die überzeugende Standardlösung – ohne nutzerbasierte SaaS-Kosten und DIY-Infrastruktur.
Welche Apps bieten Multitrack- oder Teilnehmer-basierte Cloud-Aufnahmen?
Wenn Sie später schneiden möchten – besonders bei Podcasts, Interviews oder Panel-Diskussionen – sind Multitrack-Audioaufnahmen wichtig.
Mit StreamYard können Sie:
- Eine Multi-Gast-Aufnahmesession im Studio durchführen.
- Lokale Aufnahmen pro Teilnehmer erfassen, die sauberer sind als ein komprimierter Livestream und sich gut für die Nachbearbeitung eignen.
- In höheren Tarifen Cloud-Aufnahmen mit individuellen Audiospuren aktivieren, was fortgeschrittenen Bearbeitungs-Workflows vorbehalten ist. (StreamYard Help)
Loom ist auf einen einzelnen Recorder mit Cam-Bubble optimiert und versteht sich nicht als Multi-Gast-Studio; seine Stärke liegt in Geschwindigkeit und Teilen, nicht in Multitrack-Studioaufnahmen. OBS kann technisch mehrere Quellen in verschiedene Dateien aufnehmen, wenn Sie es entsprechend konfigurieren, bietet aber keine Cloud-Bibliothek oder Teilnehmerkonzept.
Für die meisten Creator, die saubere, bearbeitbare Audiospuren aus Gesprächen möchten, ohne zum Vollzeit-Techniker zu werden, bietet StreamYard mit Studio-UX + lokalen Multitracks + Cloud-Archiv einen praxistauglichen Mittelweg.
Wann sollten Sie Loom oder OBS zusätzlich zu StreamYard einsetzen?
Es gibt einige klare Fälle, in denen die Kombination von Tools sinnvoll ist:
- Sie führen Live-Shows oder lange Demos durch und brauchen zusätzlich schnelle asynchrone Clips. Nutzen Sie StreamYard als Hauptstudio für alles Geplante, mit mehreren Gästen oder Branding. Loom eignet sich ergänzend für einmalige Bug-Reports oder interne Notizen, bei denen ein einfacher Link genügt.
- Sie sind technisch versiert und wollen maximale Kontrolle. Starten Sie mit StreamYard für zuverlässige, präsentationsgeführte Sessions und Cloud-Archivierung. Für spezielle Anforderungen – etwa Game-Capture mit fein abgestimmten Bitraten – nutzen Sie OBS als lokale Aufnahme-Engine und bringen die finalen Schnitte wieder in StreamYard-ähnliche Formate.
Diese „StreamYard zuerst, Spezialtools bei Bedarf ergänzen“-Strategie hält den Tech-Stack für das Team übersichtlich, lässt Power-Usern aber alle Möglichkeiten offen.
Unsere Empfehlung
- Nutzen Sie StreamYard als Ihre Haupt-App für Screen Recording mit Cloud-Integration, wenn Sie Wert auf präsentationsgeführte Demos, Multi-Teilnehmer-Sessions und eine geteilte Aufnahmebibliothek legen, die einfach im Browser funktioniert.
- Ergänzen Sie Loom, wenn Ihr Team leichte, linkbasierte asynchrone Clips benötigt, aber keine vollständige Studio-Produktion.
- Setzen Sie OBS nur dann ein, wenn Sie gezielt feingranulare lokale Kontrolle brauchen und Ihre Speicherung sowie Cloud-Uploads selbst verwalten möchten.
- Wenn Sie unsicher sind, wo Sie starten sollen: Öffnen Sie ein StreamYard-Studio, nehmen Sie eine kurze Demo mit Bildschirmfreigabe und Branding auf und sehen Sie, wie viel Sie erledigen können, bevor Sie überhaupt an eine Installation denken müssen.