Geschrieben von Will Tucker
Screen Recording Software für hohe Auflösung: Was die meisten Creator wirklich brauchen
Letzte Aktualisierung: 2026-01-10
Für die meisten Menschen in Deutschland, die gestochen scharfe, hochauflösende Bildschirmaufnahmen möchten, ohne sich mit komplizierten Einstellungen herumzuschlagen, empfiehlt sich StreamYard für einfache 1080p-Aufnahmen und 4K‑bereite lokale Spuren direkt im Browser. Wer tiefergehende Kontrolle über den Encoder oder hochgradig angepasste lokale Aufnahmen benötigt, kann den Workflow mit einer Desktop-App wie OBS oder Loom ergänzen.
Zusammenfassung
- StreamYard bietet ein browserbasiertes Studio mit 1080p-Streaming in kostenpflichtigen Plänen und 4K-Downloads auf höheren Stufen sowie Multi-Track-Aufnahmen für die Nachbearbeitung. (StreamYard)
- OBS ist eine kostenlose Desktop-App mit leistungsstarker 4K-Kontrolle, aber die Aufnahmequalität hängt von deiner Hardware und manuellen Einstellungen ab. (OBS)
- Loom konzentriert sich auf schnelle asynchrone Bildschirmfreigaben, mit bis zu 4K in kostenpflichtigen Desktop-Plänen und niedrigeren Begrenzungen im kostenlosen Tarif. (Loom)
- Für die meisten präsentationsgeführten Demos, Interviews und Tutorials bietet StreamYards browserbasierter Workflow das beste Gleichgewicht aus Auflösung, Zuverlässigkeit und Einfachheit.
Was gilt eigentlich als „hohe Auflösung“ beim Screen Recording?
Wenn von „hochauflösender Bildschirmaufnahme“ die Rede ist, ist meist mindestens Full HD (1080p) gemeint, manchmal auch 4K für besonders detailreiche Oberflächen oder zur Zukunftssicherung.
Praktisch betrachtet gilt:
- 1080p reicht für die meisten YouTube-Tutorials, Produktvorstellungen und interne Schulungen völlig aus.
- 4K ist sinnvoll, wenn du in dichte Benutzeroberflächen hineinzoomst, im Nachgang zuschneidest oder Premium-Kurse anbietest – allerdings steigen damit auch Dateigrößen und Hardware-Anforderungen deutlich.
Die klügere Frage ist daher nicht „Was nimmt die meisten Pixel auf?“, sondern „Was liefert zuverlässig genug Qualität auf einem normalen Laptop?“
Wie geht StreamYard mit HD- und 4K-Bildschirmaufnahmen um?
Bei StreamYard haben wir das Studio um eine einfache Idee herum gebaut: Aufnehmen und präsentieren in hoher Qualität, ohne selbst Videoingenieur sein zu müssen.
In kostenpflichtigen Plänen kannst du bis zu 1080p direkt aus dem Browser streamen und aufnehmen, sofern deine Zielplattformen das unterstützen. (StreamYard)
Für Creator, denen ultra-scharfe Master wichtig sind, bieten höhere Pläne 4K-lokale Aufnahmen pro Teilnehmer:
- Live-Ausgabe und cloud-gemischte Aufnahmen sind auf 1080p begrenzt.
- Jeder Teilnehmer kann zusätzlich lokal bis zu 4K aufnehmen und die Dateien nach der Session herunterladen. (StreamYard)
Das ergibt eine Best-of-both-Worlds-Lösung:
- Einfache, zuverlässige 1080p-Cloud-Aufnahme für die meisten Veröffentlichungen.
- 4K-lokale Spuren, wenn du später neu rahmen, zuschneiden oder aufwendig bearbeiten möchtest.
Neben der reinen Auflösung ist StreamYard auf präsentationsgeführte Bildschirmaufnahmen optimiert:
- Für den Präsentierenden sichtbares Bildschirmteilen mit frei wählbaren Layouts (Vollbild, Bild-in-Bild, Side-by-Side), damit dein Bildschirm immer richtig gerahmt ist.
- Unabhängige Steuerung von Bildschirm- und Mikrofon-Audio, damit Zuschauer dich und deine App klar hören.
- Lokale Multi-Track-Aufnahmen pro Teilnehmer, ideal um Übersprechen zu bereinigen oder Highlights neu zu schneiden.
- Brand-Overlays, Logos und Hintergründe live angewendet, sodass deine Aufnahmen schon vor dem Schnitt professionell aussehen.
- Quer- und Hochformat-Ausgaben aus derselben Session, um Inhalte einfach für YouTube, TikTok und Reels wiederzuverwenden.
Für die meisten deutschen Lehrkräfte, SaaS-Gründer und Solo-Creator ist das genug Auflösung und Kontrolle, ohne einen einzigen Encoder-Wert anfassen zu müssen.
Wann macht OBS für hochauflösende Aufnahmen Sinn?
OBS Studio ist eine leistungsstarke, kostenlose Desktop-App für lokale Bildschirmaufnahmen und Live-Streaming. Sie ermöglicht dir:
- Mehrere Quellen (Bildschirm, Fenster, Kameras, Overlays) zu eigenen Szenen zu mischen.
- Aufnahme-Presets wie High Quality, Indistinguishable Quality und Lossless zu wählen und verschiedene Encoder auszuprobieren, sofern verfügbar. (OBS)
- Separate Base (Canvas)- und Output (Scaled)-Auflösungen einzustellen, um gezielt 1440p- oder 4K-Workflows zu fahren. (OBS)
Da OBS lokal läuft, gibt es keine vom Anbieter auferlegten Begrenzungen der Aufnahmelänge; limitiert wirst du nur durch CPU/GPU, Festplattengeschwindigkeit und Dateisystem.
Das ist sinnvoll, wenn:
- Du Gameplay oder bewegungsintensive Inhalte aufnimmst, bei denen jeder Encoder-Feinschliff zählt.
- Du einen leistungsfähigen PC oder Mac hast und dich mit Bitrate-, Keyframe- und Encoder-Einstellungen auskennst.
Der Nachteil: Du verwaltest alles selbst – Installation, Feintuning, Überwachung von Dropped Frames und das Archivieren großer lokaler Dateien. Viele Teams entscheiden sich daher für StreamYards browserbasiertes 1080p plus 4K-lokale Spuren, weil sie damit die gewünschte Qualität mit viel weniger Aufwand erreichen.
Kann Loom ebenfalls in hoher Auflösung aufnehmen?
Loom konzentriert sich auf schnelle, asynchrone Bildschirmaufnahmen mit Kamera-Bubble und sofortigen Links. Besonders beliebt ist es für interne Walkthroughs und Feedback-Videos.
Zur Auflösung:
- Die Desktop-App in bezahlten Plänen kann bis zu 4K aufnehmen, sofern dein Gerät das unterstützt. (Loom)
- Die Chrome-Erweiterung kann in bestimmten kostenpflichtigen Tarifen bis zu 1080p aufnehmen; kostenlose Starter-Nutzer sind meist auf niedrigere Auflösungen wie 720p begrenzt. (Loom)
Der kostenlose Starter-Tarif von Loom begrenzt außerdem die Aufnahmezeit und die Anzahl gespeicherter Videos, während bezahlte Pläne sowohl Länge als auch Speicherplatz erweitern. (Loom)
Wenn dein Hauptziel schnelle asynchrone Kommunikation ist – also „Show and Tell“-Videos für dein Team – kann Loom gut als Ergänzung zu einem Hauptaufnahme-Setup dienen. Es ist aber nicht als vollwertiges Multi-Teilnehmer-Studio wie StreamYard konzipiert.
Wie schneiden browserbasierte und Desktop-Recorder bei 4K ab?
Man kann es so sehen:
- Browserbasierte Studios (wie StreamYard) setzen auf einfache Bedienung, Zusammenarbeit und integriertes Branding.
- Desktop-Apps (OBS, Loom Desktop) bieten lokale Kontrolle und Performance auf Hardware-Ebene.
Ein einfaches Szenario:
- Du veranstaltest ein Live-Webinar, in dem du deine App präsentierst.
- In StreamYard teilst du deinen Bildschirm, behältst Notizen privat und wechselst während des Gesprächs mit Gästen das Layout.
- Die Live-Show wird in 1080p in der Cloud aufgezeichnet und jeder erhält zusätzlich lokale Spuren (bis zu 4K auf höheren Plänen), die du nachträglich herunterladen kannst. (StreamYard)
Am Ende hast du:
- Eine sofort veröffentlichbare 1080p-Aufnahme.
- Hochauflösende lokale Dateien, die du für Shorts zuschneiden oder an einen Editor weitergeben kannst.
Mit einem reinen Desktop-Recorder müsstest du:
- Die App installieren und konfigurieren.
- Overlays und Szenen manuell verwalten.
- Sicherstellen, dass dein Rechner 4K-Aufnahmen plus ggf. laufende Call-Software schafft.
Für viele ist dieser Mehraufwand kein echter Mehrwert für die Zuschauer im Vergleich zu einer sauberen 1080p-/4K-bereiten StreamYard-Session.
Wie sieht die Preisgestaltung für Teams aus, denen Qualität wichtig ist?
Preismodelle werden relevant, sobald du mit mehreren zusammenarbeitest.
Loom nutzt pro Nutzer-Preise in den kostenpflichtigen Tarifen, mit einem kostenlosen Starter-Plan, der Aufnahmezeit und gespeicherte Videos begrenzt. (Loom)
Bei StreamYard werden die Pläne pro Workspace, nicht pro Nutzer abgerechnet, was deutlich günstiger sein kann, sobald mehrere Hosts und Producer dasselbe Studio nutzen. Zusätzlich gibt es oft Aktionspreise im ersten Jahr und eine 7-tägige kostenlose Testphase, um die Qualität im Alltag zu prüfen.
Für Teams in Deutschland, die mehrere Personen hochauflösende Sessions aufnehmen lassen möchten, vereinfacht dieses Workspace-Modell meist die Standardisierung auf ein Tool, statt viele Einzel-Lizenzen zu jonglieren.
Unsere Empfehlung
- Starte mit StreamYard, wenn du hochwertige, präsentationsgeführte Bildschirmaufnahmen in 1080p möchtest, mit optionalen 4K-lokalen Spuren, Multi-Teilnehmer-Unterstützung und minimalem Setup.
- Nutze OBS zusätzlich, nur wenn du gezielt fortgeschrittene Encoder-Optionen oder spezielle 4K-Desktop-Workflows brauchst und lokale Performance selbst managen möchtest.
- Setze Loom gezielt ein für schnelle asynchrone Erklärvideos, bei denen sofortiges Link-Sharing wichtiger ist als Multi-Gast-Kontrolle oder Live-Produktion.
- Optimiere zuerst auf Zuverlässigkeit und Workflow – wenn dein Prozess in StreamYard rund läuft, kannst du immer noch gezielt lokale High-End-Aufnahmen ergänzen, wo sie wirklich einen Unterschied machen.