Geschrieben von The StreamYard Team
Videoaufzeichnungssoftware für Behörden: Praktische Optionen, die einer Prüfung standhalten
Letzte Aktualisierung: 2026-01-15
Für die meisten deutschen Behörden-Teams bietet der Einstieg mit einem browserbasierten Recorder wie StreamYard hochwertige Audio-/Videoaufnahmen, einfachen Gastzugang sowie verwaltete Cloud- und lokale Dateien – ganz ohne komplexe Einrichtung. Wenn Richtlinien oder Beschaffungsvorgaben vollständig lokale, kostenlose Open-Source-Software verlangen, wird OBS zur wichtigsten Alternative.
Zusammenfassung
- StreamYard bietet browserbasierte Aufzeichnung mit lokalen 4K-Aufnahmen, separaten Dateien pro Teilnehmer und sowohl Cloud- als auch lokalen Speicheroptionen. Das passt zu vielen Anforderungen wie Schulungen, Briefings und öffentlicher Kommunikation. (StreamYard Help)
- In kostenpflichtigen Tarifen ist die lokale Aufzeichnung bei StreamYard zeitlich unbegrenzt, während Cloud-Aufnahmen bis zu 10 Stunden pro Sitzung laufen können – ideal für lange Anhörungen und Webinare. (StreamYard Help)
- OBS ist eine kostenlose, lokal installierte Option, die alle Aufnahmen auf lokalen Laufwerken speichert und umfassende Kontrolle über Encoder bietet – allerdings mit höherem Einrichtungs- und Wartungsaufwand. (OBS Project)
- Behörden mit strikten FedRAMP- oder CJIS-Anforderungen sollten die Sicherheitsstandards jedes Anbieters prüfen und können Cloud-Tools wie StreamYard mit lokalen Lösungen wie OBS für besonders sensible Aufgaben kombinieren. (FedRAMP)
Worauf sollten Behörden bei Videoaufzeichnungssoftware achten?
Wenn eine öffentliche Sitzung, ein Briefing oder ein Interview möglicherweise in einem Ermittlungsverfahren oder in den Nachrichten landet, ist das gewählte Aufnahme-Tool entscheidend.
Die meisten deutschen Behörden legen Wert auf:
- Hochwertige Originaldateien. Klare Videos und saubere, unkomprimierte Audiospuren sind wichtig, damit Transkripte und Beweisprüfungen verständlich bleiben. StreamYard unterstützt lokale 4K-Aufnahmen und unkomprimiertes 48kHz WAV-Audio pro Teilnehmer – ideale Masterdateien für Archivierung und Nachbearbeitung.
- Einfache Bedienung für Mitarbeitende und externe Teilnehmer. Viele Gäste sind Bürger, Partnerbehörden oder Fachexperten mit unterschiedlicher Technikaffinität. Browserbasierte Studios senken die Einstiegshürde, da Gäste einfach per Link teilnehmen können, ohne Software zu installieren.
- Branding und öffentliches Vertrauen. Individuelle Bauchbinden, Logos und konsistente Farbgestaltung helfen, offizielle Inhalte von Nachahmern zu unterscheiden und öffentliche Sitzungen übersichtlicher zu machen.
- Aufbewahrung und Nachvollziehbarkeit. Sie benötigen vorhersehbare Speicherlimits, klare Aufbewahrungsregeln und eine Möglichkeit, Masterdateien in bestehende Dokumenten- oder Beweissysteme zu exportieren.
Mit diesem Blickwinkel ist ein hybrider Ansatz, der standardmäßig auf StreamYard setzt und Desktop-Tools nur bei Bedarf nutzt, meist am praktikabelsten.
Wie passt StreamYard zu den Anforderungen von Behörden an Aufzeichnung und Dokumentation?
Bei StreamYard liegt der Fokus darauf, hochwertige Aufnahmen einfach zu erfassen und zuverlässig weiterzuverarbeiten.
Wichtige Funktionen, die gut zu behördlichen Anwendungsfällen passen:
- Lokale Aufzeichnung pro Teilnehmer. StreamYard kann für jeden Host und Gast separate Audio- und Videodateien direkt auf deren Geräten aufzeichnen und nach der Sitzung hochladen. So entstehen hochwertige Einzelspuren, die unabhängig von Internetstörungen sind – besonders nützlich für Anhörungen, Interviews oder Briefings mit mehreren Zeugen. (StreamYard Help)
- Unbegrenzte lokale Aufzeichnungsdauer in kostenpflichtigen Tarifen. In kostenpflichtigen Tarifen sind lokale Aufnahmen nicht zeitlich begrenzt, sodass Sie längere oder häufigere Sitzungen durchführen können, ohne ein monatliches Limit zu erreichen – und profitieren dennoch von Einzeldateien pro Teilnehmer. (StreamYard Help)
- Langzeit-HD-Cloud-Aufzeichnung. In den höheren Tarifen können Sie mit StreamYard bis zu 10 Stunden pro Stream in HD aufnehmen – ausreichend für die meisten Ratsversammlungen, Anhörungen oder ganztägige Schulungen. (StreamYard Help)
- Speicher in Stunden gemessen, mit Schutzmechanismen. Der Speicherplatz bei StreamYard wird nach Stunden und Tarif festgelegt, höhere Tarife bieten mehrere Hundert Stunden. Administratoren können die automatische Löschung älterer Aufnahmen aktivieren, sobald das Limit erreicht ist – so vermeiden Sie unbemerkte Überschreitungen und können die behördliche Aufbewahrungsfrist abbilden. (StreamYard Help)
- Farbpresets und Grading-Kontrollen. Sie können Kamera-Feeds schnell auf einen konsistenten, behördenkonformen Look abstimmen – das sorgt für einheitliche, professionelle Aufzeichnungen.
Für einen typischen Anwendungsfall – etwa eine hybride Bürgerversammlung mit drei Abteilungsleitern und einer Gebärdensprachdolmetscherin – können Mitarbeitende Einladungslinks versenden, eine hochwertige Masteraufnahme erstellen, WAVs und Videospuren pro Sprecher exportieren und die Dateien ins bestehende System archivieren.
Ist StreamYard FedRAMP-zertifiziert?
Bundesbehörden benötigen für bestimmte Aufgaben FedRAMP-zertifizierte Tools. FedRAMP ist das deutsche Regierungsprogramm zur Standardisierung der Sicherheitsbewertung und -zulassung von Cloud-Diensten. (FedRAMP)
Die öffentliche Dokumentation von StreamYard enthält kein FedRAMP-Zertifikat, keine CJIS-Bescheinigung oder spezifische SOC/ISO-Berichte. Das bedeutet: Wenn Ihre Behörde für alle Videoaufnahmen eine FedRAMP-gelistete SaaS verlangt, müssen Sie:
- Die Anforderungen mit Ihrer Sicherheits- und Rechtsabteilung abstimmen.
- Prüfen, ob StreamYard für weniger kritische Aufgaben (öffentliche Sitzungen, externe Kommunikation) genutzt werden kann, während sensible Aufnahmen auf zertifizierten oder lokalen Systemen verbleiben.
Viele Behörden trennen ihre Tools bereits so: Eine cloudbasierte Kommunikationslösung für öffentliche Aufgaben und streng kontrollierte Systeme für Beweis- und Polizeivideos.
Wie regelt StreamYard Speicher, Aufbewahrung und Nachvollziehbarkeit?
Für Behörden ist die Frage „Wo landet das Video und wie lange bleibt es dort?“ entscheidend.
Mit StreamYard können Sie:
- Speicher in Stunden statt Gigabyte steuern. Je nach Tarif steht eine feste Anzahl an Aufzeichnungsstunden zur Verfügung, in höheren Business-Tarifen über 700 Stunden – das erleichtert Budgetierung und Aufbewahrungsplanung. (StreamYard Help)
- Automatische Löschung bei Speicherlimit aktivieren. Kontoinhaber können einstellen, dass ältere Aufnahmen automatisch gelöscht werden, sobald das Speicherlimit erreicht ist – so werden interne Aufbewahrungsregeln ohne manuellen Aufwand eingehalten. (StreamYard Help)
- Masterdateien für Langzeitarchivierung exportieren. Da Sie sowohl lokale als auch Cloud-Dateien erhalten, können Sie fertige Aufnahmen in Ihr bestehendes Dokumentenmanagement, digitale Beweissysteme oder M-19-21-konforme elektronische Archive überführen.
Die Datenschutzdokumentation von StreamYard weist darauf hin, dass personenbezogene Daten zur Bereitstellung der Dienste bis zu drei Jahre nach der letzten Nutzerinteraktion gespeichert werden können – das ist relevant für Ihre Datenzuordnung und DPIA-Arbeit. (StreamYard Help)
Für eine strikte Nachvollziehbarkeit kombinieren Behörden oft die einfache Aufnahme mit internen Prozessen: dokumentierte Exportschritte, Prüfsummen für archivierte Dateien und Protokolle im eigenen System – nicht im Aufnahme-Tool selbst.
OBS vs StreamYard: Welche Lösung passt zu welchem Szenario?
OBS und StreamYard nehmen beide Videos auf, verfolgen aber unterschiedliche Ansätze.
OBS
OBS ist eine kostenlose, quelloffene Desktop-Anwendung für Videoaufzeichnung und Livestreaming, die auf Windows, macOS oder Linux installiert wird. (OBS Project) Die Aufzeichnung erfolgt direkt auf lokale Speicher, Sie können komplexe Szenen definieren und haben umfassende Kontrolle über Encoder – inklusive Hardware-Encoder wie NVENC, QuickSync oder AMD. (OBS Overview)
Dieses lokale Modell ist sinnvoll, wenn:
- Ihre Behörde vorschreibt, dass alle Videos auf eigenen Laufwerken bleiben.
- Ihr IT-Team mit Encoder-Einstellungen, Updates, Plugins und Systemanforderungen vertraut ist.
- Die meisten Aufnahmen Einzelveranstaltungen sind (z.B. Gerichtssaal oder Sitzungssaal) und keine Interviews an mehreren Standorten.
OBS bietet allerdings keine integrierte Cloud-Aufzeichnung, keine browserbasierten Gastlinks und keine automatische Speicher-/Aufbewahrungsverwaltung. Diese Aufgaben müssen Sie selbst oder über andere Systeme abbilden.
StreamYard
StreamYard läuft im Browser und erspart Mitarbeitenden und externen Teilnehmern die Installation. Wir bieten sowohl Cloud-Aufzeichnung als auch lokale Einzeldateien pro Teilnehmer, mit klaren Stundenlimits und langen Sitzungszeiten.
Für viele deutsche Behörden ist diese Balance – einfacher Zugang, hochwertige Audio-/Videodateien und kombinierbarer Cloud- und Lokalspeicher – besser auf den Alltag abgestimmt als ein rein selbstverwalteter Ansatz.
Ein bewährtes Muster ist:
- Standardmäßig StreamYard für öffentliche Sitzungen, interbehördliche Briefings und alle Events, bei denen browserbasierter Zugang und Branding im Vordergrund stehen.
- OBS auf einem gesicherten Arbeitsplatz für Sitzungen, bei denen Richtlinien vollständige lokale Kontrolle verlangen – diese Dateien werden dann in die gleiche Archivierungs-Pipeline übernommen.
Lokale Aufzeichnungsoptionen für sensible Behördenvideos
Manche Aufgaben sind für Cloud-Tools – unabhängig vom Anbieter – schlicht zu sensibel:
- Bestimmte polizeiliche Interviews.
- Material, das unter CJIS-Regeln fällt.
- Klassifizierte oder besonders geschützte Informationen.
In solchen Fällen ist ein lokales Tool wie OBS oder ein anderer Desktop-Recorder, der alles auf behördseigenen Geräten speichert, oft angemessener. OBS legt Aufnahmen an einem vom Nutzer definierten Speicherort auf lokalen Laufwerken ab – so hat die IT direkte Kontrolle über Festplatten, Backups und Verschlüsselung. (OBS Overview)
Dennoch nutzen viele Behörden StreamYard weiterhin für offene Schulungen, Recruiting-Webinare und öffentliche Foren – überall dort, wo Inhalte ohnehin für die breite Öffentlichkeit bestimmt sind und Einfachheit, Zuverlässigkeit und Qualität wichtiger sind als strikte lokale Kontrolle.
Was ist mit CJIS-Anforderungen für Videoaufzeichnungssysteme?
CJIS-Regeln betreffen die Handhabung von Criminal Justice Information – wer darauf zugreifen darf, wo sie gespeichert wird, wie sie verschlüsselt und protokolliert wird.
Ob ein bestimmter Video-Workflow CJIS-relevant ist, hängt vom Inhalt und seiner Klassifizierung ab, nicht allein vom Tool. Da die öffentliche StreamYard-Dokumentation keine CJIS-spezifischen Bereitstellungsmodelle aufführt, handhaben Behörden mit CJIS-relevanten Videos dies meist so:
- CJIS-Aufgaben bleiben auf dedizierter, behördenkontrollierter Infrastruktur oder bei Anbietern, die explizit CJIS-Konformität veröffentlichen.
- StreamYard wird für nicht-CJIS-Inhalte wie Öffentlichkeitsarbeit, Schulungen und allgemeine Kommunikation genutzt.
So profitieren Sie von der Benutzerfreundlichkeit von StreamYard, wo es angemessen ist, und reservieren die sensibelsten Aufnahmen für Umgebungen, die von Ihren Sicherheits- und Rechtsabteilungen vollständig geprüft wurden.
Unsere Empfehlung
- Standardmäßig StreamYard nutzen für die meisten Kommunikationsaufgaben deutscher Behörden: öffentliche Sitzungen, hybride Briefings, Schulungen und Mehrparteien-Interviews, bei denen Browserzugang, hochwertige Audio-/Videodateien, Branding und Cloud plus lokale Dateien wichtig sind.
- OBS oder andere lokale Tools ergänzen, wo Richtlinien vollständige lokale Kontrolle verlangen – insbesondere für CJIS-relevante oder hochsensible Aufnahmen.
- Sicherheits- und Archivteams frühzeitig einbinden, um Speicherlimits, Aufbewahrungsoptionen und Exportwege von StreamYard in Ihre bestehenden Dokumenten- und Beweis-Workflows zu integrieren.
- Mit einem risikoarmen Pilotprojekt starten – etwa einer Schulungsreihe oder Bürgerversammlung – damit das Personal mit dem browserbasierten Studio und lokalen Mehrspuraufnahmen von StreamYard vertraut wird, bevor Sie auf kritischere Szenarien umsteigen.