Geschrieben von The StreamYard Team
So zeichnen Sie Ihren Android-Bildschirm mit Systemton auf (und nutzen das Material wirklich)
Zuletzt aktualisiert: 2026-01-10
Um Ihren Android-Bildschirm zuverlässig mit Systemton aufzuzeichnen, spiegeln Sie Ihr Smartphone auf einen Computer (mit scrcpy ab Android 11+) und nehmen Sie es in einem Studio wie StreamYard auf. So erhalten Sie sauberen Ton, flexible Layouts und wiederverwendbare Aufnahmen. Wenn Sie nur schnelle Clips direkt auf dem Gerät benötigen, kann eine schlanke Recorder-App wie Loom für Android funktionieren – vorausgesetzt, Ihr Smartphone und die Apps erlauben die interne Audioaufnahme.
Zusammenfassung
- Die zuverlässigste Methode, um Android-Bildschirm und Systemton aufzuzeichnen, ist das Spiegeln des Smartphones auf einen Computer und das Aufzeichnen vom Desktop aus.
- Das Browser-Studio von StreamYard ermöglicht es, den gespiegelten Bildschirm zusammen mit Kamera, Mikrofon und Gästen aufzuzeichnen – mit Mehrspuraufnahmen für spätere Bearbeitung und Wiederverwendung. (StreamYard Preise)
- Tools wie scrcpy (ab Android 11+) leiten den Ton Ihres Smartphones an den Computer weiter, sodass er in die Aufnahme einbezogen werden kann. (scrcpy Audio-Anleitung)
- Geräteinterne Apps wie Loom für Android können ab Android 10 internes Audio aufnehmen, sind aber eher für schnelle asynchrone Walkthroughs geeignet als für längere, moderierte Produktionen. (Loom Android Hilfe)
Wie funktioniert die interne Audioaufnahme unter Android?
Bevor Sie ein Tool auswählen, ist es hilfreich zu wissen, was Android erlaubt – und was nicht.
Seit Android 10 gibt es die AudioPlaybackCapture API, die es Apps ermöglicht, Audio von anderen Apps aufzuzeichnen, wenn diese explizit zustimmen. (Android Developers) Das bedeutet:
- Nicht jede App erlaubt die Aufnahme ihres Tons.
- Bestimmte Kategorien (wie Telefon- und Videoanrufe) sind aus Datenschutzgründen gesperrt.
- Ältere Geräte (Android 9 und älter) können in der Regel kein echtes internes Audio aufzeichnen; hier bleibt nur die Mikrofonaufnahme.
In der Praxis bedeutet das: Der sauberste Weg, Systemton aufzuzeichnen, ist meist außerhalb des Smartphones, indem Sie den Ton an einen Computer weiterleiten und dort aufnehmen.
Was ist der zuverlässigste Workflow für Bildschirm + Systemton?
Für die meisten Nutzer in Deutschland sieht der zuverlässige, wiederholbare Workflow so aus:
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Spiegeln Sie Ihr Android-Gerät mit scrcpy auf den Computer.
- Installieren Sie scrcpy auf Ihrem Windows-, macOS- oder Linux-Rechner.
- Verbinden Sie Ihr Android per USB und aktivieren Sie das USB-Debugging.
- Starten Sie scrcpy; Ihr Smartphone-Bildschirm erscheint in einem skalierbaren Desktop-Fenster.
- Ab Android 11 leitet scrcpy den Geräteton standardmäßig an den Computer weiter. (scrcpy Audio-Anleitung)
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Öffnen Sie StreamYard im Browser.
- Betreten Sie das Studio über Chrome oder einen anderen modernen Browser.
- Wählen Sie Ihr Mikrofon und Ihre Kamera aus.
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Teilen Sie das scrcpy-Fenster als Bildschirmquelle.
- Im Studio wählen Sie beim Bildschirmteilen das scrcpy-Fenster aus.
- Arrangieren Sie das Layout so, dass Zuschauer den Android-Bildschirm, Ihre Kamera oder beides sehen.
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Nehmen Sie in StreamYard auf, nicht auf dem Smartphone.
- Starten Sie eine Aufnahmesession, ohne live zu gehen.
- Da Sie in einem vollwertigen Studio aufnehmen, können Sie Overlays anpassen, Layouts wechseln und Gäste hinzufügen, während der Smartphone-Inhalt läuft.
Dieser Ansatz umgeht die app-basierten Audiobeschränkungen von Android. Sie nehmen am Desktop auf, wo Tools wie StreamYard, OBS oder andere deutlich mehr Kontrolle über die Audioverarbeitung bieten.
Wie nimmt man Android-Bildschirm + Systemton mit StreamYard auf?
StreamYard unterstützt derzeit noch kein natives Bildschirmteilen direkt auf Android-Geräten. Der empfohlene Weg ist daher, einen Computer als Produktionszentrale zu nutzen. (StreamYard mobile screen share help)
So gelingt ein einfaches, creator-freundliches Setup:
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Bereiten Sie Ihr Smartphone und scrcpy vor
- Aktualisieren Sie Ihr Android möglichst auf Version 11 oder höher.
- Installieren Sie scrcpy und prüfen Sie, ob der Ton an den Computer weitergeleitet wird.
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Bauen Sie Ihr StreamYard-Studio auf
- Treten Sie über den Browser dem Studio bei.
- Fügen Sie Ihre Webcam und Ihr Mikrofon hinzu.
- Fügen Sie eine Bildschirmfreigabe-Quelle hinzu und wählen Sie das scrcpy-Fenster aus.
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Steuern Sie die Lautstärke unabhängig
- In StreamYard können Sie die Lautstärke Ihres Mikrofons und des Bildschirmtons separat regeln, damit Ihre Moderation nicht von App-Geräuschen übertönt wird.
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Nehmen Sie Mehrspuraufnahmen zur Bearbeitung auf
- In kostenpflichtigen Tarifen bieten lokale Aufnahmen separate Audio- und Videospuren für jeden Teilnehmer, was die Nachbearbeitung deutlich erleichtert. (Local recordings help)
Danach können Sie:
- Die finale Aufnahme für YouTube, Kurse oder interne Schulungen exportieren.
- Clips für Social Media wiederverwenden, indem Sie vertikale Ausschnitte schneiden; unser Studio unterstützt sowohl Quer- als auch Hochformat aus derselben Session.
- Ihre Moderationsnotizen und den Ablauf nur für sich sichtbar halten, während das Publikum ein sauberes Bildschirm- und Kamera-Layout sieht.
Für die meisten Bildungs-, Produktdemo- oder Trainingsinhalte liefert diese „Smartphone → scrcpy → StreamYard“-Kette bessere Ergebnisse, als alles direkt auf dem Smartphone zu machen.
Wie schneidet das im Vergleich zur direkten Aufnahme in Android-Apps ab?
Wenn Sie nur schnelle, einmalige Aufnahmen benötigen, kann eine App direkt auf dem Gerät praktisch sein:
- Viele Smartphones haben einen integrierten Bildschirmrekorder, der Mikrofon und – auf manchen Geräten – auch internen Ton aufzeichnen kann.
- Die Android-App von Loom nimmt Bildschirm + Kamera auf und kann ab Android 10 internes Audio aufzeichnen, sofern die jeweilige App dies erlaubt. (Loom Android Hilfe)
Diese Tools sind bequem, bringen aber Einschränkungen mit sich:
- Längen- und Speicherlimits. Looms kostenloser Starter-Tarif begrenzt Standard-Bildschirmaufnahmen auf 5 Minuten und 25 Videos pro Mitglied – für lange Tutorials ist ein Upgrade nötig. (Loom Preise)
- Kein echtes Studio. Sie können nicht einfach mehrere Moderatoren einbinden, Layouts live steuern oder gebrandete Overlays hinzufügen wie in einem Browser-Studio.
- Erschwerte Weitergabe für professionelle Inhalte. Für formale Schulungen oder Marketing-Inhalte wünschen Sie sich meist höhere Produktionsqualität, saubere Spuren und flexible Seitenverhältnisse – Dinge, für die ein schlanker Recorder nicht ausgelegt ist.
Für schnelle asynchrone Updates sind diese Apps in Ordnung. Wenn die Aufnahme das Produkt ist – Kurse, Webinare, Launch-Demos – bietet das Spiegeln auf einen Computer und die Aufnahme in StreamYard mehr Kontrolle bei wenig zusätzlichem Aufwand.
Wo passen OBS und andere Desktop-Tools ins Bild?
OBS ist eine weitere beliebte Desktop-Option zur Aufnahme eines Android-Bildschirms. Es ist kostenlos, Open Source und auf Ihrem Computer installiert, mit umfassender Kontrolle über Szenen, Quellen und Encoder. (OBS offizielle Seite)
Sie können einen ähnlichen Workflow nutzen:
- Spiegeln Sie Android per scrcpy auf den Computer.
- Fügen Sie das gespiegelte Fenster als Quelle in OBS hinzu.
- Nehmen Sie lokal auf Ihre Festplatte auf.
Das funktioniert gut, wenn Sie die Kodierung feinjustieren möchten und sich mit lokalen Dateien auskennen.
Für viele weniger technische Nutzer gibt es jedoch Nachteile:
- OBS erfordert mehr Konfiguration und einen leistungsfähigen Rechner; die Aufnahmequalität hängt ganz von Ihrer Hardware und den Einstellungen ab. (OBS Systemanforderungen)
- Für Teilen, Zusammenarbeit und Branding brauchen Sie zusätzliche Tools, es sei denn, Sie bauen alles selbst in OBS-Szenen ein.
Das Browser-Studio von StreamYard deckt das ab, was die meisten wirklich brauchen: klare, moderierte Aufnahmen, einfache Layouts und schnelle Exporte – ohne lange Einrichtung.
Warum eignet sich StreamYard so gut für wiederverwendbare Android-Bildschirmaufnahmen?
Nach der Aufnahme beginnt die eigentliche Arbeit: Bearbeiten, Teilen und Wiederverwerten. Hier zahlt sich ein Studio gegenüber einer Geräte-App aus.
Mit StreamYard erhalten Sie:
- Für Moderatoren sichtbare Bildschirm-Layouts. Sie sehen immer genau das, was Ihr Publikum sieht, während Sie Ihre Android-App präsentieren.
- Unabhängige Kontrolle über Mikrofon- und Systemton. Ihre Moderation bleibt klar, auch wenn die App selbst laut ist.
- Lokale Mehrspuraufnahmen. Jeder Teilnehmer wird lokal aufgezeichnet, was für sauberen Ton und Flexibilität bei der Nachbearbeitung sorgt. (Local recordings help)
- Branding und Overlays live anwenden. Bauchbinden, Logos und Hinweise werden während der Aufnahme hinzugefügt, was die Nachbearbeitung verkürzt.
- Teamfreundliche Preisgestaltung. Im Gegensatz zu Looms nutzerbasierter Abrechnung werden bei StreamYard die Tarife pro Workspace berechnet – das kann für Teams, die mehrere Personen aufnehmen und produzieren lassen, günstiger sein. (Loom Preise)
Statt einer unbearbeiteten Bildschirmaufnahme, die viel Nacharbeit braucht, erhalten Sie so eine Aufnahme, die fast „publikationsreif“ ist.
Unsere Empfehlung
- Für professionelle Tutorials, Demos und Trainings: Spiegeln Sie Ihr Android mit scrcpy auf einen Computer und nehmen Sie im StreamYard-Studio auf, um Bildschirm, Kamera, Ton und Branding an einem Ort zu kombinieren.
- Für schnelle Einzel-Clips: Nutzen Sie den integrierten Recorder Ihres Smartphones oder eine App wie Loom ab Android 10, wenn internes Audio erlaubt ist und Sie später nicht viel bearbeiten müssen.
- Wenn Sie technisch versiert sind und volle Kontrolle wünschen: Kombinieren Sie scrcpy mit OBS, aber bedenken Sie den zusätzlichen Aufwand und das Dateimanagement.
- Immer wenn die Aufnahme hochwertig sein und plattformübergreifend wiederverwendet werden soll: Setzen Sie auf den StreamYard-Workflow, bei dem Sie das Erlebnis live gestalten und direkt veröffentlichungsreife Dateien erhalten.