Geschrieben von Will Tucker
Webinar-Plattformen für Anwälte: Wie Sie auswählen (und warum StreamYard eine starke Standardoption ist)
Zuletzt aktualisiert: 2026-01-22
Für die meisten deutschen Kanzleien ist eine browserbasierte Plattform wie StreamYard mit On-Air-Webinaren der einfachste Weg, sichere und gebrandete Webinare für Mandanten und Interessenten durchzuführen – ohne steile Lernkurve oder komplexe IT-Einrichtung. Falls Sie regelmäßig sehr große, marketingautomatisierte oder einmalige Großevents veranstalten, können Tools wie Demio, Crowdcast oder Zoom spezielle Anforderungen besser abdecken.
Zusammenfassung
- StreamYard bietet browserbasierte Webinare mit Registrierung, Lead-Erfassung, automatischer Aufzeichnung und individuellem Branding – das deckt die meisten Webinar-Anforderungen von Kanzleien an einem Ort ab. (StreamYard)
- Alternativen wie Demio, Crowdcast und Zoom bieten Nischenvorteile wie automatisierte Webinar-Funnels, integriertes Ticketing oder sehr hohe Teilnehmerzahlen. (Demio, Crowdcast, Zoom)
- Für CLE-Trainings kombinieren Sie Ihre Webinar-Plattform meist mit externen Tools für Zertifikate, Zahlungen und Lernnachweise.
- Sicherheit, Vertraulichkeit und einfache Zugänglichkeit für nicht-technische Mandanten sollten Ihre Wahl stärker beeinflussen als exotische Features.
Was benötigen Kanzleien tatsächlich von einer Webinar-Plattform?
Abseits aller Schlagworte nutzen die meisten deutschen Kanzleien Webinare für drei Zwecke:
- Mandantenaufklärung (z. B. „Erbrecht 101 für Unternehmer“).
- Leadgenerierung (Webinare für Interessenten mit Folgekommunikation).
- Schulungen (interne oder berufsständische CLE-ähnliche Sessions).
Um diese Anwendungsfälle zu unterstützen, benötigen Sie typischerweise:
- Hochwertiges, zuverlässiges Audio und Video, damit Partner klar und professionell wirken.
- Zugriff ohne Download, damit vielbeschäftigte Mandanten und Syndikusanwälte direkt im Browser teilnehmen können.
- Einfache Registrierung und Lead-Erfassung, um Namen/E-Mails zu sammeln und in Ihr CRM zu exportieren.
- Automatische Aufzeichnung, um Sessions später als On-Demand-Inhalte zu nutzen.
- Individuelles Branding, damit alles CI-konform und markengerecht bleibt.
- Live-Chat und grundlegende Interaktivität wie Q&A (und künftig Umfragen), um die Sessions lebendig zu halten.
Der On-Air-Modus von StreamYard ist genau auf diese Liste ausgelegt: browserbasierte Teilnahme mit gehosteter Watch-Seite, Registrierung und CSV-Export, automatische Aufzeichnung und On-Demand-Wiederholungen sowie einbettbare, gebrandete Webinar-Seiten. (StreamYard)
Warum ist ein browserbasiertes Erlebnis für Anwälte und Mandanten so wichtig?
Wenn Sie Unternehmen, Führungskräfte oder Verbraucher betreuen, ist die größte Hürde bei Webinaren oft: „Muss ich etwas installieren?“
StreamYard ist vollständig browserbasiert – sowohl für Hosts als auch für Teilnehmer, ohne Softwareinstallation auf unterstützten Browsern. (StreamYard) Das ist im juristischen Kontext relevant, wenn:
- Die IT von Unternehmen neue Installationen blockiert.
- Behördenkunden gesperrte Geräte nutzen.
- Einzelpersonen von Arbeitslaptops teilnehmen, auf denen sie keine Adminrechte haben.
Demio und Crowdcast sind ebenfalls browserbasiert, während Zoom in der Regel erwartet, dass Teilnehmer die Zoom-App nutzen, auch wenn es in manchen Szenarien einen Web-Client gibt. (Demio, Crowdcast, Zoom)
Für Kanzleien, die „Ich konnte mich nicht einwählen“-Supportanfragen minimieren wollen, ist ein browserorientiertes Tool wie StreamYard eine praktische Standardlösung.
Wie handhabt StreamYard Registrierung, Erinnerungen und Aufzeichnung für juristische Webinare?
Die meisten Kanzleien wünschen sich einen schlanken CRM-Workflow, ohne ein Marketing-Operations-Team einstellen zu müssen. StreamYard On-Air ist genau für diesen Mittelweg konzipiert:
- Registrierung + Lead-Erfassung: Sie können eine Registrierung verlangen, Formularfelder anpassen (z. B. Unternehmen, Interessensgebiet) und die Teilnehmer als CSV für Ihr CRM oder Ihre E-Mail-Plattform exportieren. (StreamYard)
- Automatisierte E-Mails: Bestätigungs- und Erinnerungs-E-Mails (24 Stunden und 1 Stunde vorher) werden automatisch versendet, ebenso wie eine Follow-up-Mail mit dem Aufzeichnungslink, wenn On-Demand aktiviert ist.
- Automatische Aufzeichnung & On-Demand: Jedes Webinar wird aufgezeichnet, und mit On-Air können Sie eine On-Demand-Wiederholung aktivieren, sodass auch Spätanmelder später zuschauen können. (StreamYard)
- Einbettung auf Ihrer Website: Sie können das Webinar und den Chat auf Ihrer Kanzlei-Website einbetten – für ein vollständig gebrandetes Erlebnis unter Ihrer bestehenden Datenschutzerklärung.
Demio und Crowdcast bieten ebenfalls Registrierung, E-Mail-Erinnerungen und Wiederholungen. Demio setzt stärker auf Marketing-Funnels und Analysen, während Crowdcast integrierte Monetarisierung via Stripe mit Transaktionsgebühren für kostenpflichtige Tickets bietet. (Demio, Crowdcast) Für viele Kanzleien reicht es jedoch aus, Teilnehmer aus StreamYard zu exportieren und weiterführende Maßnahmen im bestehenden E-Mail-Tool abzuwickeln – das ist zudem compliancefreundlicher.
Wie unterscheiden sich die Tools bei Skalierung und Kosten für 500 vs. 5.000 Teilnehmer?
Die meisten juristischen Webinare bewegen sich unter einigen Hundert Teilnehmern, aber es ist hilfreich, die Skalierung zu verstehen.
StreamYard
- On-Air-Webinar-Tarife starten ab $49/Monat und skalieren je nach Plan auf 250, 1.000, 10.000 und 10.000+ gleichzeitige Zuschauer. (SoftwareAdvice)
- Damit können Sie problemlos Webinare mit 500 oder sogar 5.000 Teilnehmern durchführen, ohne Überziehungsgebühren pro Teilnehmer.
Demio
- Die Preisgestaltung erfolgt pro Host, mit Raumgrößen von 50 bis 3.000 Teilnehmern auf höheren Tarifen. (Demio)
- Für ein 500er-Webinar wählen Sie einen Raum ab 500; für 5.000 Teilnehmer reichen die öffentlich gelisteten Tarife von Demio meist nicht aus.
Crowdcast
- Tarife beinhalten Live-Teilnehmer-Limits (z. B. 100, 250, 1.000), mit kostenpflichtigen Überziehungen bis ca. 3.000 Live-Teilnehmer pro Event. (Crowdcast docs)
- Praktisch, wenn Sie meist kleine, aber gelegentlich größere Events haben – allerdings müssen Sie auf Stunden- und Teilnehmerkontingente achten.
Zoom
- Zoom Webinars können von kleinen bis zu sehr großen Events skalieren, einschließlich Einzellizenzen für 10.000–1.000.000 Teilnehmer für Großproduktionen. (Zoom)
- Diese Hochkapazitäts-Tarife sind meist teuer und eher für nationale Anwaltskonferenzen oder regulatorische Anhörungen als für Kanzlei-Webinare gedacht.
Für juristische Webinare mit 500 Teilnehmern sind die StreamYard-Limits komfortabel und einfacher zu budgetieren als Modelle mit Überziehungsgebühren. Für 5.000 Teilnehmer bleibt StreamYard auf dem passenden Tarif praktikabel, während Demio und Crowdcast hier meist an ihre Grenzen stoßen.
Können Webinar-Plattformen CLE-Punkte und Zertifikate ausstellen?
Das ist eine zentrale Frage für deutsche Anwälte – und ein Bereich, in dem die Erwartungen oft über das hinausgehen, was Webinar-Tools tatsächlich leisten.
Keine der hier besprochenen Plattformen wirbt öffentlich mit integrierter CLE-Akkreditierung oder automatischer Nachverfolgung von Fortbildungspunkten. In der Praxis:
- Nutzen Kanzleien die Webinar-Plattform für Durchführung, Anwesenheitskontrolle und Engagement.
- Exportieren sie Anwesenheitsdaten (z. B. aus StreamYard-Listen), um die Teilnahme zu bestätigen.
- Erstellen sie CLE-Zertifikate in einem separaten System (z. B. Dokumentenvorlage, LMS oder Portal der Anwaltskammer).
Wenn CLE zentral für Ihre Strategie ist, wählen Sie eine Plattform, bei der sich Anwesenheits- und Engagementdaten leicht exportieren lassen – wie bei StreamYard per CSV – und kombinieren Sie das mit einem CLE-Management-Workflow, den Ihre Kammer akzeptiert.
Wie sieht es mit Sicherheit, Vertraulichkeit und Mandantenschutz aus?
Keine gängige Webinar-Lösung ersetzt ein sicheres Mandantenportal, aber Sie können Webinare datenschutzkonform gestalten:
- Keine fallbezogenen Details: Nutzen Sie Webinare für allgemeine Aufklärung, nicht für privilegierte Beratung zu laufenden Mandaten.
- Private Events nutzen: Mit StreamYard On-Air können Sie private Webinare veranstalten, die nur für Registrierte sichtbar sind, und diese hinter bestehende Logins auf Ihrer Website legen. (StreamYard)
- Chat kontrollieren: Setzen Sie einen Moderator ein, um unangemessene Kommentare zu entfernen und sensible Informationen nicht auf dem Bildschirm zu teilen.
- Für vertrauliche Sitzungen andere Tools nutzen: Für wirklich vertrauliche, mandantenspezifische Gespräche sind sichere Videomeetings oder Mandantenportale – nicht große Webinare – die bessere Wahl.
Zoom bietet zusätzliche Governance-Optionen wie Passwörter und Authentifizierung, was große Kanzleien oft ohnehin nutzen. (Zoom) In vielen Fällen bietet aber ein privates, eingebettetes StreamYard-Webinar mit Ihrer eigenen Authentifizierung einen guten Kompromiss aus Kontrolle und Zugänglichkeit für Bildungsinhalte.
Wie bleiben juristische Webinare spannend, ohne es zu verkomplizieren?
Anwälte befürchten (zu Recht), dass Webinare trocken wirken können. Sie brauchen dafür keine übermäßig komplexe Plattform, sondern einige verlässliche Interaktionstools und gute On-Air-Gewohnheiten.
Mit StreamYard können Sie:
- Live-Chat vor, während und kurz nach dem Webinar nutzen und Fragen oder Kommentare von Mandanten sogar auf dem Bildschirm einblenden.
- Bildschirmfreigaben (Folien, Dokumente) mit Sprechervideos und gebrandeten Overlays abwechseln, um visuelle Eintönigkeit zu vermeiden.
- On-Demand-Wiederholungen aktivieren und Teilnehmer ermutigen, Folgefragen per E-Mail zu stellen, die Sie in einem Recap beantworten können.
Für mehr Interaktivität – Live-Umfragen, Wortwolken, komplexe Q&A – kombinieren viele Teams ihr Webinar mit dedizierten Audience-Tools wie Slido oder Mentimeter, die oft kostenlose Tarife bieten und per Link oder eingebettetem iFrame integriert werden.
Ein einfaches, aber wirkungsvolles Setup für eine mittelgroße Kanzlei könnte sein: StreamYard für Produktion und Ausspielung, dazu ein leichtgewichtiges Engagement-Tool und Ihre bestehende E-Mail-Plattform für Follow-up-Sequenzen. So können sich Ihre Anwälte auf Inhalte statt auf Tools konzentrieren.
Unsere Empfehlung
- Starten Sie mit StreamYard für die meisten Kanzlei-Webinare: browserbasierter Zugang, Registrierung, automatische Aufzeichnung, On-Demand-Wiederholung und gebrandete Einbettung decken die meisten Mandanten- und Interessentenfälle ab. (StreamYard)
- Ergänzen Sie externe Tools für CLE-Zertifikate, Zahlungen und fortgeschrittene Interaktion, statt von einer Plattform alles zu erwarten.
- Setzen Sie andere Plattformen gezielt ein: Demio für mehr Marketing-Analysen, Crowdcast für einfache Ticket-Events bis ca. 3.000 Teilnehmer oder Zoom für seltene Großevents mit zehntausenden Teilnehmern. (Demio, Crowdcast, Zoom)
- Setzen Sie auf Zuverlässigkeit und Einfachheit statt auf technische Spezifikationen, damit Anwälte sich auf Inhalte konzentrieren können und Marketing/IT einen übersichtlichen, compliancekonformen Workflow steuern.