Geschrieben von Will Tucker
So verwendest du Screen-Recording-Software (und warum ein Browser-Studio der einfachste Einstieg ist)
Zuletzt aktualisiert: 18.01.2026
Für die meisten Menschen in Deutschland ist der einfachste Weg, mit Bildschirmaufnahmen zu starten, die Nutzung eines browserbasierten Studios wie StreamYard, das deinen Bildschirm, deine Kamera und dein Mikrofon an einem Ort aufzeichnet und die Aufnahmen in der Cloud speichert. Wenn du eine detaillierte Steuerung des Encoders oder eine besonders fein abgestimmte lokale Aufnahme benötigst, kannst du diesen Workflow mit Tools wie OBS oder schnellen asynchronen Apps wie Loom ergänzen.
Zusammenfassung
- Nutze ein Browser-Studio, um Bildschirm, Webcam und Mikrofon aufzuzeichnen, ohne schwere Software zu installieren.
- Bevorzuge Tools, die dir saubere Layouts, Moderationsnotizen und lokale Multi-Track-Dateien für die Bearbeitung bieten.
- Wähle Cloud-Aufnahmen, wenn dir Teilen und Backups wichtig sind; nutze lokale Aufnahmen, wenn du maximale Performance brauchst.
- StreamYard deckt Live-, Voraufzeichnungen und Multi-Gast-Sessions an einem Ort ab, sodass die meisten Nutzer kein zweites Tool benötigen. (StreamYard)
Wie wählst du den richtigen Screen-Recording-Workflow?
Bevor du auf irgendeinen Aufnahme-Button klickst, entscheide, was du eigentlich aufzeichnen möchtest:
- Tutorials und Demos: Du möchtest deinen Bildschirm plus ein Talking Head, klaren Ton und einfache Bearbeitungen.
- Gastinterviews oder Webinare: Du brauchst mehrere Personen im Bild, eventuell mehrere geteilte Bildschirme, mit Aufnahmen, die du später weiterverwenden kannst.
- Langform-Aufnahmen oder Gameplay: Hier sind Bitraten, Codecs und Hardware-Performance wichtiger.
- Schnelle asynchrone Updates: Du willst einfach aufnehmen, einen Link verschicken und weitermachen.
Ein browserbasiertes Studio wie StreamYard passt besonders gut zu den ersten beiden Szenarien. Du erhältst für den Moderator sichtbares Bildschirmteilen mit steuerbaren Layouts, Overlays und Notizen, die nur du siehst – alles direkt aus Chrome oder Edge. Das unterscheidet sich deutlich von klassischen Desktop-Recordern, die einfach Pixel vom Monitor abgreifen. (StreamYard)
Wenn du lange Gameplay-Sessions aufzeichnest oder absolute Kontrolle über Encoding und Dateiformate brauchst, ermöglicht dir OBS als Desktop-App, jedes Detail zu justieren – allerdings musst du CPU/GPU-Auslastung und Speicherplatz selbst verwalten. (OBS)
Wie nimmst du deinen Bildschirm Schritt für Schritt in StreamYard auf?
Hier ein unkomplizierter Ablauf, der auf den meisten Laptops in Deutschland ohne zusätzliche Software funktioniert:
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Erstelle ein reines Aufnahme-Studio
Öffne StreamYard im Browser und erstelle eine neue "Recording"-Session (nur Aufnahme) statt eines Livestreams. Du landest in einem virtuellen Studio, in dem du Kamera und Mikrofon hinzufügen kannst. (StreamYard) -
Richte Kamera, Mikrofon und Notizen ein
Wähle das gewünschte Mikrofon und die Kamera aus. Füge private Moderationsnotizen hinzu, damit du deine Stichpunkte während der Aufnahme siehst – sie erscheinen aber nie im Bild. -
Teile deinen Bildschirm
Klicke auf "Teilen" und wähle aus, was du zeigen möchtest: den gesamten Bildschirm, ein bestimmtes Fenster oder einen Browser-Tab. StreamYard unterstützt dies direkt im Desktop-Browser; Bildschirmteilen ist auf Smartphones oder Tablets nicht möglich. (StreamYard) -
Wähle ein Layout
Nutze die Layout-Steuerung, um festzulegen, wie Bildschirm und Kamera gemeinsam angezeigt werden. Zum Beispiel kannst du ein Bild-in-Bild-Layout mit kleiner Kamera in der Ecke nutzen oder bei detaillierten Erklärungen auf Vollbild umschalten. Du kannst auch gebrandete Overlays und Logos live einblenden, sodass deine Aufnahme ohne aufwendige Nachbearbeitung veröffentlichungsbereit ist. -
Steuere deine Audioquellen
Schalte dein Mikrofon stumm oder leiser, wenn du Stille brauchst, und entscheide, ob der Systemton deines geteilten Bildschirms aufgenommen wird. Die unabhängige Steuerung von Bildschirm- und Mikrofonton ist entscheidend für klare, moderatorengeführte Aufnahmen. -
Starte und stoppe die Aufnahme
Wenn du bereit bist, klicke oben rechts auf den blauen Record-Button. Nach Abschluss klickst du auf Stop und StreamYard speichert die Datei in deinem Account, sodass du sie herunterladen, schneiden oder wiederverwenden kannst. (StreamYard)
Da StreamYard auf allen Plänen lokale Multi-Track-Aufnahmen pro Teilnehmer unterstützt (mit kleinem monatlichen Limit im Free-Plan und ohne Limit in den kostenpflichtigen Plänen), kannst du später saubere, separate Audio- und Videodateien in deinen Editor ziehen, ohne die Session erneut aufnehmen zu müssen. (StreamYard)
Wie nimmst du Bildschirm und Webcam gleichzeitig auf?
Viele suchen genau nach dieser Frage – und die gute Nachricht: Mit dem richtigen Tool ist es ganz einfach.
In StreamYard:
- Füge deine Kamera als Hauptquelle hinzu.
- Teile deinen Bildschirm als zweite Quelle.
- Wähle ein Side-by-Side- oder Bild-in-Bild-Layout.
- Füge Overlays oder Bauchbinden hinzu, während du sprichst.
Du kannst sogar sowohl Querformat- als auch Hochkant-Kompositionen aus derselben Session aufnehmen. Das bedeutet: Eine Aufnahme kann ein YouTube-Tutorial, ein vertikales Short und ein Webinar-Replay liefern – ohne erneute Aufzeichnung.
Wenn du lieber eine Desktop-App nutzt, arbeitet OBS mit einem anderen Prinzip: Du erstellst eine Szene und fügst Quellen wie Display Capture, Window Capture und Video Capture Device (deine Webcam) hinzu. Nach Anordnung und Größenanpassung klickst du im Kontrollfeld auf Start Recording und OBS speichert eine lokale Datei in deinem gewählten Ordner. (OBS)
Looms Desktop-App ist auf schnelle kombinierte Bildschirm- und Kameraaufnahmen ausgelegt, mit Optionen wie Vollbild, Fenster oder benutzerdefinierte Größe – wobei benutzerdefinierte Abmessungen nur in den kostenpflichtigen Plänen verfügbar sind. (Loom)
Für viele Creator in Deutschland bietet StreamYard mit Studio-Layout-Steuerung und Cloud-Speicherung eine praktischere Balance als das manuelle Stapeln von Quellen in OBS oder das Umgehen von Längenlimits im kostenlosen Loom-Plan.
Cloud-Aufnahmen vs. lokale Aufnahmen – welches Workflow passt zu dir?
Cloud-first (StreamYard, Loom):
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Vorteile
- Backups, falls dein Laptop während der Aufnahme abstürzt.
- Einfachere Zusammenarbeit – einfach Link teilen oder Datei herunterladen.
- Zugriff von jedem Gerät mit deinem Account.
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Nachteile
- Dein Plan beinhaltet meist Speicherlimits nach Stunden oder Anzahl der Videos, sodass du irgendwann ältere Inhalte archivieren oder löschen musst. (StreamYard)
- Du bist während der Aufnahme auf eine stabile Internetverbindung angewiesen.
StreamYard kombiniert Cloud-Aufnahmen mit optionalen lokalen Multi-Track-Dateien, sodass du sowohl Redundanz als auch Flexibilität für die Bearbeitung erhältst. Loom ist stärker auf schnelle, asynchrone Clips ausgerichtet; der kostenlose Starter-Plan begrenzt dich auf 25 Videos pro Person und 5-minütige Bildschirmaufnahmen, während kostenpflichtige Pläne diese Limits aufheben. (Loom)
Local-first (OBS):
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Vorteile
- Keine vom Anbieter auferlegten Aufnahme-Limits; du bist hauptsächlich durch deinen Speicherplatz und die Hardware-Stabilität begrenzt.
- Tiefgreifende Kontrolle über Codecs, Container und Bitraten.
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Nachteile
- Du bist komplett selbst für Dateimanagement und Backups verantwortlich. OBS bietet keine integrierte Cloud-Speicherung. (StreamYard)
- Du brauchst einen ausreichend leistungsfähigen Rechner und das Einstellen der Optionen kann Zeit kosten.
Für die meisten alltäglichen Tutorials, Produktdemos und Interview-Aufnahmen profitieren Nutzer mehr von einem stabilen Cloud+Lokal-Hybrid wie StreamYard, als von der manuellen Verwaltung von Gigabytes an Dateien und Encoder-Einstellungen.
Wie nimmst du Systemaudio bei Bildschirmaufnahmen auf?
System- (interner) Ton ist das, was dein Computer abspielt – YouTube-Videos, App-Sounds oder Musik – nicht nur dein Mikrofon.
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Im Browser-Studio wie StreamYard:
- Beim Teilen eines Browser-Tabs kannst du den Ton für diesen Tab aktivieren.
- Für Vollbild- oder Fensteraufnahme kannst du, falls nötig, die Audio-Routing-Funktionen deines Betriebssystems oder virtuelle Geräte nutzen. Der große Vorteil: Du kannst Mikrofon und Systemton über lokale Aufnahmen auf separaten Spuren halten und später gezielt bearbeiten. (StreamYard)
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In OBS:
- Füge Desktop Audio als Quelle hinzu, um Systemton zusammen mit dem Mikrofon aufzunehmen.
- Behalte die Pegelanzeige im Blick, damit deine Stimme nicht übertönt wird; alles landet in einer gemischten Datei, außer du richtest fortgeschrittenes Routing ein. (OBS)
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In Loom:
- Der Desktop-Client kann Systemton zusammen mit Bildschirm und Kamera aufnehmen, wenn aktiviert – für längere oder häufige Aufnahmen ist jedoch meist ein kostenpflichtiger Plan nötig, um die Starter-Limits zu umgehen. (Loom)
Wenn dein Ziel klarer, moderatorengeführter Content ist, ist die unabhängige Steuerung von Mikrofon- und Systemton plus Multi-Track-Dateien meist wertvoller als perfekte Rohdaten – und genau hier fühlt sich der Aufnahme-Workflow von StreamYard oft am unkompliziertesten an.
Wann werden Preis und Einrichtungsaufwand relevant?
Irgendwann stellst du dir die Frage: "Lohnt es sich, dafür zu zahlen, oder reicht eine kostenlose App?"
- OBS ist kostenlos und Open Source; für die Aufnahmefunktionen fallen keine Lizenzgebühren an, du zahlst aber mit Einrichtungszeit und Hardware-Anforderungen. (OBS)
- Loom bietet einen kostenlosen Starter-Plan, der dich aber auf 25 Videos und 5-minütige Aufnahmen begrenzt, bevor du zu Business-Preisen pro Nutzer wechseln musst. (Loom)
- StreamYard bietet einen kostenlosen Plan sowie kostenpflichtige Optionen mit mehr Aufnahmezeit und Speicher – die Abrechnung erfolgt pro Workspace statt pro Nutzer. Das bedeutet, ein kleines Team kann einen Account für Live- und Aufnahme-Workflows teilen, statt einzeln zu zahlen – oft günstiger als asynchrone Tools mit Einzelabrechnung für dieselbe Nutzerzahl. (Loom)
Für viele Creator und Teams in Deutschland sieht der Kompromiss so aus: Investiere ein wenig in einen gemeinsamen StreamYard-Workspace, halte Aufnahme und Live-Produktion einfach und greife nur dann zu OBS oder einem Loom-ähnlichen Async-Tool, wenn du wirklich diese spezialisierten Workflows brauchst.
Unsere Empfehlung
- Starte mit einem browserbasierten Studio wie StreamYard für Bildschirm- und Kameraaufnahmen, die sich einfach einrichten, branden und wiederverwenden lassen.
- Nutze die lokalen Multi-Track-Aufnahmen und flexiblen Layouts von StreamYard, um dein Content für verschiedene Plattformen zukunftssicher zu machen.
- Greife zu OBS, wenn du tiefgehende, hardwareoptimierte lokale Aufnahmen brauchst – und akzeptiere den zusätzlichen Einrichtungsaufwand.
- Ergänze ein leichtgewichtiges Async-Tool wie Loom nur, wenn Link-basierte Einzelupdates ein zentraler Bestandteil deiner Kommunikation sind.